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Das Leben des Galilei Zusammenfassung
...t Brechts Schauspiel "Das Leben des Galilei" spielt ab Beginn des 17. Jahrhunderts in Italien. Die Geschichte handelt von dem Wissenschaftler Galileo ... ...ensatz zum ptolemäischen Weltsystem steht. Laut dem kopernikanischen, auch heliozentrisches Weltsystem genannt, ist die Sonne der Mittelpunkt der zirkulierenden Planetbahn, wonach sich die Erde um die eigene Achse dreht und ihrerseits vom Mond umkreist wird.
Das damals gängig ptolemäische System besagt jedoch, dass die Erde den Mittelpunkt der Umlaufbahn darstellt. Zu Galileis Zeiten ist diese Vorstellung allgegenläufig, da sie mit den Lehren des Aristoteles und den Aussagen der Bibel übereinstimmen.
Italien wird zu Zeiten Galileis von Kirche und Religion beherrscht, sowohl im alltäglichen Leben, als auch an Schulen. Die Religion steht dabei mit wissenschaftlichen Erkenntnissen im Konflikt, welches sich ebenfalls in Brechts Schauspiel äußert.
"Das Leben des Galilei" besteht insgesamt aus 15 Szenen.
Zu Beginn des Schauspiels befindet sich der Wissenschaftler Galileo Galilei in seinem Studierzimmer in Padua. Er unterricht Mathematik an der gleichnamigen Universität zu Padua. Gemeinsam mit Andrea Sarti, dem Sohn seiner Haushälterin, unterhält er sich über die Wissenschaft. Der Gelehrte erklärt seinem jungen Schüler das kopernikanische Weltbild und beteuert, dass es stets neue Dinge zu entdecken und zu erforschen gibt. Da sich Galileis Denken von jenem der Kirche entfernt, entfernt die Haushälterin ihren Sohn von dem Gelehrten und wirft ihm vor, Andrea über nicht kirchliche Dinge aufzuklären. Doch der Wissenschaftler ist sich keiner Schuld bewusst.
Weniger später trifft Ludovico Marsili, ein Schüler Galileis, ein und berichtet ihn von einer neuen Erfindung aus Holland: Dem Fernrohr. Galilei kopiert diese Erfindung und stellt seine Idee dem Kurator vor.
Gemeinsam mit seinem Freund Sagredo, schaut Galileo Galilei durch das Fernrohr . Sagredo sieht das Denken und Handeln seines Freundes kritisch, zeigt sich aber dennoch aufgeschlossen. Damit beweisen sie eines Nachts das kopernikanische Weltbild, jedoch wird die Entdeckung durch das Eintreffen eines holländischen Schiffes, welches mit Fernrohren beladen ist, nebensächlich. Galileis Schwindel fliegt auf.
Kurze Zeit später begibt sich der Gelehrte nach Florenz, wo er den Großherzog von Florenz von seiner Entdeckung bezüglich des Weltbildes überzeugen möchte. Doch Großherzog und Gelehrte sind keinesfalls bereit, durch das Fernrohr zu schauen und so bleibt Galileis Forschungsergebnis weiterhin ignoriert.
Selbst als die Pest in der italienischen Stadt ausbricht, forscht Galilei unbeirrt weiter. Er ist von seinen Annahmen stets fest überzeugt und möchte beweisen, dass sich das ptolemäische Weltsystem irrt. Zudem ist er fest entschlossen, nach Rom zu gehen um im Vatikan vorzusprechen. Dort wird sich zunächst über ihn lustig gemacht, jedoch nur solange, bis der höchste Astronom Galileis Entdeckungen bestätigt. Andrea Sarti ist dabei stets an seiner Seite und steht hinter den Forschungen Galileis.
Während eines Balles in Rom, führt Galilei dann ein Gespräch mit den Kardinälen Bellarmin und Barberini. Mit anwesend sind seine Tochter Virginia und deren Verlobter Ludovico Masserini. Es kommt zu einem Disput zwischen Galilei und den Geistlichen über die Astronomie. Auch erhält Galilei keine Chance, seine Entdeckungen an die Öffentlichkeit zu bringen, da die Inquisition Kopernikus als Ketzer darstellt.
Galilei unterhält sich mit dem kleinen Mönchen, wobei der Inhalt des Gespräches der Konflikt zwischen Kirche und Wissenschaft ist. Galilei eröffnet dem Mönchen, der sowohl an der Kirche als auch an der Wissenschaft zweifelt, dass er der Meinung ist, dem Menschen würden keine Freiheiten mehr in der Verbreitung ihrer Meinung zugeschrieben.
Acht Jahre später hat Galileo Galilei seine Forschungen bezüglich des Weltsystems zurückgezogen und befindet sich nun wieder in Florenz. Als seine Tochter Virginia die Hochzeit mit Ludovico vorbereitet, erfährt Galilei, dass der Papst im Sterben liegt und Barberini Nachfolger wird. In der Hoffnung, wieder etwas im Bezug auf die Wissenschaft erreichen zu können, reist Galilei bittet Galilei um eine Audienz, obwohl er stark erblindet ist. Danach wird er zur Inquisition nach Rom geordert. Der Inquisitor berichtet dem Papst von den negativen Einflüssen Galileis und seinem Buch, der "Discorsi", welche sich gegen die Kirche und den Glauben richtet.
Der Papst lässt die Schriften Galileis schlussendlich verbieten und der Gelehrte soll, wenn er weiter leben möchte, seine Lehren über das kopernikaniche Weltsystem berufen. Andrea ist enttäuscht und entsetzt über Galileis Verhalten.
Galilei ist bis zu seinem Lebensende ein Gefangener der Inquisition. Dennoch forscht er unentdeckt weiter. Als Andrea eines Tages zu Besuch kommt, händigt Galilei ihm seine versteckte "Discorsi" aus. Andrea verschwindet damit über die Grenze Italiens.
Das gesamte Schauspiel, jede einzelne Szene, ist im Dialog geschrieben. Dadurch kommen die unterschiedlichen Ansichten bezüglich der Wissenschaft und der Religion sehr gut zur Geltung. Der Konflikt zwischen Gelehrten und Gläubigen wird somit mehr als deutlich. Wegen seiner Aussagekräftigkeit wu...
