Tannöd Zusammenfassung

 
Das Spezialgebiet der am 21. März 1962 in Regensburg geborene Krimiautorin Andrea Maria Schenkel, sind Krimis und Thriller
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. Was auch das 2006 erschienene Buch "Tannöd" deutlich macht.

Die Geschichte spielt in der Nachkriegszeit, in Oberbayern, in der Mitte der 50er Jahre. In einem sehr streng katholischen Dorf, lebt die sozialkritische Familie Danner in einem etwas abge- legenen Hof.

Die Danners gelten als geizig, egoistisch und mürrisch. Keiner kommt wirklich klar mit den eigenartigen Bewohnern. Und so werden diese zu Außenseitern. Als aber eines nachts die gesamte Familie und die erst kürzlich neu eingestellte Magd, brutal mittels einer Spitzhacke ermordet wird, sorgt das für jede Menge Unruhe im Dorf. Sogar vor den 3 Kindern, hat der Mörder nicht Halt gemacht. Insgesamt starben auf diese Weise 6 Menschen.

Da die plötzliche Abwesenheit der Familie schließlich nach 3 Tagen doch auffällt, wird der erst 13 jährige Sohn des Bauern Georg Hauer auf den Hof geschickt, um etwas in Er- fahrung zu bringen. Doch der traut sich allein nicht, da kommt sein Vater, der Bauer Johann Sterzer und sein Knecht bzw. zukünftiger Schwiegersohn Alois Huber nach. Die Toten werden allesamt im Heu gefunden. Bis auf den erst zweijährigen Josef, der in seinem Kinderbettchen starb. Daraufhin werden sämtliche Personen befragt, die mit den Danners in irgendeiner Weise zu tun hatten.

Eine ältere, kinderlose Witwe erklärt, dass die Magd Marie jahrelang in ihren Diensten war und sie diese als eine rechtschaffende Frau beschreibt. Die Schwester der Verstorbenen sagt aus, dass Marie sicher ihre Naivität zum Verhängnis geworden sei. Sie selbst brachte sie zu den Danners, natürlich nicht ahnend, dass das bereits schon in der ersten Nacht deren Tod sein würde. Die Befragungen ergeben weiter, dass vor allem der Hausherr Hermann Danner kein wirklich guter Mensch gewesen sein kann. Er hat nicht einmal davor zurück geschreckt, seine 12 jährige Tochter Barbara sexuell zu missbrauchen. Was eine Schwangerschaft zur Folge hat. Die Mutter ignoriert das Geschehnis und nutzt das Handeln ihres ungeliebten Mannes als Erlösung für sich selbst.

Barbara beginnt vor der Geburt ihres Sohnes Josef, eine Liebschaft mit Georg Hauer, heiratet aber um der Familie zu entfliehen, den Knecht Vinzenz Spangler. Als die Wahrheit über den leiblichen Vater des Babys ans Licht kommt, besticht Hermann Danner den Knecht mit Schweigegeld und bringt ihn damit dazu, Tannöd zu verlassen.

Den letztendlich entscheidenden Hinweis gibt Maries Vorgängerin Anna Hierl. Das Motiv könne Geld sein. Michael Baumgartner, ein ehemaliger Arbeiter der Danners, spioniert den Hof nämlich vor dem Mordfall aus um an das Ersparte zu kommen. Dabei wird er Zeuge eines Streits zwischen Georg Hauer und Barbara. Mit tödlichem Ausgang...

In 39 kurze Kapitel unterteilt sich diese nervenaufreibende, bis zum Schluss spannende Geschichte. Immer wieder begegnen einem Verse und Gebete, die klar machen, wie konser- vativ die Bevölkerung auf dem Lande dort lebt. Die Aufklärung des Falls, nimmt quasi wie durch einzelne Puzzleteile immer mehr Gestalt an. Der Erzählstil des Krimis ist ziemlich eigenwillig aber wahrscheinlich auch genau deshalb so interessant und gefragt.

Das angebliche Vorbild zum Roman liefert eine wahre Begebenheit, die sich 1922 in Hinterkaifeck in Oberbayern und blieb bis zum heutigen Tage unaufgeklärt. Da der Mörder nach seiner Tat einige Zeit auf dem Hof lebte und dort die Tiere versorgte, fiel niemandem sofort etwas Ungewöhnliches auf. Das Dorf "Tannöd" gibt es tatsächlich und gehörte damals zur Gemeinde Leoprechting und aktuell zu Büchlberg.

Der Roman weicht jedoch in vielen Punkten, durch eigene Darstellungen und Rollen, von der wahren Geschichte ab und ist damit vollkommen unabhängig. Deshalb wird das Buch 2007 auch völlig zu Recht mit dem Deutschen Krimi-Preis und dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet und die schaurig, spannende Erzählung erscheint über Norbert Schaeffer als 70 minütiges Hörspiel. 2008 begeistern sich die Schweden so sehr für "Tannöd", dass Andrea Maria Schenkel den Martin Beck Award dafür erhält.

Schließlich wird das erfolgreiche Werk sogar unter der Regieführung von Bettina Oberli ver- filmt. In den Hauptrollen sind Monica Bleibtreu, Julia Jentsch und Volker Bruch zu sehen.

Es waren nur zwei Kinder, nicht drei.

 

Das Referat schreibt sich wie von selbst.

 

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