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Zusammenfassung der Literaturepoche Weimarer Klassik (1786–1832)
...ohann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Johann Gottfried Herder (1744-1803) und Friedrich von Schiller (1759-1805), die aufgrund ihres Wirkens als Schriftsteller oder Dichter die Weimarer Klassik etablie... ...numstritten, dass sich alle vier Dichter zu jener Zeit in Weimar aufhalten und es zum zentralen intellektuellen Punkt in Deutschland machen.
Bei der... ...hören. Demnach assoziierte man mit einer klassischen Person, den gehobenen und gebildeten Bürger.
Im heutigen Sprachgebrauch hingegen wird der Begriff Klassik eher mit einer zeitlosen Gültigkeit verbunden und steht nicht zwangsläufig in einem Zusammenhang mit Personen. Bei dem Viergestirn handelt es sich um Gelehrte, die mit den Botschaften ihrer Werke damals die allgemeine Gültigkeit anstreben und heute mit ihrem Schaffen in die literarische Geschichte eingegangen sind. Ihre Werke sind zeitlos und gehören zu den Klassikern.
In den Werken und der literarischen Epoche vordergründig, ist eine Orientierung an der Antike. Der Leitgedanke der Antike ist die Harmonie, Ausgeglichenheit und Vollkommenheit.
Der Grund für die Anlehnung an jenes Welt- und Menschenbild sind jedoch weniger harmonische Ereignisse. Vielmehr sind es Aufstände und Unruhen, die den Ausgangspunkt bilden. Es ist die französische Revolution im Jahr 1789- 1799, welche ganz Europa verunsichert und beunruhigt.
Der ursprüngliche Beweggrund der Revolution von mehr Menschenrechten, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit findet Akzeptanz und ist Bestandteil der Wertvorstellungen in der Weimarer Klassik.
Demgegenüber ist die Haltung zum immer weiter voranschreitenden gewalttätigen Verlauf der revolutionären Aufstände ablehnend. Zwar solle der Mensch sich für seine Rechte und Werte einsetzten, nicht jedoch mit Gewalt. Um staatliche Veränderungen zu bewirken ist der richtige Weg eine Evolution und nicht Revolution.
Der Freiheitsgedanke aus dem Sturm und Drang wird aufgegriffen. Darüber hinaus ist aber auch die Vernunft aus der Epoche der Aufklärung leitend.
Der Mensch soll zwar in seiner Freiheit nicht eingeschränkt werden, dennoch bedarf es für ein harmonisches Miteinander Gesetzmäßigkeiten. Regeln sind erwünscht und sollen Teil eines staatlichen Rahmens sein.
Die französische Revolution als auch einzelne Ausschreitungen in Deutschland erwecken das Bedürfnis nach Frieden und Ruhe. Harmonie wird zum höchsten Gut.
Die präferierten literarische Gattung ist das Drama. Als Vorlage dient das von Aristoteles in der Antike konzipierte geschlossene Drama.
Die Wahl des geschlossenen Dramas spiegelt das Bedürfnis nach Ordnung und Regeln wieder. Das Befolgen der Gesetzmäßigkeiten des geschlossenen Drama, wie die Einheit von Ort, Zeit und Sprache, als auch der strikte pyramidale Aufbau und die logische Verbindung der 5 Akte untereinander, bilden die typischen Merkmale der Weimarer Klassik ab.
Neben dem Drama findet teilweise auch die Lyrik Verwendung. Im Vordergrund der Lyrik steht das subjektive Erleben. Der emotionale Aspekt ist ein weiteres wesentliches Merkmal der Epoche, welcher hiermit zum Ausdruck kommt.
Als lyrische Textform wird die Ballade favorisiert. Seinen Höhepunkt erreicht die Gedichtsform im Jahr 1797, weshalb es auch als Balladenjahr bezeichnet wird. In diesem Jahr werden besonders viele populäre Gedichte, die in der deutschen Literaturgeschichte einen festen Platz haben, formuliert. Wie auch beim Drama stehen Gesetzmäßigkeiten im Vordergrund. Beim Versmaß wird auf die Regelmäßigkeit geachtet.