Russische Revolution Zusammenfassung
...ls Russische Revolution von 1905 sind die revolutionären Unruhen gegen das zaristische Russland gemeint, die sich
1905 bis 1907 zugetragen haben. Die... ... 1905 zutrug, ausgelöst worden.
Der Auslöser der Revolution
Über Jahrhunderte herrscht eine konservative und autokratische Regierungsform in Russland, was seit dem neunzehnten Jahrhundert zu Aufständen gegen die Herrschaft des Zaren führt. Die Aufstände bleib... ...che Kaiserreich will von Problemen, die innenpolitisch brodelten, ablenken und verstrickt sich 1904 bis 1905 in einen Krieg mit Japan, der aber mit ei... ...ompletten Flotte bezahlen. Das Zarenreich verliert an Autorität nach innen und Prestige nach außen hin. Die Rezession verschlechtert die wirtschaftlic... ...eiten, weil die Exportmärkte zusammenbrechen. Zunächst in Sankt Petersburg und in Moskau, dann in vielen russischen Städten entsteht eine Bewegung, der sich Kommunisten, Anarchisten und Intellektuelle anschließen, und von Zar Alexander III. brutal verfolgt wird.
Unter dem Zaren Nikolaus II. sind Autokratie, Unterdrückung und Polizeiüberwachung an der Tagesordnung. Soziale Probleme wachsen weiter an und Unzufriedenheit macht sich in der Bevölkerung breit. Aufgrund des Autoritätsverlustes, der wirtschaftlichen Krise und der wachsenden Missstände kommen die unterschiedlichsten Gruppierungen zusammen, wie Bauern, Liberale, Sozialrevolutionäre und die sozialistische Arbeiterbewegung und stellen sich gegen das herrschende System.
Der Verlauf der Revolution
Die Forderungen der Bevölkerung nach Reformen sind von der Zarenregierung ignoriert worden, woraufhin Arbeiterführer zu Demonstrationen aufrufen. Am Petersburger Blutsonntag 9./22.01. 1905 soll in die Geschichte Russlands eingehen. Zehntausende Arbeiter marschieren unbewaffnet und friedlich Richtung Winterpalais, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen und einen Achtstundentag, bürgerliche Freiheiten, ein Parlament und wirtschaftliche Erleichterung durchzusetzen. Es soll ebenfalls eine Petition dem Zaren übergeben werden. Die russischen Truppen schießen unerwartet und grundlos in die Massen, als sich der Demonstrationszug vor dem Palast befindet. Die Regierung ordnet an, den Demonstrationszug nicht bis zum Winterpalais durchzulassen. Die Straßen füllen sich und verstopfen geradezu. Tausende Menschen werden von den Polizeiketten, die das Feuer eröffnen auseinandergetrieben, doch das dringende Verlangen die Wut auszudrücken sowie die Neugier und die Begeisterung, lassen die Massen weiter ihrem Ziel entgegenströmen. Durch die Kraft der Menschenmasse, die immer größer wird, sind die Menschen auf anderen Wegen zum Palast durchgekommen. Doch Hunderte von Kindern, Männern und Frauen verlieren an dem Tag ihr Leben. Die vielen Todesopfer unter den friedlichen Demonstranten löst eine Welle der Empörung aus, wodurch große Teile der Bevölkerung sich radikalisieren und mobilisieren.
Die Zarenregierung reagiert mit Enteignungen von Ackerland, woraufhin in den Städten Arbeiterstreiks folgen. Der Eisenbahnstreik, der 1905 im Oktober stattfindet und die Meutereien der Flotte sowie dem Panzerkreuzer Potemkin sind die Höhepunkte der Revolution. Auf einem Generalstreik, den die zaristischen Truppen niederschlagen, wird ein Blutbad angerichtet. Lenin sagt einen bedingungslosen Kampf gegen die Zarenregierung an, der wieder niedergeschlagen wird, woraufhin Lenin ins Exil zurückkehren muss. Doch während der anhaltenden revolutionären Aktionen verliert die Regierung immer mehr die Kontrolle, wobei die Arbeiterstreikbewegung die einflussreichste Kraft der Revolution darstellt. Es entsteht zum ersten Mal ein politisches Leben in Russland in der Öffentlichkeit.
Die Folgen der Revolution
Dem Zaren wird klar, dass eine große Unzufriedenheit im Land herrscht und versucht trotz der einstweilen niedergeschlagenen Revolution sich taktisch zu verhalten und das Oktobermanifest dem Volk Nahe zu bringen, indem er Freiheitsrechte, eine Versammlung von Volksvertretern, die vom Volk gewählt werden können, verspricht. Allerdings nur so lange, bis er sich sicher ist, dass er militärisch überlegen ist. Der Zar erreicht durch das Oktobermanifest vorerst, das sich die Oppositionsgruppen spalten und das bis auf Weiteres die Revolution einschläft. Das Militär kann die alte Ordnung mit Gewalt wiederherstellen. Die Volksversammlung wird nur zum Schein gebildet, denn der Zar regiert immer noch im Hintergrund und hat bei allen Entscheidungen der Volksversammlungen ein Vetorecht.
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Odyssee Zusammenfassung
...e Odyssee ist eines der wichtigsten epischen Werke der griechischen Antike und wird - wie die Ilias - dem Dichter Homer zugeschrieben, welcher sie im späten 8. Jahrhundert v. Chr. niedergeschrieben haben soll.
In 24 Gesängen wird von der Rückkehr des Heldes Odysseus nach dem Trojanischen Krieg zu seiner Heimatinsel Ithaka erzählt, wo er König ist. Die Handlung spielt sich in mythischer Vorzeit vor dem Hintergrund der griechischen Götterwelt ab.
Die Götter - und allen voran ihr König Zeus - leben auf dem Olymp und bestimmen aktiv das Leben der Menschen, wobei es auch möglich ist, dass sie in menschlicher Gestalt auf der Erde erscheinen.
Ausgangspunkt der Handlung ist das Ende des zehnjähriegen Trojanischen Krieges, bei dem viele große Helden den Tod gefunden haben. Odysseus aber, der Sohn des Laertes, überlebt den Krieg und tut sich dort als Held hervor, indem er unter anderem die kampfesmüden Archaier davon abhält, den Krieg aufzugeben und sie dazu bewegt, bis zum Siege durchzuhalten.
