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Antéchrista Zusammenfassung

 
Die Sache ist zunächst einmal die, dass der Titel "Antéchrista" der französische Originaltitel des Romans von Amélie Nothomb ist. Im Fach Französisch ist es Unterrichtsthema in Originalsprache. Das Buch wurde auch ins Deutsche übersetzt, erhielt dann aber - wie so oft bei Übersetzungen- einen neuen Titel. Folglich ist das Buch in Deutschland unter dem Titel "Böse Mädchen" auf dem Markt und bei Diogenes als TB erschienen.

Antéchrista/Böse Mädchen Zusammenfassung:

Blanche, aus deren Sicht das Buch erzählt, ist 16 Jahre und hatte nie eine richtige Freundin. Zu allem Übel ist sie immer noch Jungfrau. Erst als sie an die Universität Brüssel kommt, trifft sie auf Christa aus dem kleinen belgischen Ort Malmedy, deren Freundschaft sie sich erhofft. Sie bietet Christa an, bei ihr zu übernachten. Christa ist ein angeblich armes Mädchen, das bei allen beliebt ist. Wider Erwarten wird sie von Christa angesprochen und Blanche ist zunächst hoch erfreut.

Allmählich jedoch wird Christa, die das Übernachtungsangebot zu einer "Dauerpension" gemacht hat, übergriffig, drängt sich in den Vordergrund, beansprucht Blanche ganz für die Freundschaft, auch Blanches Familie wird ganz in Christas Bann gezogen, so dass diese für Blanche keine Zeit mehr hat. Christa spielt in Gegenwart der Eltern ständig die Brave, während sie andererseits in Blanches Zimmer alles auf den Kopf stellt und diese auch heftig kritisiert. Christa, die sich alles erobert hat, was an kleinen Teilen Blanche gehörte, lebt nun wie die Made im Speck. Während sie sich im öffentlichen Leben an der Uni von Blanche distanziert, spielt sie daheim ihre beste Freundin. Sogar als Blanche auf einer Party kurz vor ihrem ersten Kuss mit einem Kommilitonen steht, fährt Christa dazwischen. Der Gedanke, dass Christa vielleicht doch nicht die ersehnte Freundin ist, kommt ihr dabei recht spät. Sie macht in Gedanken aus Christa eine Antéchrista.

Blanche macht sich auf den Weg in Christas Heimatstädtchen, um dort die Lebensumstände zu recherchieren und zu prüfen, ob ihr angeblicher Freund tatsächlich so toll ist. Dieser Freund entpuppt sich als pickeliger unfreundlicher Kerl ohne Manieren und Christas Vater ist stinkreich. Darauf beschließt Blanche ihm die bisher entgangene Miete abzuknöpfen. Zurück daheim mit ihren neuen Erkenntnissen, erzählt Blanche ihren Eltern davon, die aber so von Christa in Bann gezogen, Blanche gar nicht glauben wollen. Erst als diese Christa selbst zur Rede stellen, erkennen sie die ganze Wahrheit.

Die Autorin , die selbst in der Familie eines Japan und China Diplomaten aufwuchs und in der Spannung zwischen Europa und Asien manchen kulturellen Schock erlitt, stellt ein Thema in den Vordergrund, das zunehmend Bedeutung hat, vielmehr besonders für Jugendliche, die noch nicht in tiefen Liebesbeziehungen stecken, von Bedeutung ist: die Gefährlichkeit einer Freundschaft, die Abhängigkeit und die Abgründe, die sich daraus ergeben.

Sehr deutlich wird das Bemühen des "Mauerblümchens" Blanche um freundschaftliche Anerkennung einer sich als "schillernd" erweisenden Person gezeigt. Dieses gerade bei jungen Mädchen, aber generell jungen Menschen aktuelle Thema "Freundschaft" und der Preis der dafür gezahlt wird, zeigt die Problematik eines verunsicherten Mädchens (Blanche), dessen Unsicherheit gnadenlos ausgenutzt wird durch sadistisches Vergnügen daran, andere zu erniedrigen.

Der Roman gibt keine Antwort auf das Problem, sondern reißt die Fragestellung vielmehr auf, so dass es einiges an Gesprächsstoff oder Selbstreflexion gibt. Amélie Nothomb lebt heute in Brüssel, hat über 40 Bücher veröffentlicht und gilt derzeit als erfolgreichste belgische Autorin.

Sie ist nicht vor ihrem Kuss, Renaud und sie haben sich schon geküsst, als Christa kommt!

 

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