Unabhängig von der Wahl des Genres, wird mit beiden Gattungen das Ziel der bürgerlichen Belehrung verfolgt. Mit dem Gedanken der Gleichheit sollte die vermittelte Botschaft das ganze Volk erreichen. Demnach wird eine volkstümliche Sprache gewählt.
Als geeignete stilistische Mittel wird die Verwendung einer einheitlichen und geregelten Sprache als auch die Formulierung von kurzen Sätzen erachtet. Im Gegensatz zum Sturm und Drang wird ein weniger rauer und extremer Ton verwendet.
Die Sprache ist gehobener und würdevoller. Im Rahmen der Kultivierung des Volkes, ist es das Ziel der Dichter die deutsche Sprache aufzuwerten. Das Volk solle sich einer reineren Form der deutschen Sprache bedienen.
Die Weimarer Klassik, eine Epoche, die versucht das Gefühl mit der Vernunft zu vereinen und mit Bildung das Menschenideal und ein harmonisches Miteinander zu erreichen.
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Zusammenfassung Die heilige Johanna der Schlachthöfe
... Systemkritik an den Kapitalismus. Inspiriert wurde Brecht durch das Elend und der Armut der Arbeiter in den zahlreichen Suppenküchen der Heilsarmee in der Stadt Berlin und dem literarischen Einfluss von Schillers „Jungfrau von Orleans“ und Bernhard Shaws „Heilige Johanna“ sowie „Major Barbara“. Das Werk wurde am ... ...cago während der Weltwirtschaft, den Glauben an Gott vermitteln will. Aufgrund von Elend und Armut unternimmt Johanna den Versuch, den führenden Fleischfabrikant Mauler, zu überzeugen, den Arbeitern in den Schlachthöfen zu helfen; und wird dadurch immer intensiver in die korrupten Verflechtungen der Fleischindustrie verwickelt.
Johanna ist Leutnant der Heilsarmee mit der Bezeichnung „Schwarzen Strohhüte“, und wird mit der schlimmen Situation der Arbeiter in den Schlachthöfen von Chicago konfrontiert. Die wesentliche Ursachen der Ausbeutung, Armut und Elend der Arbeiter sind insbesondere die zahlreichen Manipulationen von dem profitorientierten Fleischfabrikant Mauler. Er hat seine sämtlich Gegner sowie sein seine Konkurrenten ausnahmslos wirtschaftlich ausgeschaltet und sich dadurch eine Monopolstellung auf dem Fleischmarkt gesichert.
Johanna möchte den Arbeitern in den Schlachthöfen von Chicago vor allem das Wort von Gott nahebringen, aber schockiert bemerkt sie, dass die Arbeiter der Schlachthöfe nicht aus Interesse an Gott zu ihr kommen, sondern nur wegen der Ausgabe der kostenlosen Suppe. Für Johanna ist das Elend und die Armut dieser Menschen auch eine große geistige Armut. Als nun auch die Fabriken und die Schlachthöfe von Mauler schließen; und dadurch sämtlich Arbeiter entlassen werden, will Johanna allen entlassenen Arbeitern beistehen.
Der Versuch von Mauler, Johanna zu überzeugen, dass die Arbeiter nur wegen ihrer Schlechtigkeit, ihre Armut und ihr Elend selbst verschuldet haben, misslingt. Johanna hat bemerkt, dass nicht die Schlechtigkeit, sondern nur die Armut der einzige und wesentliche Grund für die gegenwärtige Situation der Menschen ist. Um nun diese schlimme Situation der Arbeiter zu verbessern, verlangt Johanna von dem Fabrikanten Mauer mehr Lohn für die Arbeiter.
Mauler erwirbt das gesamte Büchsenfleisch sowie auch die Produktion der nächsten zwei Monate; und nachdem Johanna von Mauler nun zusätzlich fordert, auch den armen Viehzüchtern zu helfen, erwirbt er auch deren gesamten Viehbestand.
Zunächst ist nun Johanna von seiner Menschlichkeit von Mauler zuversichtlich, und durchschaut nicht seine Pläne hinsichtlich der wirtschaftlichen Vernichtung seiner Konkurrenten. Der Kauf der gesamten Fleischproduktion und des Viehbestandes verwirklicht einen Zusammenbruch des Fleischmarktes. Es kommt zu Massenentlassungen der Arbeiter in den Schlachthöfen von Chicago.