Während Odysseus von der Nymphe Kalypso, die ihn liebt, auf ihrer Insel festgehalten wird, verbleiben seine Frau Penelope und sein Sohn Telemachos auf Ithaka. Odysseus bleibt aber in seinen Gedanken stets bei seiner Heimat und seiner Familie. Nach siebenjähriger Gefangenschaft bei Kalypso beschließen die Götter endlich, Odysseus heimkehren zu lassen. Währenddessen reist Athene nach Ithaka, um Telemachos dazu zu bewegen, seinen Vater zu suchen und die Freier, die im Hause des Odysseus schwelgende Feste feiern, zu vertreiben.
Telemachos fährt inkognito nach Pylos und Sparta und erfährt dort durch Menelaos, dass geweissagt worden sei, Odysseus würde durch Kalypso gefangengehalten werden. Die Freier auf Ithaka beschliessen indessen, Telemachos umzubringen. Athene kann dies aber verhindern, indem sie Penelope warnt.
Zwischenzeitlich konnte Odysseus die Insel der Kalypso mit einem Floß verlassen, erleidet jedoch Schiffbruch, da Poseidon ihm Sturm sendet. Eine andere Göttin rettet ihn, wodurch er auf die Insel der Phäaken verschlagen wird. Wieder sorgt Athene für seine Rettung, indem sie ihm die Tochter des Königs der Phäaken sendet, welche ihn pflegt und ihm Kleidung bringt. Im Palaste des Phäakenkönigs Alkinoos wird Odysseus freundlich aufgenommen und erzählt dort seine Geschichte, nachdem er auf einem Gastmahl vom Lied eines Sängers über den Trojanischen Krieg zu Tränen gerührt wurde. In einer Rückschau berichtet er von den Erlebnissen während seiner Irrfahrten, nachdem er Troja verlassen hat.
Auf der Seereise zur Heimat Ithaka mit 12 Schiffen lauert die erste große Gefahr bei den Kikonen, die die Ithaker nach ihrem Überfall in die Flucht schlagen. Bei der Schlacht verlieren die Schiffe des Odysseus die ersten 72 Männer. Durch einen erneuten Sturm treiben die Schiffe 9 Tage, die Besatzung wird weit über die Südspitze des Peleponnes verschlagen und landet bei den Lotophagen. Dort gastfreundlich aufgenommen bekommen die Männer Lotus zu kosten, eine honigsüße, zauberhafte Speise. Die Mannschaft vergisst im Rausch Heimat und Ziel der Reise;
Odysseus muss die weinenden Männer unter den Bänken der Schiffe binden, um sie zur Weiterfahrt zu zwingen. Darauf landen sie bei den Kyklopen, ein Volk gesetzloser, einäugiger Riesen, die jeweils allein leben. Dort treffen sie auf den grauenhaften Polyphem, der die Männer gefangenhält und sogar einige verspeist. Der kluge Odysseus schafft es aber, den Kyklopen zu besiegen, indem er ihn betrunken macht und blendet. Der wütende Polyphem ist aber der Sohn des Poseidon, weshalb Odysseus sich den Gott zum Feind macht.
Die nächste große Gefahr lauert auf der Insel der Lästrygonen, einem Volk menschenfressender Riesen. Odysseus verliert 11 der 12 Schiffe. Knapp dem Untergang entgangen landet Odysseus mit dem Rest seiner Mannschaft auf der Insel Ääa, wo die Zauberin Kirke lebt. Diese verwandelt die Hälfte der Männer durch ein Gift in Schweine, als sie ihnen ein reichhaltiges Mahl auftischt.
Odysseus selbst schafft es aber durch Hermes Hilfe, dem Zauber zu entgehen, seine Mannschaft zu retten und die Liebe der Kirke zu gewinnen. Nach einem Jahr verlässt er die Insel, unter der Bedingung, in die Unterwelt zu reisen, und den Seher Teiresias nach seinem Schicksal zu befragen. In der Unterwelt trifft er seine tote Mutter und Gefährten, die bei Troja gefallen waren.
Auf dem Weg nach Ithaka werden Odysseus und seine Mannschaft noch von den Sirenen und zwei grauenhaften Seeungeheuern aufgehalten. Durch die Klugheit des Odysseus wird der Rest der Mannschaft jedesmal gerettet. Anschließend landen sie auf der Insel des Sonnengottes Helios und verspeisen dessen Rinder, da sie sehr ausgehungert sind. Zur Strafe dafür schickt dieser einen Sturm, wobei die komplette Mannschaft stirbt und Odysseus allein bei der Nymphe Kalypso landet.
Nachdem Odysseus bei den Phäaken seine gesamte Geschichte innerhalb von zwei Nächten erzählt hat, sorgen diese für seine sichere Heimfahrt nach Ithaka. Penelope hat es geschafft, die gierigen Freier 10 Jahre von sich fernzuhalten. Den von der langen Seereise gealterten Odysseus erkennt sie aber nicht wieder. Doch er schafft es, Penelope von seiner Identität zu überzeugen, indem er das gemeinsame Ehebett beschreibt.
Die Odysse ist durch die zwei parallel laufenden Handlungsstränge, den Einsatz von Rückschau und Erzählrahmen sowie den einzigartigen Sprachstil ein stilistisches Meisterwerk, welches auch noch heutige Leser fesseln kann. Über den Ursprung dieses Epos wird viel debattiert; es wird vermutet, dass es aus dem antiken Bardentum singender Erzähler stammt, die die Geschichte von Generation zu Generation verbreitet haben und erst viel später verschriftlicht wurde.
Odysseus Zusammenfassung Sehr gut...
King Lear Zusammenfassung
...
Hintergründe
King Lear ist eine 1605 entstandene Tragödie, verfasst von William Shakespeare. Wie viele Werke des Autors ist auch dieses tragische ... ...den Shakespeare'schen Tragödien steht immer der Mensch in all seinen guten und schlechten Eigenschaften im Mittelpunkt.
Der besseren Bühnenwirksamke... ...net Shakespeare seine Charaktere üblicherweise ins Drastische, so dass Gut und Böse meist klar voneinander abgrenzbar sind.
