Zusammenfassung der Nachkriegszeit

 
Vom heißen zum kalten Krieg- die Welt 1945- 1949

Mit der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945 ist das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte, der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg, offiziell beendet. Doch schon kurz darauf kristallisieren sich neue Fronten heraus: die Westalliierten USA, England, Frankreich auf der einen und die UdSSR auf der anderen Seite. Der heiße Krieg ist vorbei, der kalte Krieg beginnt.

Neben den Fragen nach der Schuld, der Bestrafung und dem Kriegsschadenausgleich müssen die Alliierten nun auch entscheiden, wie mit dem besiegten Deutschland umgegangen werden soll. Dabei ist sich die Anti-Hitler-Koalition, bestehend aus den USA, der Sowjetunion und England, auf Konferenzen während Krieges einig, dass das Deutsche Reich als Einheit eine zu große Bedrohung darstellt und deshalb aufgeteilt werden soll.

Nach Kriegsende wird das deutsche Territorium in Besatzungszonen eingeteilt
(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
. Jeder der vier Alliierten übernimmt die Kontrolle eines dieser Sektoren. Auch Berlin wird unter ihnen aufgeteilt.

Trotzdem soll eine übergeordnete Regierung bestehen bleiben. So bilden die Oberbefehlshaber der Siegermächte am 5.6.1945 den ,,Alliierten Kontrollrat", der über Entscheidungen berät, die ganz Deutschland betreffen. Doch diese Einigkeit soll bald in Verfolgung persönlicher Interessen umschlagen.

Vom 17. Juli bis 2. August 1945 tagen J. Stalin (UdSSR), H. Truman (USA) und W. Churchill und nach dem dieser die Wahl verloren hatte C. Attlee (England), die Repräsentanten der drei Hauptalliierten, auf der Potsdamer Konferenz, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Das Ergebnis wird das Potsdamer Abkommen genannt.

Wichtige Beschlüsse daraus sind die sogenannten fünf D's:

  • Denazifizierung
  • Dezentralisierung
  • Demontage
  • Demokratisierung und
  • Demilitarisierung.

Diese Punkte hat jede Besatzungszone durchzusetzen, jedoch jede in ihrem Ermessen. Eine weitere Bestimmung ist die Westverschiebung Polens an bis zur Oder-Neiße-Linie.

Nach und nach stellt sich heraus, dass die Westmächte komplett andere wirtschaftliche und politische Ziele verfolgen als die konträre UdSSR. Freie Marktwirtschaft und Demokratie sind die Westkonzepte, wohingegen der Osten Planwirtschaft und den Kommunismus festigen und expandieren will. Gemäß diesen entgegengesetzten Ideologien werden die Beschlüsse des Potsdamer Abkommens in den verschiedenen Besatzungszonen durchgesetzt.

Die einstige Einigkeit der Alliierten wendet sich zum gegenseitigen Misstrauen und Verleumdung. Imperialismus und Unterdrückung wird dem Westen und Expansionspolitik sowie Abschottung wird dem Osten vorgeworfen.

Ab 1947 wird dieser Ost-West-Konflikt schließlich öffentlich ausgetragen. Zum 1. Januar des Jahres vereinen England und die USA ihre Besatzungszonen zur Bizone. Die USA verfolgt die sogenannte Containment- oder Eindämmungspolitik, die die Ausbreitung des Kommunismus aufhalten soll.

Der amerikanische Präsident sichert allen Ländern Schutz zu, die sich von kommunistischer Seite bedroht fühlen. Dies wird in der Truman-Doktrin festgehalten. Darauf folgt am 5. Juni 1947 der Marshall-Plan, welcher westlich gesinnte Staaten auch finanziell unterstützt. Mit Ländern, die mit dem Osten kooperieren, wird der Handel abgebrochen. Frankreich schließt seine Besatzungssektor 1948 der Bizone an. Im März desselben Jahres verlässt die UdSSR den Alliierten Kontrollrat, womit dieser seine Funktion verliert.

Als die Westalliierten in ihren Besatzungszonen am 21. Juni 1948 auch noch eine Währungsreform durchführen, sind die Fronten endgültig verhärtet. Die Reaktion der UdSSR auf die Einführung der Deutschen Mark in den westlichen Besatzungszonen ist ebenfalls eine Währungsreform sowie die Sperrung aller Westberliner Versorgungswege an Land und der Wasserwege. Daraufhin errichten England und Amerika zusammen eine Luftbrücke, die die Berliner Bevölkerung mit Gütern versorgt.

Am 12. Mai 1949 veranlasst Stalin letztendlich die Aufhebung der Blockade.

Nach all der Provokation ist es nur eine Frage der Zeit, bis Deutschland endgültig geteilt wird. Am 23. Mai 1949 ist es dann so weit: Die Bundesrepublik Deutschland wird aus den drei westlichen Besatzungszonen gegründet. Nur wenige Monate später, am 7. Oktober 1949, tritt die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik nach russischem Vorbild in Kraft.

Für die deutsche Bevölkerung sind die Jahre 1945-1949 eine schwere Zeit. Statt sich vom Krieg erholen zu können, wird ihr Land zum Spielball zweier verfeindeter Großmächte. Zudem kommen Hungers- und Unterkunftsnöte, Wiederaufbauarbeiten und Armut.

Was als gemeinsames Ziel begann, nämlich die Niederschlagung des Hitlerregimes, spaltet die Welt innerhalb von fünf Jahren entzwei. Verbündete stehen sich nun als Feinde gegenüber und sind allzeit bereit einen neuen heißen Krieg auszufechten.

Vielen Dank für die klasse Zusammenfassung. Von sowas sollte es mehr geben!:)

 

Eine tolle Zusammenfassung. Auf den Punkt, nur die wichtigsten Daten, klare Zusammenhänge. Hilft mir sehr!

 

sehr gut zusammengefasst

 

Ich habe morgen meine Abitur Prüfung im Fach Geschichte und die Zusammenfassung hat mir wirklich sehr geholfen! Das Wichtigste in einem kurzen Text. Super! Vielen Dank

 

Zeig deine Zusammenfassung

Mach jetzt mit und teile deine Zusammenfassung online.
»Mehr
Diese Website durchsuchen:

Neueste Kommentare