Zu diesem Augenblick denkt nun Johanna erstmals an Gewalt zur Verwirklichung ihrer Ziele. Damit entfernt Johanna sich von den Zielsetzungen der Schwarzen Strohhüte und wird daraufhin entlassen. In der Hoffnung hinsichtlich ihrer Wiederkehr zu der Schwarzen Strohhüte, bittet sie den Fabrikanten Mauler um Geld für die anstehende Miete der Schwarzen Hüte.
Allerdings bemerkt Johanna, dass Mauler mit seinem Geld für die Schwarzen Strohhüte nur eine Stärkung und Stabilisierung der eigenen Position und des kapitalistischen Systems beabsichtigt und zwar soll Johanna weiterhin in den Schlachthöfen das Wort von Gott vermitteln, um dadurch die Belegschaft der Arbeiter ruhigzustellen sowie einen Arbeitskampf zu verhindern. Sie lehnt daher das Geld von Mauler ab.
Johanna solidarisiert sich mit der Arbeiterbelegschaft in den Schlachthöfen. Sie hat einen Traum, dass sie von Gott berufen ist, die gesamte Öffentlichkeit auf die elende Situation der Arbeiter in den Schlachthöfen aufmerksam zu machen. Nun will Johanna auch rastlos die gesamte Situation verändern, und zwar mit der Möglichkeit von Gewalt und Streik mit der Hilfe der Kommunisten.
Erstmal erkennt Johanna, dass die Armut und das Elend der Armen einen großen Nutzen für die Reichen hat; und dass die Reichen daher freiwillig niemals eine Änderung an der gegenwärtigen Situation ermöglichen. Johanna wird ein Schriftstück hinsichtlich der Übergabe an die Arbeiter in den Schlachthöfen zugestellt; und zwar mit dem Inhalt der Aufrufung eines Generalstreikes.
Jedoch glaubt Johanna an eine Falschmeldung, die Arbeit auf den Schlachthöfen in der Stadt Chicago wird wieder aufgenommen, daher gibt Johann das Schriftstück nicht ab; und möchte einen sinnlosen Gewaltausbruch verhindern. Zu spät erkennt Johanna ihren Fehler; und bricht innerlich und körperlich zusammen.
Von den gesamten Ereignissen enttäuscht, möchte Johanna ihre Erkenntnis allen Arbeitern mitteilen: „Es hilft nur Gewalt, wo Gewalt herrscht.“ Um exakt diese Mitteilung zu verhindern, entscheiden die umstehenden Arbeiter und der Fleischfabrikant Mauler, die Heiligsprechung von Johanna als Märtyrerin, und so übertönen die Lobreden und die Musik den wichtigen Inhalt der Botschaft von Johanna.
...
Inhaltsangabe von "a lesson before dying"
...s Ernest J. Gaines „A lesson before dying“. Das Werk ist sein derzeit 8tes und wurde 1993 veröffentlicht.
Beginnend mit dem Mord an einer Person namens Mr. Grope steigt die Geschichte ein. Der Mord soll von 2 schwarzen Männern begangen worden sein, welche nach einem Disput über den Kauf von Alkohol von der White Rabbit Bar handgreiflich geworden seien. Einer der beiden Schwarzen, Jeremias Jefferson, war der einzige Überlebende des Gefechts und wollte gerade den Schauplatz des Mordes verlassen, als zwei weitere weiße Männer den Ort betreten und Jefferson beobachten können.
Vor Gericht ist die Sachlage für Ankläger und Jury recht eindeutig. Jeremias Jefferson soll gemeinsam mit seinem während des Gefechts getöteten Bruder die Tat geplant und begangen haben, in der Absicht den Besitzer der White Rabbit Bar Mr. Grope überfallen, auszurauben und zu töten. Der verteidigende Anwalt Jeffersons betont jedoch, er habe sich nur zu einem falschen Zeitpunkt an dem falschen Ort aufgehalten und es sei nur ein Zufall gewesen.