Dennoch bleiben die Protagonisten in ihren Verhaltensweisen komplex, und es sind daher oft zusätzlich ungünstige Verkettungen notwendig, um letztli... ...nfassung des Inhalts
Der englische König Lear ist in die Jahre gekommen und sehnt sich nach einem ruhigen und friedlichen Lebensabend, ohne dabei die Last des Regierens weiter tragen zu müssen. Aus diesem Grunde entschließt er sich, die Regierungsarbeit auf jede seiner drei Töchter zu übertragen, in dem er das Land in drei Teile zerlegt. Der größte Teil jedoch verbunden mit der größten Macht soll an diejenige übergehen, die ihm als Vater am nächsten steht. Er wähnt daher im Voraus seine jüngste Tochter Cordelia als Gewinnerin eines "Liebestests", da sie ihm stets als am stärksten zugetan erschienen ist.
Doch der Test endet anders als erwartet, denn während ihre älteren Schwestern Goneril und Regan den Vater mit süßlichen Worten umgarnen, beteuert die aufrichtige Cordelia die Liebe zum Vater ohne Schnörkeleien genau so, wie sie sie auch tatsächlich empfindet: So, wie eine Tochter ihren Vater zu lieben habe, so und nicht mehr und nicht weniger liebe auch sie ihren königlichen Vater. Dies missversteht König Lear als zu schwache Liebesbeteuerung.
Enttäuscht enterbt er Cordelia und teilt das ihr zugedachte Land unter ihren älteren Schwestern auf. Die nun mittellose Cordelia heiratet daraufhin den französischen König, der ihr auch ohne königliche Besitztümer liebevoll zugeneigt ist.
Von seinen Töchtern Goneril und Regan erbittet der König im Gegenzug für die großzügige Überlassung seines Reiches die finanziellen Mittel, um seinen Ruhestand angemessen verleben zu können und außerdem eine Schutzarmee, die aus einhundert Rittern bestehen soll.
Schon bald zeigen die eigensüchtigen Töchter jedoch ihre wahren Gesichter und sprechen dem Vater nicht nur die zugesagten Ritter, sondern gleich alle Bediensteten ab.
Der verstoßene König zieht mit den ihm verbliebenen beiden Getreuen ins Land hinaus Richtung Dover, wo er sich Sicherheit erhoffen kann. Begleitet wird er dabei nur von einem Narren und dem Grafen von Kent, der sich jedoch unkenntlich gemacht hat, da der König ihn zuvor aufgrund der von ihm geäußerten Kritik zum Umgang mit der jüngsten Tochter Cordelia verbannt hat. In einem Sturm verliert er jedoch seine beiden treuen Gefährten und verirrt sich.
Einsam und verzweifelt kommt er dem Wahnsinn immer näher, während er verloren durch die ostenglische Heide irrt.
Die Erkenntnis der wahren Beschaffenheit des Mensch-Seins überkommt ihn schließlich, als er dort dem beinahe nackten Lord of Bedlam begegnet und erstmals in dem Menschen an sich nichts mehr begreift als ein nacktes Tier.
In einem parallelen Handlungsstrang wird von dem Grafen von Gloucester berichtet, der zwei Söhne hat, den ehelich geborenen Edgar und den unehelich geborenen Edmund.
Edmund intrigiert gegen seinen Bruder Edgar, indem er den Vater Glauben macht, dieser habe ihn ermorden wollen. Etwa zur gleichen Zeit erfährt der Graf von der Verstoßung und dem Komplott gegen König Lear, dem er zu Hilfe eilen möchte.
Jedoch wird er unterdessen von den älteren Königs-Töchtern Goneril und Regan, zudem von Cornwell, dem Ehemann Regans, gefangen gesetzt. Um den Grafen für seine Königstreue zu bestrafen, wird er von Cornwell und Regan brutal geblendet.
Erst danach erfährt der Graf durch Regan, dass die Anschuldigungen gegen seinen ehelichen Sohn erlogen waren.
In der ostenglichen Heide schließlich trifft auch Gloucester auf den Lord of Bedlam, bei dem es sich in Wirklichkeit um seinen ehelichen Sohn Edgar handelt, ohne ihn als solchen zu erkennen. Edgar begleitet ihn nach Dover, wo er einen Selbstmordversuch seines Vaters vereitelt.
Inzwischen trifft Cordelia zusammen mit einem französischen Heer in England ein, um die Streitigkeiten um die Macht zugunsten ihres Vaters zu beenden. Doch ihr Heer wird von englischen Truppen unter Edmunds Führung besiegt. Lear und Cordelia werden gefangen genommen und sollen laut eines Befehls Edmunds und dem Willen der älteren Königstöchter hingerichtet werden. Doch andere Ereignisse verhindern dies zunächst:
Goneril tötet ihre jüngere Schwester Regan mithilfe eines Giftes, um anschließend Selbstmord zu begehen. In einem Zweikampf wird Edmund zudem von Edgar besiegt. Dennoch gelingt es nicht mehr, die Hinrichtung Cordelias zu verhindern.
Der vor Gram gebeugte Lear, der nun das wahre Wesen der Menschen erkennt, stirbt kurz darauf. Ob Edgar die Regierungsgeschäfte des Königs schließlich übernimmt, wird nicht weiter berichtet.
Wirkung des Stücks
In der damaligen Zeit erfreute sich diese Tragödie im Gegensatz zu anderen bekannten werken Shakespeares keiner allzu großen Beliebtheit. Aus diesem Grunde hat Nahum Tate 1681 den Erzählstrang abgewandelt. Die Version, in der Edgar und Cordelia als Liebespaar das Land wieder zur vollen Blüte führen, ist ein großer Erfolg.
Doch Shakespeares Original- Werk wurde auch in späteren Jahrhunderten kritisiert, zum Beispiel durch Tolstoi, der den Protagonisten des Kön...
Zusammenfassung Ins Nordlicht blicken
...ufmerksam.
Cornelia Franz erzählt von einer Insel, die immer grüner wird und deren Eispanzer stetig schmilzt und auch darüber, was das mit den hier lebenden Menschen macht. Deshalb ist "Ins Nordlicht blicken" gleichzeitig auch eine Geschichte über die innere Kälte und Einsamkeit, die gerade junge Menschen heute immer häufiger spüren.
