Hitlerputsch Zusammenfassung

 
Der sogenannte „Hitlerputsch“ stellt den vergeblichen Versuch Adolf Hitlers am 8. und 9
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. November 1923 dar, die Regierungen Bayerns und des Reiches für abgesetzt zu erklären und die Macht an sich zu reißen.

Historische Einordnung

Nach dem ersten Weltkrieg gewannen in Deutschland nationalistische Bewegungen an Nährboden. Mit dem Abbruch des von Altreichskanzler Cuno initiierten „passiven Widerstands“ gegen die französische Besetzung brachte Gustav Stresemann im Jahr 1923 die bayerische Regierung gegen sich auf, die im Land den Ausnahmezustand erklärte, die Außerkraftsetzung der Grundrechte veranlasste und Gustav von Kahr in das Amt des Generalstaatskommissars einsetzte. Dieser plante, von Bayern aus in Berlin eine nationale Diktatur auszurufen.

Als der Kommandeur der bayerischen Reichswehrdivision, Otto von Lossow, aufgrund seiner Weigerung, das Verbot des „Völkischen Beobachters“ durchzusetzen, seines Amtes enthoben wurde, unterstellte dieser seine Division allein seinem Befehl und ließ sie auf seine Regierung und Bayern vereidigen, was den Bruch mit der Weimarer Republik darstellte.

8. November 1923 Hitler, der seinen Putsch eigentlich für den 29. September 1923 geplant hatte, wartete stattdessen ab, um die genannten Entwicklungen zu seinem Vorteil zu nutzen und Bayern zur Absetzung der Reichsregierung zu bringen.

Nachdem er am 30. Oktober im Zirkus Krone erfolglos zum Aufstand aufgerufen hatte, nutzte Hitler eine am 8. November um 20 Uhr von von Kahr einberufene nationalistische Versammlung im Bürgerbräukeller, um den Ausbruch der „nationalen Revolution“ zu erklären. Er betrat eine halbe Stunde nach Beginn der Veranstaltung den Saal, gewann die Aufmerksamkeit der Menge durch einen Pistolenschuss in die Decke und warnte, das Gebäude sei von der SA umstellt.

Daraufhin brachte er von Kahr, von Lossow sowie den ebenfalls anwesenden Kommandeur der bayerischen Polizei Hans von Seißer in einem Nebenraum auf seine Seite. Die drei versprachen ihm ihre Unterstützung zum umgehenden Aufstand und riefen die Anwesenden im Saal auf, ihn ebenfalls zu unterstützen.

9. November 1923 Mussolinis Marsch auf Rom sollte als Vorbild dienen, mit den stehenden Wehrverbänden nach Berlin zu ziehen und dort die Regierungsgewalt an sich zu reißen. Obwohl gegen 3 Uhr nachts von Kahr im Radio sein – angeblich durch Erpressung entwundenes – Versprechen zur Unterstützung für nichtig und die NSDAP sowie die Bünde Reichskriegsflagge und Oberland für aufgelöst erklärte, wurde am 9. November die Putschbewegung in den Straßen Münchens für siegreich erklärt.

Zunächst besetzte Ernst Röhm mit Hilfe von 400 Anhängern das Wehrkreiskommando, welches daraufhin von Reichswehr- und Landespolizeiverbänden attackiert wurde. Auf beiden Seiten fielen zwei Männer, bis am Mittag ein Waffenstillstand von zwei Stunden Dauer ausgehandelt wurde.

Zu dieser Zeit marschierte Hitler mit seinen Anhängern, darunter Erich Ludendorff, vom Bürgerbräukeller in Richtung Marienplatz, wobei der Zug an der Ludwigsbrücke eine Abteilung der Landespolizei entwaffnete. Durch die Wein- und die Theatinerstraße zog Hitler weiter zum Odeonsplatz in der Nähe des von Röhm besetzten Wehrkreiskommandos.

Da er den Befehl erhalten hatte, das Heraustreten der Truppen Hitlers auf den Odeonsplatz zu unterbinden, riegelte der Kommandant der Landespolizei, Michael Freiherr von Godin, ihn mit Hilfe von 130 durch Artillerie unterstützte Polizisten ab.

In einem Ausweichmanöver durch Perusastraße und Residenzstraße konnte der Zug unter Ludendorff die Absperrkette des ersten Zuges der Landespolizei durchbrechen.

Um 12.45 Uhr fielen die ersten Schüsse – unter Umständen, die bis heute ungeklärt sind. In weniger als einer Minute starben 16 Putschisten, vier Polizisten und ein Passant. Eine große Zahl Verwundeter wurde in das Universitätsklinikum eingeliefert. Ludendorff konnte sofort festgenommen werden, Hitler erst einige Tage später. Die NSDAP wurde im gesamten Reich verboten.

Folgen des Putsches

Wurde Hitler 1924 vor dem Volksgericht München des Hochverrats angeklagt, schaffte er es durch seine Wortgewandtheit, sich als Opfer und Ankläger darzustellen und die Kriegsniederlage als Aufforderung zum Putsch auszulegen.

So verurteilte das Gericht Hitler zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und lehnte eine Ausweisung als verurteilten Ausländer ab. Wegen guter Führung wurde er allerdings schon nach neun Monaten entlassen.

Das NS-Regime stilisierte den Hitlerputsch im Nachhinein zu einer heldenhaften Niederlage; am 1. März 1939 wurde der 9. November als „Gedenktag für die Bewegung“ zum staatlichen Feiertag erklärt.



Dankeschön ;)

 

Prima! Kann man echt gut verstehen.

 

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