Aufgrund der leicht rassistischen und eintönigen Denkweise der damaligen Zeit wird Jefferson für schuldig empfunden und zum Tode auf dem elektrischen Stuhl verurteilt. Während des Gerichtstermins wird der Angeklagte Jefferson immer wieder mit einem Ferkel(hog) verglichen und mit ähnlichen Personalpronomen angesprochen. Die Patentante des verurteilten blieb von dem Urteil nicht unerreicht und bat ihren früheren Chef/Hausherren darum, ihrem Neffen einen Besuch abstatten zu können, um ihn gebührend und ehrenvoll auf seinen Tod vorbereiten zu können. Erst nach längerem Bitten ließ sich dieser erweichen und stimmte dem Vorschlag zu.
Der Lehrer Grant bringt nach dem Gespräch zwischen der Patentante Miss Emma und Henri Pichot besagte Miss Emma und ihre Wegbegleiterin Tante Lou nach Hause und begibt sich im Anschluss in den Rainbow Club, wo er seine alte Freundin Vivian Baptiste trifft, welche ihn bittet, den verurteilten Jefferson im Gefängnis zu besuchen, sobald es möglich sei. Der Lehrer weiht seine Schüler in das Schicksal Jeffersons ein und erklärt den Vorgang der Hinrichtung in allen Details, um die Schüler vor solchen Taten zu bewahren.
Der erste Gefangenenbesuch Jeremias wird von Miss Emma und dem Lehrer Grant durchgeführt. Nach einigen Instruktionen durch den Gefängnisaufseher, die Besucher sollen keine spitzen oder scharfen Gegenstände mit sich führen, da sonst die Gefangenen Selbstmord begehen könnten, werden alle drei für eine Stunde in die Zelle eingeschlossen. Jefferson jedoch verkündet deutlich seine Abneigung gegenüber der Menschheit und Fürsorge durch absolute Schweigsamkeit und keine Reaktionen. Bis zum 4. Und 5. Besuch wiederholt sich dieses Verhalten.
Während der folgenden Besuche entwickelt sich ein Selbstverständnis sowohl beim Lehrer Grant, welcher nach und nach Empathie für den verurteilten Jefferson empfindet, sowie bei dem Gefangenen Jeremias, welcher sich mit fortwährender Zeit seiner Situation bewusst wird und sich mehr wie ein eingesperrtes Tier, als wie ein Verurteilter eines Strafsystems fühlt.
Über die Weihnachtszeit schaukeln sich auch die Ereignisse außerhalb des Gefängnisses auf. So finden Grant und Vivian wieder zueinander, Jefferson fühlt sich ausschließlich noch wie ein Tier und ignoriert seine Patentante, welche mit dieser Art der Ablehnung nicht umgehen kann und vor Tränen zusammenbricht. In einem Streit diesbezüglich zwischen dem Lehrer Grant und Jefferson zeigt Jeremias zum ersten Mal Gefühle in Form von Wut gegenüber dem Lehrer.
Durch Miss Emmas Einwirken hat Jefferson die Möglichkeit Besuche nun mit Fesseln in einem Tagesraum wahrzunehmen. Nach der Bekanntgabe des Hinrichtungsdatums öffnet sich Jefferson gegenüber Grant erstmals und bekommt seinen größten Wunsch erfüllt. Eine Gallone Eiscreme, sowie ein Radio.
Nachdem der Lehrer Grant Jefferson ein Notizbuch mit Stift übergab, damit dieser all seine Gedanken bis zum Tag der Hinrichtung festhalten könne, rückt eben dieser Tag immer näher. Die Geschichte endet mit dem Tag der Hinrichtung, bei welchem alle Bewohner der Stadt anwesend sind. Jefferson wird schlussendlich auf den elektrischen Stuhl geführt und stirbt.
Die Geschichte, welche von Unrecht, Patriotismus und Paragrafenreiterei handelt, war seinerzeit so erfolgreich, dass sie den Na...
Zusammenfassung: Was ist eine Komödie?
...Das Word "Komodia" kommt aus dem griechischen und bedeutet Umzug oder Gesang. Mit dem Word wird in Griechenland ein Umzug für den Gott Dionysos bezeic... ...onysos wurde als Gott der Freude, Gott des Weinens, Gott der Fruchtbarkeit und der Ekstase verehrt. Zusätzlich wird erwähnt, dass die Komödie einer de... ...e.