Der Roman beginnt damit, dass im Jahr 2020 ein junger Mann mit Namen Jonathan Querido mit einem Kreuzfahrtschiff von Hamburg nach Grönland fährt und auf dieser Fahrt Shary Enekson begegnet. Die junge Frau ist Grönländerin und lebt seit ihrem vierten Lebensjahr in Kopenhagen. Sie kehrt in ihre alte Heimat zurück, die sie nicht wiedererkennt, weil der Klimawandel Grönland total verändert hat.
Das Inlandeis ist weitgehend geschmolzen und hat viele Bodenschätze freigelegt. Der Tourismus boomt und fremde Investoren tummeln sich im Land. Gleichzeitig damit sind viele asiatische und amerikanische Küstenstädte vom Meer verschlungen worden, auch New York existiert nicht mehr.
In Nuuk, der grönländischen Hauptstadt entdeckt Jonathan auf einem alten Friedhof ein Grab mit dem Namen Pakkutaq Wildhausen und ist tief erschüttert. Shari glaubt, dass es sich um das Grab eines seiner Freunde handelt. Er lässt sie in dem Glauben.
In einem zweiten Handlungsstrang wird die Geschichte von Pakkutaq, genannt Pakku erzählt. Seine Mutter, eine Inuk stirbt kurz nach seiner Geburt und sein deutscher Vater Peter Wildhausen ist ein haltloser Alkoholiker.
Pakku wächst bei der deutschen Großmutter auf, kommt aber mit 9 Jahren nach Grönland zurück. Der Vater hat verrückte Pläne, will zum Beispiel mit Pakku zusammen die kommende Erderwärmung nutzen und eine große Bienenzucht aufbauen.
Pakku dagegen arbeitet derweil als Krabbenpuler in einer illegalen Fischfabrik und träumt davon, das trostlose Zuhause abzuschütteln und Grönland zu verlassen. In seiner Freizeit spielt er leidenschaftlich im Internet Backgammon und verabredet sich mit einem Spielpartner in Hamburg.
Er schmuggelt sich als blinder Passagier auf ein Kreuzfahrtschiff, wird aber dort von dem philippinischen Matrosen Jonathan Querido entdeckt. Um nicht aufzufliegen, tötet Pakku den Philippini und nimmt dessen Intentität an.
In Hamburg angekommen begegnet er Lloyd, einem sehr erfolgreichen Architekten, der zum väterlichen Freund wird. In Lloyds Bildhauer-Atelier lernt Pakku Steine zu bearbeiten. Seine Vergangenheit blendet er aus doch das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Lloyd hat einen Privatdetektiv beauftragt, die Geschichte des Jungen zu ergründen und der findet heraus, dass Jonathan Querido in die Drogenszene verstrickt war.
Inzwischen ist Pakkus Vater Peter Wildhausen auf der Suche nach dem Sohn in Hamburg bei Lloyd aufgetaucht. Der glaubt nun, Peter wäre ein Verfolger von Jonathan aus dem Drogensumpf und um den jungen Mann zu retten, tötet er Peter.
Gleichzeitig schickt er den ahnungslosen Pakku auf eine Internatsschule zu einer Steinmetzausbildung.
In der Fortführung des ersten Handlungsstranges sucht 9 Jahre nach den Hamburger Ereignissen der vermeintliche Jonathan Querido die Strasse, in der sein Vater Peter lebte. Er findet sie nicht mehr, die bunten alten Holzhäuser haben Neubauten Platz gemacht.
Zusammen mit Shary fährt Jonathan in den Süden Grönlands, wo der Vater angeblich leben soll. Auf dieser Reise erfährt er nebenbei, dass es im südlichen Grönland tatsächlich eine florierende Honigproduktion gibt.
Er trifft auch einen Jugendfreund, der ihm erzählt, dass vor Jahren eine Leiche mit den Papieren von Pakku Wildhausen an den Strand gespült wurde und das Peter Wildhausen daraufhin nach Hamburg gefahren ist, weil er nicht an den Tod seines Sohnes glaubte.
Der Kreis schließt sich hier. Pakku kehrt zu dem Friedhof in Nuuk zurück, löscht die falsche Grabinschrift aus und schreibt die richtige auf den Stein. Er erzählt Shary die ganze Wahrheit und kehrt mit ihr mit dem Kreuzfahrtschiff nach Hamburg zurück.
"Ins Nordlicht blicken" ist ein Roman mit Spannung und Tiefgang, der den Leser lange nicht loslassen dürfte.
Das Buch thematisiert nicht nur die Problematik und Tragweite des Klimawandeles und ein denkbares Szenario der Zukunft, sondern auch über die Schwierigkeit sich selbst zu finden und des Erwachsenwerdens.
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Zusammenfassung Iphigenie auf Tauris
...Priesterin Iphigenie, die nicht fähig ist zu lügen, die Idee der Humanität und Goethes Bild eines
"reinen" Menschen. Das ausschließlich auf der Insel... ...ies Wege der Konfliktbewältigung durch ihr Vertrauen in die Menschlichkeit und ihr wahrhaftiges Wesen.
Iphigenie dient auf der Insel Tauris der Gött... ...sie vor dem Tod gerettet hat. Mit Sehnsucht muss sie stetig an ihre Heimat und Familie denken, allerdings halten sie Pflichtgefühl und Dankbarkeit gegenüber Diana auf Tauris.
Iphigenies Familie ist von dem ... ...chwester in die Heimat nach Griechenland bringt. Orest reist mit seinem Freund Pylades nach Griechenland, um dort die Statue der Diana, Schwester des Apoll, zu rauben. Jedoch werden sie bereits an der Küste der Insel von Soldaten des Königs Thoas gefangen genommen.
Thoas beabsichtigte Iphigenie zur Frau zu nehmen, diese lehnte jedoch ab. Zornig dadurch, führt Thoas erneut die Menschenopfer auf Tauris ein, welche er Iphigenie zu Liebe abgeschaffte und will diese gleich an den gestrandeten Orest und Pylades vollziehen. Zu diesem Zeitpunkt haben sich beide Iphigenie gegenüber noch nicht zu erkennen gegeben.
Iphigenie ist für die Ausführung der Opfergabe zuständig. Pylades spricht nun zu Iphigenie und gibt sich als Orests Bruder aus. Er berichtet ihr von Vorkommnissen in Griechenland und erzählt von den Morden innerhalb der Familie, wie der Ermordung ihres Vaters. Iphigenie ist tief berührt. Ihre Sehnsucht nach der Heimat ist stärker denn je. Folglich verspricht sie sich bei Diana für Orest einzusetzen.
