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Der Schimmelreiter Inhaltsangabe

 
Der Schimmelreiter ist eine im April 1888 veröffentlichte Novelle von Theodor Storm. Das Werk erschien wenige Monate, bevor der Autor verstarb. Die Hauptperson ist die fiktive Figur Hauke Haien, die im Schleswig-Holstein zur Zeit des Realismus lebt. Erzähler ist ein Schulmeister, der die Geschichte von einem Reiter erzählt.

Hauke Haien befasst sich als Sohn eines Landvermessers lieber mit der Arbeit seines Vaters auseinander, anstatt sich mit Gleichaltrigen zu treffen. Dabei unterstützt er diesen und lernt Niederländisch, um die Werke des altgriechischen Mathematikers Euklid lesen zu können.

In der Folge nimmt die Handlung Dramatik an. Der Deichgraf Tede Volkerts entlässt einen seiner Knechte - Hauke bewirbt sich daraufhin auf die Stelle und wird angenommen. In der Folge hilft er dabei allerdings mehr bei der Planung und Ausmessung der Deiche. Dies gefällt dem Großknecht Ole Peters jedoch nicht, da er seine eigentliche Arbeit vernachlässigt. Der Konflikt zwischen den beiden wird durch die Liebe der Tochter des Deichgrafen, Elke, verschärft. Hauke gelingt es, ihr Interesse zu wecken, Ole hingegen nicht.

Im weiteren Verlauf der Handlung sterben sowohl Elkes Vater, der Deichgraf, als auch Haukes Vater. Damit wird die Stelle des Deichgrafen frei und muss neu besetzt werden. In Frage kommen nur Männer, die genügend Grund ihr Eigen nennen können. Da Hauke Haien bis dato nur das Land seines Vaters sein Eigen nennen kann, springt Elke für ihn ein. Einen Heiratsantrag hatte sie bislang zwar abgelehnt. Als es aber um die Vergabe des Postens als neuer Deichgraf geht, sagt sie aus, dass die beiden bereits verlobt seien und Hauke nach der Hochzeit der Besitz ihres Vaters zufiele. Durch diese Aussage wird Hauke Haien neuer Deichgraf.

Der neue Deichgraf wird als unheimlich angesehen, da er auf einem edlen Schimmel reitet. Diesen hatte er krank und verkommen gekauft und aufgepäppelt. Der Legende nach soll dieses Pferd die Wiederbelebung eines verschwundenen Skelettes sein. Beruflich setzt Hauke nun die von ihm als Kind geplante, neue Deichform um. Durch einen zweiten Deich hinter dem alten Deich entsteht neue Ackerfläche für die Bauern. Als diese, aus ihrem Brauchtum resultierend, einen Hund in dem neuen Land begraben wollen, rettet er diesen, weshalb die Bauern sich sagen, auf dem Feld läge ein Fluch. Ein weiteres Ärgernis für die Dorfbewohner ist, dass der neue Deichgraf von den Neuerungen auch privat in Form von Landgewinn profitiert.

Trotz schlechten Gewissens und seiner Beobachtungen ist Haien nicht bereit, den alten Deich durchstoßen, als eine Jahrhundertflut ihn zu zerstören droht. Zwar gibt der Bevollmächtigte Ole Peters, hierfür den Auftrag, Hauke Haien verhindert allerdings in letzter Minute die Ausführung. In der Folge bricht die Jahrhundertflut über das Land herein. Haukes Frau Elke reitet daher mit der geistig behinderten Tochter Wienke zum Deich, um ihrem Mann beizustehen. Dieser muss daraufhin erleben, wie Frau und Kind von den Wellen verschlungen werden. In Folge dessen wählt auch Hauke den Tod im Wasser und stürzt sich in die Fluten.

Der "Schimmelreiter" ist entstanden, da Storm Zeit seines Lebens von gespenstischen Geschichten von der deutschen Nordseeküste fasziniert ist. Die historische Grundlage für diese Novelle überlieferte ihm seine Urgroßmutter, während er die 1838 veröffentlichte Geschichte "Der gespenstige Reiter" las. Um Authenzitität zu wahren, verwendet Theodor Storm gehäuft Begriffe aus dem nordfriesischen Dialekt.

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