Der grobe Unterschied zur Tragödie: die Komödie geht zum ende hin gut und heiter aus, außerdem sind die Aufgaben alle lösbar. Die Komödie soll zum Lachen anregen und stellt somit die Schwächen der Hauptcharaktere sehr übertrieben dar. Zusätzlich gibt es einen großen Kontrast zwischen Schein und Sein, und Erhofftem und Erreichtem. Die Komödie kommt bereits zur Zeit von Aristoteles (384–322 v. Chr.) vor.
Der erste Höhepunkt kommt im Jahr 486 v. Chr. in der Antike, hierbei werden zwischen alte Komödie, mittlere Komödie und neue Komödie unterschieden. Das grobe Hauptmerkmal der griechischen Komödie, ist die Ausstattung mit einem Chor.
Im Jahr 240 v. Chr. wird die Komödie von den Römern übernommen, diese hatte den selben Stil, Stoff und Form, jedoch keinen Chor, Zwischenakte werden mit Flötenmusik begleitet. Zusätzlich gibt es viele gesungene Einlagen.
Im Mittelalter kommt die Komödie nach antikem Vorbild, kaum mehr in Erscheinung, dafür werden komische und lustige Inhalte in den Fastnachtspielen untergebracht. Hierbei macht man sich über die Bauern und kirchliche Traditionen lustig.
Nach dem Vorbild der antiken Komödie, orientiert man sich ab dem 16. Jahrhundert wieder. Beim Dichter und Lyriker William Shakespeare kann man jedoch nur bedingt einen Unterschied zwischen Komödie und Tragödie sehen.
Bis in das 18. Jahrhundert hinein kann man an den Protagonisten ablesen, ob es sich um eine Komödie oder Tragödie handelt. Komödien haben meist Bauern und Bedienstete, Tragödien eher Adelige und Könige als Hauptrollen. Dies ist auch als "Ständeklausel" bekannt. Die Komödie ist den niedrigrangingen Menschen vorbehalten.
Erst ab dem 18. Jahrhundert, in der Zeit der Aufklärung in Deutschland, kommt die Komödie auch dort zum Vorschein. Das erste große Beispiel einer deutschen Komödie ist Minna von Barnhelm, vom Lyriker Gotthold Ephraim Lessing.
Aber erst in der Zeit von Sturm und Drang, mit dem gleichnamigen Stück "Sturm und Drang", gelingt der Aufstieg der Komödie auch im deutschsprachigem Raum. Im 19. kommen Komödien in der altbekannten Form kaum mehr hervor, weder in der Klassik, noch in der Romantik. Die wichtigsten Komödien aus der Zeit sind: Leonce und Lena, "Der zerbrochene Krug" und Biberpelz.
Im 20. Jahrhundert sind Komödien eher satirisch, grotesk oder absurd dargestellt. Wichtige Autoren aus dem 20. Jahrhundert sind zum Beispiel Rolf Hochhuth, Friedrich Dürrenmatt oder Max Frisch.
Zusammengefasst kann man sagen, dass die Komödie schon in der Antike das erste mal hervor kam, als zweite Art der Tragödie. In der Antike werden Komödien von Chören begleitet, im alten Rom mit Flötenmusik. im Mittelalter sind altbekannte Komödien kaum mehr vorhanden, etwas ähnliches sind hierbei die Fastnachtspiele.
Im 18. Jahrhundert kommt die Komödie erstmals in den deutschsprachigen Raum und mit dem Stück "Sturm und Drang" erringt man die große Beliebtheit. im 20. Jahrhundert sind Komödien satirisch, grotesk und absurd.
Zusammenfassung: Was ist die Dramatik
...
Heinrich von Kleist Biografie
...
Heinrich von Kleist, geboren am 18. Oktober 1777 in Frankfurt an der Oder und verstorben am 21. November 1811 in Berlin, war ein deutscher Lyriker und Verfasser von Bühnenstücken. Obwohl er zur Zeit von Goethe und Schiller lebte
, stellte er sich gegen die damaligen literarischen Strömungen der Weimarer Klassik und der Romantik und ließ sich stattdessen von klassischen dramatischen Themen aus der griechis... ... das selbe besuchen, wo er auch erste Berührungen mit klassischer Dichtung und philosophischen Texten der Aufklärung gehabt haben soll.