Als Orest Iphigenies Leid sieht, enthüllt er seine wahre Identität und entscheidet sich somit für die Wahrheit und Aufrichtigkeit. Er akzeptiert seine Opferung als zwingende Folge des Fluches der auf ihm und seiner Familie lastet. Orest verfällt in Ohnmacht und hat die "Hadesvision", in denen er die verstorbenen Tantaliden sieht, die sich glücklich in der Unterwelt versöhnt haben. Orest ist nun von den Furien befreit.
Währenddessen versucht Pylades durch List und Lüge sich der Opferung zu entziehen und plant eine Flucht von Tauris mit Iphigenie und Orest und den Raub der Statue der Diana. Iphigenie plagen immer mehr Zweifel an ihrem Plan. Sie steht in einem inneren Konflikt, der aus Pflichgefühl ihrer Aufgaben als Priesterin der Insel und gegenüber Thoas, der eine Vaterfigur darstellt, besteht, sowie der Sehnsucht nach ihrer Heimat. Sie erinnert an das Lied der Parzen, das die Ohnmacht des Menschen und die Macht der Götter verdeutlicht.
Iphigenie kommt zu dem Schluss, ihr Verhalten, das auf Lug und Betrug beruht, nicht mit ihrem Wesen vereinbar sei und gesteht dem König ihre geplante Flucht und ihre Verwandtschaft zu Orest. Sie wählt den Weg der Wahrheit. Thoas ist zunächst zornig.
Währenddessen möchte Orest seine Flucht gewaltsam erzwingen. Iphigenie appelliert an der Humanität aller und besinnt sie zur Vernunft. Thoas gewährt allen freies Geleit und lässt Iphigenie und die anderen ziehen. Der Orakelspruch des Apoll erfüllt sich letztendlich -...
Die Verwandlung Zusammenfassung
...den zusammengefasst werden soll, gehört zu Kafkas wichtigsten
Erzählungen und wurde 1915 in der Zeitschrift „Die weißen Blätter“ und als Buch in der Reihe „Der jüngste Tag“ veröffentlicht.
Die Hauptfigur der Erzählung, Gregor Samsa, ist Handelsvertreter und Reisender. Er bemüht sich, fleißig und pünktlich zu sein, da seine gesamte Familie von seinem Gehalt lebt. Eines Tages jedoch stellt Gregor fest, dass er sich in einen Käfer verwandelt hat. Die Erzählung lässt sich in drei Teile gliedern. Im ersten Teil werden Gregor und seine Familie mit dessen Verwandlung konfrontiert. Im zweiten Teil wird beschrieben, wie sich die Verhältnisse innerhalb der Familie umkehren und Gregor immer mehr tierische Eigenschaften annimmt. Im dritten Teil spitzt sich die Situation zu: Gregor Samsa wird seiner Familie immer lästiger und stirbt zuletzt an einer ihm von seinem Vater zugefügten Verletzung.
Als Gregor aufwacht, realisiert er nur langsam, dass er jetzt ein Käfer ist. Zunächst bewegungslos, denkt er über seinen Beruf nach. Er würde gerne auf der Stelle kündigen. Die Abhängigkeit seiner Familie von seinem Verdienst jedoch zwingt ihn weiter, der ungeliebten Arbeit nachzugehen. Da er nicht zur gewohnten Zeit aus seinem Zimmer kommt, entschließt sich die Mutter, nach ihm zu sehen und ist entsetzt: Gregor krabbelt als Käfer auf dem Boden. Die Mutter schreit hilflos nach dem Vater, und dieser jagt Gregor mit Hilfe eines Stockes zurück in dessen Zimmer und schließt die Tür. Als jedoch im Verlauf des Tages ein Prokurist aus Gregors Firma erscheint, um sich nach dem sonst so pünktlichen Mitarbeiter zu erkundigen, weiß die Familie keine rechte Antwort auf die dringende Nachfrage des Mannes. Gregor, noch nicht an seinen Käferkörper gewöhnt, erscheint an der Tür und ruft auch im Prokuristen eine fatale Reaktion hervor – der Prokurist ergreift schockiert die Flucht.
Im zweiten Teil begreift die Familie, dass sie nun nicht mehr auf Gregors Verdienst zählen kann. Stattdessen ist Gregor jetzt auf die Unterstützung der Familie angewiesen. Seine Schwester bringt ihm Nahrung, jedoch nicht aus Großzügigkeit, sondern um Mutter und Vater zu beweisen, dass auch sie in der Lage ist, vieles zu leisten. Nachdem Gregor sich langsam an seinen tierischen Körper gewöhnt hat und seinem Bewegungsdrang nachgeht, indem er immer leichtfüßiger über den Boden oder die Decke krabbelt, schlägt seine Schwester vor, sämtliche Möbel aus seinem Zimmer zu entfernen. Sie behandelt Gregor wie ein Tier, während Gregor sich immer noch als Mensch wahrnimmt und hofft, sich in seine alte Form zurück zu verwandeln. Er versucht deshalb, sein Zimmer so zu bewahren, und als er ein Bild von einer „Dame im Pelz“ retten will, das seine Mutter gerade abhängt, deutet sie seine Annäherung als Angriff und fällt in Ohnmacht. Die Schwester verletzt ihn beim Versuch, ihn zu verscheuchen, und als der Vater nach Hause kommt und, über die Zustände verärgert, einen Apfel nach Gregor wirft, bleibt dieser in Gregors Panzer stecken und verletzt ihn schwer.
Im dritten Teil nun wird Gregor aufgrund seiner Verletzung immer schwächer. Er wird außerdem zunehmend von der Familie vernachlässigt und erhält kaum noch Nahrung. Die Familie hat sich Arbeit gesucht und Untermieter aufgenommen, weshalb Gregor nun völlig isoliert in seinem Zimmer ist, um niemanden zu verschrecken. Als er einmal dennoch aus seinem Zimmer kommt, die Untermieter ihn sehen und wegen der „unhygienischen Verhältnisse“ sofort kündigen, will die Schwester das Ungeziefer endgültig loswerden. Kurz darauf stirbt Gregor Samsa an seiner Verletzung. Sein Tod wird von der Familie nur beiläufig zur Kenntnis genommen. Sie plant lieber einen Ausflug ins Grüne, um die weitere, glückliche Zukunft zu planen.
