Fahrenheit 451 Zusammenfassung

 
Der amerikanische Schriftsteller Ray Bradbury schrieb diesen Zukunftsroman im Jahre 1953 und der französische Regisseur Francois Truffaut ließ 1965 einen erfolgreichen gleichnamigen Kinofilm folgen.

Dabei handelt es sich um eine düstere Utopie über einen streng, totalitären Staat, in dem es u.a. verboten ist, sich schriftlich zu äußern oder überlieferte Texte oder Bücher zu benutzen oder zu besitzen
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. Die Staatsmacht hält sich eine Feuerwehr mit Polizeifunktion, deren einzige Aufgabe es ist, alle Menschen mit staatsfeindlichen Aktivitäten ausfindig zu machen und deren Bücher gnadenlos zu verbrennen. Die Feuerwehr benutzt dazu Flammenwerfer, die eine Hitze von genau 451 Grad Fahrenheit (232 Grad Celsius) erzeugen - die Temperatur, bei der sich Papier unter Feuer entzündet.

Alle Menschen in diesem Zukunftsstaat leben wie „ferngelenkt“ und total manipulierbar. Sie kennen kein schlechtes Gewissen, und moralische Zweifel sind in dieser Gesellschaft vollständig beseitigt.

Vielmehr ist die Bevölkerung in ihrer Mehrheit geistig abgestumpft, und man widmet sich in seiner Dumpfheit nur primitiven, geistlosen Übertragungen aus überdimensional großen Fernsehschirmen mit „flachen“ Filmen und dümmlicher Werbung oder blättert in inhaltslosen Illustrierten, die keinerlei informativen Gehalt haben. Genau dies aber ist das Ziel dieses unmenschlichen Regimes: die Menschen dumm zu halten und ihnen niemals die Möglichkeit zu geben, selbständig und kritisch nachzudenken, geschweige denn gegen die Staatsmacht zu revoltieren.

Das Land befindet sich schon seit einiger Zeit in Kriegszustand, ohne dass es schon zu Kampfhandlungen gekommen wäre.

Hauptfigur der Geschichte ist der Feuerwehrmann Guy Montag (30), der von der Richtigkeit dieser Anschauungen total überzeugt ist und mit großer Leidenschaft seiner fragwürdigen Tätigkeit nachgeht. Sie gibt ihm ein Machtgefühl bei der Arbeit und übt auf ihn lange Zeit eine gewisse Faszination aus. Auch Chancen auf eine berufliche Karriere, die sein Vorgesetzter Beatty beeinflussen könnte, spornen ihn an.

Erst als er seine Nachbarin, die junge, schöne Clarisse (17) zufällig auf der Straße trifft, bekommt er den ersten Anstoß, sich Gedanken über seine Handlungsweise zu machen. Sie stammt aus einer unkonventionellen Familie, die die Natur liebt und nicht die Hypertechnik ihrer Zeit vergöttert. Clarisse ist kritisch gegenüber den Verordnungen des Staates und lässt Montag dies auch wissen. Dieser reagiert anfangs mit Totalablehnung, obwohl er von ihrem jugendlichen Weltveränderungsdrang und ihrem erfrischenden Optimismus insgeheim fasziniert ist. Er muss feststellen, dass Clarisse auf ihn – trotz ihrer Jugend – älter und reifer als seine dreißigjährige Frau Mildred wirkt.

Zu Hause angekommen sieht er das bestätigt. Sie sitzt wie immer vor ihrem Riesenbildschirm und blickt gedankenlos und ohne große äußere Regung vor sich hin und guckt irgendwelche Filmchen, Werbung und „Soaps“. Diese konsumiert sie wie ihre Tabletten in einer Menge, die sie als Süchtige ausweist.

Die Beziehung zwischen ihr und ihrem Mann ist ähnlich leidenschaftslos und kaltherzig, nämlich nur aufs gemeinsame Fernsehen beschränkt. Sinnfällig wird das, als sie eines Tages in ihrer Beschränktheit eine Überdosis Schlaftabletten geschluckt hat und nur durch ein schnelles „Eingreifkommando“ gerettet wird. Als Guy sie am nächsten Tag zur Rede stellt, will sie sich an nichts mehr erinnern können, und er merkt erstmals, dass sie den Bezug zur Realität gänzlich verloren hat.

Nach weiteren Begegnungen mit Clarisse stellt Montag einerseits fest, dass sie wohl leider eine überzeugte Systemgegnerin ist. Andererseits fragt er sich, ob er sich nicht heimlich in sie verliebt hat. Auf jeden Fall gelingt es Clarisse mehr und mehr, Montag neue Denkanstöße zu geben und immer mehr Einfluss auf ihn auszuüben.