Kafkas Erzählung wird in der Rezeptionsgeschichte häufig religiös oder auch psychologisch gedeutet, besonders in Hinblick auf sein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater wird gerne biographisch argumentiert. Es sind aber auch andere Ansätze, wie zum Beispiel ein soziologischer, denkbar. „Die Verwandlung“ gehört eindeutig zum Kanon der Weltliteratur und wird immer wieder aufs Neue gelesen und interpretiert.
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Parzival Zusammenfassung
...ischer Versroman des Autors Wolfram von Eschenbach aus dem frühen 13. Jahrhundert. Mehrere Handlungsstränge, die hauptsächlich die vielen Aventiuren (Abenteuer) der Ritter Parzival und Gawan verfolgen, werden dabei vereint. Der Inhalt von Parzival soll im Folgenden in einer kurzen Zusammenfassung
erläutert werden.
Die Hauptfigur der... .... Dieser zieht als Ritter durch die ganze Welt, vor allem durch den Orient und erlebt zahlreiche Aventiuren. In Europa nimmt er die Königin Herzeloyde... ...er Trauer versunken, beschließt Herzeloyde ihren Sohn einsam in einem Wald und von der Zivilisation abgeschieden aufwachsen zu lassen, um ihm das Schicksal eines Ritters zu ersparen und ihn nicht zu verlieren.
Doch Herzeloydes Plan, ihren Sohn vor den Versuchungen und Gefahren der Ritterwelt fern zu halten misslingt, als dieser zum ersten mal zufällig im Wald Rittern begegnet und sich schließlich selbst auf den Weg zum Artushof macht um selbst Ritter zu werden. Parzivals Schönheit wird immer wieder betont, wobei diese im Kontrast zu seinen schlechten Qualitäten als Ritter steht, da er von seiner Mutter nicht auf ein solches Leben vorbereitet wurde.
Von seiner Cousine Sigune erfährt er erstmals seinen Namen und seine Herkunft. Parzival zieht ab sofort durch die Welt und erlebt auf seinem Weg viele Aventiuren, die allerdings auch viele Unglücke mit sich bringen, die auf Parzivals mangelnde Erfahrung zurückzuführen sind.
Der junge Parzival bewährt sich erstmals als Ritter als er die Königin Condwiramurs von Feinden befreit. Dies erlaubt ihm, die Königin zu heiraten und die Herrschaft über das Königreich zu übernehmen. Ähnlich wie sein Vater verlässt er diesen Ort jedoch schnell und erlebt die Geburt seines Kindes nicht mit.
Später trifft Parzival auf der mysteriösen Gralsburg ein, auf der er Zeuge seltsamer Geschehnisse wird, es aber versäumt, darüber mit einer Frage mehr zu erfahren, was die Burgbewohner und den König Anfortas erlöst hätte.
Parzival wird am Artushof in die Tafelrunde aufgenommen und wird von der Gralsbotin Cundrie dafür verflucht und beschimpft, dass er die Erlösungsfrage nicht gestellt hatte. Die nächsten Jahre zieht Parzival umher, um wie er gelobt hat, den Gral zu finden und König Anfortas zu erlösen. Auch der vorbildliche Ritter Gawan zieht los und soll an einem Gerichtskampf teilnehmen, da er beschuldigt wird, einen König getötet zu haben.
Parzival erfährt bei seinen Aventiuren immer mehr über den Gral und auch, dass Anfortas sein Onkel ist. Auch Gawan sucht jahrelang nach dem Gral, nachdem die Tötungsvorwürfe schließlich niedergelegt werden.
Gawan besteht als Musterritter viele Aventiuren, unter anderem auch auf Schastel marveile, während Parzival von Cundrie zum Gralskönig berufen wird. Es gelingt ihm schließlich wieder zur Gralsburg zu gelangen und dort die Burggesellschaft und König Anfortas durch die Erlösungsfrage zu befreien.
Parzival wird Gralskönig und lebt so mit letztendlich wieder mit Condwiramurs und seinen Kindern zusammen. Das höfische Epos schließt mit einem Epilog.
Das Werk Wolframs kann unter den mittelhochdeutschen, höfischen Versromanen, mit Sicherheit als eines der bedeutendsten und bekanntesten bezeichnet werden. Kaum einem anderen Werk des Mittelalters kann eine so umfangreiche Wirkungsgeschichte zugeschrieben werden wie dem Parzival. Wolfram hat in diesem Epos alle wichtigen Themen und Motive der mittelalterlichen Literatur, wie die Minneproblematik, ritterli...
Woyzeck Zusammenfassung
...utors als überarbeitete Fassung 1879 veröffentlicht.
Das Drama handelt vom Soldaten Woyzeck
, der nach und nach seine geistige wie auch körperliche Gesundheit opfert, um der Gesellschaft gerecht zu werden und seine Liebe Marie an sich zu binden.
Woyzeck ist als Soldat und Barbier Teil der unteren Gesellschaftsschicht. Er versucht, mit ehrlicher Arbeit genügend Geld zu verdienen, um seiner Freundin Marie und deren unehelichen Sohn den Lebensunterhalt zu finanzieren.
Er ist Laufbursche des Hauptmanns, welcher Woyzeck nur ausnutzt und ihm bei jeder Gelegenheit seine intellektuelle Überlegenheit vor Augen führt. Als Woyzeck den Hauptmann rasiert muss er Beleidigungen und Beschimpfungen über sich ergehen lassen.
Zur gleichen Zeit begegnet Woyzecks Freundin Marie dem Tambourmajor in der Stadt und ist von diesem sehr angetan. Woyzeck glaubt, dass Marie in betrügt und versucht deshalb verzweifelt an mehr Geld zu gelangen, um seiner Freundin dadurch zu imponieren.
Woyzeck lässt sich auf das Experiment eines Arztes ein. Dieser setzt Woyzeck auf eine Erbsendiät, deren Ziel es ist, nur noch diese Hülsenfrüchte zu essen.
Der Soldat wird daraufhin vom Arzt und vom Hauptmann ausgenutzt und zusätzlich in der Öffentlichkeit bloßgestellt.
Marie kann dem Tambourmajor nicht mehr wiederstehen, was Woyzecks Eifersucht nur noch mehr ansteigen lässt. Diese wird auch durch die anderen Dorfbewohner mehr und mehr entfacht, da sie Woyzeck auf die Affäre seiner Freundin ansprechen und anstacheln.
Woyzeck ist physisch wie psychisch schwer belastet und aufgrund der Erbsendiät mittlerweile völlig abgemagert. Er erblickt Marie und den Tambourmajor beim gemeinsamen Tanz im Wirtshaus und kann seine Eifersucht nicht mehr im Zaum halten. Er hört Stimmen in seinem Kopf die ihm befehlen Marie umzubringen.
Da Woyzeck, verzweifelt, nicht genügend Geld für eine Pistole aufbringen kann, kauft er stattdessen ein Messer. Er lockt Marie unter einem Vorwand in den Wald und ersticht sie. Woyzeck kehrt ins Wirtshaus zurück, wo der Wirtin sofort die Blutflecken auf seiner Kleidung auffallen.
Woyzeck verlässt das Wirtshaus fluchtartig und kehrt zum Tatort zurück. Dort versenkt er die Tatwaffe im See und wäscht sich die Blutspuren vom Leib.
Die Leiche von Marie wird wenig später von der Dorfbevölkerung gefunden und untersucht.
Der Mord an Marie ist nicht nur als Eifersuchtshandlung zu sehen, sondern zugleich als, für Woyzeck,
einziger Ausbruch aus den ihm auferlegten gesellschaftlichen Zwängen, insbesondere der ständischen Gliederung der Gesellschaft.
Diese macht Büchner durch die Sprache seiner Figuren besonders deutlich. Die Unterdrückung durch die Gesellschaft wird durch den
psychischen Druck, den Hauptmann, Arzt und Tambourmajor auf ihn ausüben aufgezeigt. Doch Woyzeck ist auch psychisch l...
Zusammenfassung von Das Erdbeben in Chili
...ie Novelle Das Erdbeben in Chili wurde von Heinrich von Kleist geschrieben und 1807 erstveröffentlicht. Die Handlung beginnt in St. Jago (Santiago) in Chili (Chile) und spielt im Siebzehnten Jahrhundert in Jahre 1647. Neben der Katastrophe skizziert er in mehreren Zeitebenen sowohl die Vorgeschichte als auch die Nachwirkungen des Erdbebens.
Man sieht als Erstes den Verurteilten Jeronimo Rugera in seiner Zelle. Er will seinem Leben ein Ende setzen. Und zwar in just jenem Augenblick, in dem ein Erdbeben die Stadt erschüttert.
Kurz wird die Vorgeschichte umrissen, in der Jeronimo als Hauslehrer eine Liaison mit der jungen Donna Josephe beginnt. Auch nachdem der Vater diese Verbindung entdeckt und die Tochter kurzum in ein Kloster schickt, treffen sich die beiden weiterhin und lieben sich im Garten des Klosters.
Während eines Festes wird das gemeinsame Kind geboren. Die Menschen sind entsetzt und die Eltern werden verhaftet.
Daraufhin befindet sich also Jeronimo kurz vor dem Selbstmord, während Josephe der Tod durch Enthauptung droht.
Doch Jeronimo wird durch ein Erdbeben gestört in seinem Versuch sich das Leben zu nehmen und beschließt verzweifelt nach seiner Geliebten und ihrem gemeinsamen Sohn Philipp zu suchen.
Josephine hat es durch das Erdbeben tatsächlich geschafft, dem Schafott zu entkommen und sich in einen Garten zu retten. Dort findet Jeronimo sie schließlich. Die drei sind wieder vereint.
Nach einer gemeinsamen Nacht im Freien und der Hoffnung, dass sie gemeinsam nach Spanien fliehen können, treffen sie am nächsten Morgen mit Don Fernando und seiner Familie zusammen. Die Überlebenden kommen einander näher und sie freunden sich an.
Jeronimo und Josephe schöpfen neue Hoffnung ob der Vertrautheit zwischen den so verschiedenen Menschen und sie kommen zu der Überzeugung, dass jeder, der diese Katastrophe überlebt hat, wohl zu einer großen Familie zusammengewachsen ist.
So beschließen sie, gemeinsam mit Don Fernando, seiner Schwägerin Donna Constanze und Fernandos Sohn Juan dem Gedenkgottesdienst beizuwohnen, in dem der Toten des Unglückes gedacht wird.
Hand in Hand gehen sie also zur Kirche. Dort beginnt der Chorherr, der den Priester vertritt, die Predigt mit einer Rede über das Weltgericht. Gott soll die Sünden bestraft haben, welch St. Jego heimgesucht hatten. Er bezieht sich vor allem auf den Vorfall im Klostergarten.
Bevor die zwei Familien fliehen können eskaliert die Szenen und die wütende Meute geht mit Knüppeln auf die Wehrlosen los.
In dem Handgemenge werden Josephe, Jeronimo und Donna Constanze getötet.
Bevor Don Fernando es verhindern kann wird sein Sohn Juan an einem Pfeiler der Kirche zerschmettert.
Der Überlebende kehrt erst nach kurzem Zögern mit der Waise Philipp zu seiner Frau zurück und berichtet von dem schrecklichen Unglück.
Die beiden nehmen sich des Kindes an und ziehen ihn als ihren eigenen Sohn groß.
Die Geschichte endet versöhnlich als Don Fernando, der Philipp mit Juan vergleicht wobei es ihm war "als müsste er sich freuen".
Kleists Roman ist eine Geschichte, der einen nicht nur mitreißt, sondern auch beeindruckt und erschrocken zugleich zurück lässt. Die Schicksale, welche er darin verwebt, gehen einem nahe und man kommt ins Grübeln.
Am Ende ist man sich unschlüssig, ob man sich nun freuen sollte wie Don Fernando, oder man weinen sollte wegen dem Schicksal Jeronimos und seiner Frau Josephe.
Der Text enthält jedoch auch zahlreiche symbolische Anspielungen auf den Zusammenbruch des Heiligen Römischen Reiches und die spanische Monarchie. Sowie auf den von Kleist gehassten, zum Kaiser ge...
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