Er beginnt zum ersten Mal, richtig nachzudenken und wandelt sich Schritt für Schritt in seiner Einstellung. Montag beschließt, doch einmal ein Buch zur Hand zu nehmen, das er früher bei einem seiner jahrelangen Einsätze hat „mitgehen lassen“. – Er fängt an zu lesen und beginnt dabei immer mehr an seinem derzeitigen Leben zu zweifeln.

Eines Tages kommt Clarisse nicht mehr wieder. Sie ist unauffindbar. Es heißt, sie sei tot und wäre von einem dieser beliebten Hochgeschwindigkeitsautos – vermutlich absichtlich - überfahren worden. Ihre Familie ist daraufhin fortgezogen.

Seine Arbeit macht ihm kaum mehr Spaß, und gedanklich entfernt er sich immer mehr von seinem Staat, und bald erkennt er, dass es sich dabei um ein unmenschlich-totalitäres Schreckensregime handelt. Die Gesellschaft ist durch Manipulation apathisch und mitleidlos gemacht worden.

Kritiker werden übers Fernsehen öffentlich denunziert und der Staat bestraft Regimegegner gnadenlos durch Bücherverbrennungen und Einäscherung ihrer Häuser. Über die Feuerwehr und den „Mechanischen Hund“ (eine künstliche Lebensform mit Polizeivollmachten) werden Verfolgungsjagden gestartet, die auch mit Hinrichtungen enden können.

Montag ist auf der Suche nach Orientierung und trifft eines Tages in einem Park einen alten Mann namens Faber. Mit diesem zusammen will er aktiv etwas gegen das Regime tun. Faber hat sich den Büchern verschrieben und unterstützt Montag als eine Art Lehrer.

Ein Ereignis, dass ihn nicht nur gedanklich, sondern auch von seinem Gemüt her stark berührt, ist der Auftrag, eine alte Frau, die immer noch dem „perfiden Bücherglauben“ nachhängt, zu liquidieren, indem ihr zuerst alle Bücher weggenommen werden sollen, um diese dann mit 451 Grad Fahrenheit samt ihrem Haus zu verbrennen. – Unter diesem Druck wählt sie den Freitod und zündet es selbst an.

Zu diesem Zeitpunkt, als ihm seine Frau kurz vorher den Tod von Clarisse mitgeteilt hatte, quälen Montag Gedanken sich auch das Leben zu nehmen. Nach dem Selbstmord der Alten bleibt Guy morgens von der Arbeit fern, doch sein Vorgesetzter Beatty kommt ihn besuchen. Er ist gebildet und sehr gut über alles informiert und versteht sich auch auf die „Geschichte der Bücher“. Er will ihn wieder aufrichten und beginnt einen Monolog. Dabei sagt er, was er von ihm halte. Er findet ihn eigentlich ganz in Ordnung, verschweigt aber, dass er auch eine kleine Portion Misstrauen hegt.

Nachdem Beatty sich verabschiedet hat, geht Montag in den Flur und holt mehrere Bücher hinter einer Klappe hervor. Mildred weiß davon, und er nötigt sie, diese mit ihm gemeinsam zu lesen, obwohl es verboten ist.

Beim nächsten Alarm hält der Wagen der Feuerwehr vor Montags Haus. Beatty ist überraschend zurückgekehrt und stellt Montag zur Rede. Dabei ergibt sich, dass seine eigene Frau ihn verraten hat. Die Staatsmacht betrachtet ihn jetzt als Rebellen und will ihn bekämpfen. – Als er gestellt wird, soll er die Bücher und sein eigenes Haus verbrennen, richtet aber den Flammenwerfer gegen seinen Vorgesetzten Beatty, den er dabei tötet. Nun setzt seine Verfolgung ein, und auch der „Mechanische Hund“ ist hinter ihm her.

Als er über einen Fluss in das Nachbarland fliehen kann, ist er vor Verfolgung durch das Regime sicher. Schließlich sieht er ein Feuer und Menschen, die darum stehen und sich wärmen. Sie sind allesamt „Literaten“, eine Gruppe von Dissidenten, denen er sich anschließt.

Granger , ein belesener Mann und erklärter „Staatsfeind“, der zwischenzeitlich wesentlich zu Montags Gewissensbildung beigetragen hat, ist der Anführer dieser Leute. Er hat Montag sofort in die Gruppe integriert, und beginnt eine Freundschaft mit ihm. Er erzählt Montag, dass jeder der Literaten ein Buch gelesen und es auswendig gelernt hat, damit die Literatur nicht vergessen wird.

Die Geschichte endet mit der Bombardierung von Montags Heimatstadt. Bei einem atomaren Angriff ist am Ende dieser Erdteil völlig zerstört. Für Montag ist das aber nicht der Abschluss seines Lebens, sondern es gibt einen Neubeginn im Land hinter den Wäldern.

Damit kann ich nun in die Klausur gehen. Deutlich ausführlicher und besser als die Anderen im Internet.

Danke!

 

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