Kleist beim M... ... von Braunschweig gedient hatte, trat Kleist 1792 in den Militärdienst ein und wurde dem 3. Bataillon des Garderegiments von Potsdam zugeteilt. Trotz eigenen Zweifeln an seinem Soldatendasein nahm Kleist am Rheinfeldzug gegen Frankreich 1796 teil und wurde wegen seiner Verdienste 1797 zum Leutnant befördert.
Studium
1799 verließ Kleist den Militärdienst dann gegen den Willen seiner Familie und schrieb sich in Frankfurt an der Oder an der Viadrina Universität ein. Als Hauptfächer belegte er damals Mathematik, Physik, Philosophie, Latein und Staatswissenschaften. Obwohl er sich besonders für die Physik sehr interessierte und während seiner Studienzeit auch Wilhelmine von Zenge kennenlernte, mit der er sich 1800 verlobte, brach Kleist sein Studium nach nur drei Semestern wieder ab.
Kleists suche nach dem Sinn des Lebens
Weil die Eltern seiner Verlobten erwarteten, dass ihr zukünftiger Schwiegersohn ein Staatsamt bekleiden müsse, fing Kleist 1800 ein Volontariat beim preußischen Wirtschaftsministerium in Berlin an. Allerdings sah er auch in diesem Weg seines Lebens keinen großen Sinn. Aus Briefen, die er seiner Wilhelmine schrieb, ist erkennbar, dass Kleist in einer Lebenskrise steckte. Diese soll durch seine Studien von Lektüren von Kant ausgelöst worden sein und ihn veranlasst haben, über sein eigenes Leben nachzudenken.
Um der Sinnlosigkeit zu entfliehen, reiste Heinrich von Kleist zwischen 1801 und 1804 viel herum und machte unter anderem Station in Dresden, Weimar und Paris. Während seiner Reise begann er unter anderem, die Erzählung „Der zerbrochene Krug“ zu schreiben. Als er auf die fixe Idee kam, sein Leben komplett umzustellen und Bauer zu werden, verließ ihn seine Verlobte Wilhelmine und Kleist kehrte nach Deutschland zurück.
Erneute Beschäftigung beim Staat
1804 trat er erneut in den Staatsdienst ein und arbeitete als Beamter in Königsberg, bevor er 1807 auf einer Reise nach Berlin von französischen Behörden als vermeintlicher Spion festgenommen und in ein französisches Kriegsgefangenenlager verfrachtet wurde. Während seiner Gefangenschaft schrieb Kleist die Erzählung „Die Marquies von O...“, bevor er nach nicht einmal einem Jahr wieder freigelassen wurde und nach Dresden zurückkehrte. Dort publizierte er von Januar bis Dezember 1808 die Literaturzeitschrift „Phöbus“, die eine Plattform für zeitgenössische Literatur sein sollte.
Nachdem die Erfolge mit „Phöbus“ ausblieben, brach Kleist seine Zelte in Dresden ab und zog Ende 1809 nach Berlin, wo er ab 1810 die „Berliner Abendblätter“, eine Tageszeit mit Lokalnachrichten, herausbrachte und seine erste Sammlung an Erzählungen, darunter heute bekannte Werke wie „Michael Kohlhaas“ und „Das Kätchen von Heilbronn“ publizierte.
Niedergang Kleists bis zum Selbstmord
Da die „Abendblätter“ im Frühling 1811 aufgrund verstärkter Zensurrichtlinien eingestellt werden musste, wurde Kleist mittellos, arbeitete aber an der Veröffentlichung einer zweiten Erzählungssammlung. Dennoch spielte er mit dem Gedanken des Freitodes. Nachdem er im Herbst 1811 die todkranke Henriette Vogel kennenlernte, fuhren die Beiden am 21. November zum Stolper See (heute der kleine Wannensee) in Berlin, wo Kleist erst seine Begleitung und anschließend sich selbst erschoss.
»Michael Kohlhaas Erzählperspektive, Sprache, Aufbau und rhetorische Mittel
...
Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde - Zusammenfassung
...Die, 1886 verfasste Novelle von Robert Louis Stevenson „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ handelt von einem Londoner Arzt, der die verschiedenen Seiten des Men...
Zusammenfassung Andorra
...a“ thematisiert Max Frisch die antisemitischen Vorurteile der Gesellschaft und die Auswirkungen auf die jüdische Bevölkerung. Er skizziert die Mitschuld derer, die wegsehen und nicht für die Juden eintreten, als sowohl die unterschiedlichen Identitätsbilder
der Menschen, die durch Vorurteile verwischt werden und ganz anders zu den realen Charakteren ist.
Das Theaterstück Andorra wurde... ...rvorgegangen ist.
Lehrer Can will diese Begebenheit jedoch geheim halten und hat die Geschichte erdichtet, demnach er der Retter Andris vor dem gefä... ...rzen“ sind ein gefährliches Nachbarvolk, welche antisemitisch gesinnt sind und systematisch die Juden verfolgen und ermorden.
Am Vortag des Sankt Georg Tages findet das Theaterstück seine... ...n dieser Situation erhält man einen ersten Eindruck über die Einstellungen und Charaktere der Einwohner Andorras, denn das Mädchen wird durch einen Soldaten belästigt, der sie bei ihrer Arbeit beobachtet. Dabei behauptet der Lehrer, dass die Andorraner ein friedliches und frommes Völkchen sein, wohingegen dieser Vorfall mit dem Soldaten erahnen lässt, dass dieses Bild nicht ganz der Wahrheit entspricht.
Zu dieser... ...flegevater leidet Andri sehr. Überhaupt verhält er sich sehr zurückhaltend und versucht den Andorranern alles recht zu machen, um nicht deren antisemi... ...obwohl Andri durchaus Geschick beim Herstellen eines Stuhles beweist. Aufgrund seiner Vorurteile, wertet der Tischler die Arbeit Andris durchgehen ab und teilt ihn schließlich für den Verkauf ein, den er als Jude, so ist er der ... ...lässt, tritt Can für seinen Sohn ein. Daraufhin fühlt sich Andri beflügelt und ermutigt, Can zu fragen, ob er Barblin zur Frau nehmen darf. Dieses Beg... ...en ja verwandt sind, doch Andri bezieht diese Abweisung natürlich auf sich und denkt, dass er es als Jude nicht verdient hat.
Man beobachtet zusehen... ...wie Andri sich immer mehr mit den Vorurteilen der Andorraner identifiziert und deren Eigenschaften annimmt. So beschließt er sich nicht seine Liebe zu Barblin verbieten zu lassen und plant mit ihr auszuwandern.
In diesem Zusammenhang wird Andri zunehmend geldgieriger, obwohl er zuvor eigentlich sehr großzügig mit seinen Mitteln umgegangen ist.
Schließlich ereignet sich eine grausame Begebenheit, in der Barblin von dem rauen und ausfallenden Soldaten zur Zweisamkeit gezwungen wird. Während des Aktes verweilt Andri auf der Türschwelle seiner Halbschwester. Sein Vater versucht dabei stetig einen Zugang zu Andri zu finden, doch dieser weist Can aus Trotz und Wut immer wieder ab. Als der Lehrer ihn dann als sein „Sohn“ anspricht, will Andri diese Tatsache nicht wahr haben und verschließt sich immer mehr gegenüber Can.
Er fühlt sich mehr denn je ausgeschlossen und fühlt sich darin noch mehr bestätigt, als er den Soldaten aus Barblins Kammer treten sieht. Dabei denkt er, dass Barblin ihn hintergangen hat, obwohl dies natürlich nicht den Tatsachen entspricht.
Eine wichtige Wendung beginnt bei dem Erscheinen Andris Mutter „die Senora“. Sie tritt an Can heran und wirft ihm seine Entscheidung vor, Andri als Juden vor den Andorranern betitelt zu haben. Letzten endlich fasst sich Can ein Herz und tritt an Andri heran, um ihm die Wahrheit über seine Identität mitzuteilen. Doch Andri will ihm keinen Glauben schenken, da er sich bereits mit seiner Rolle als Jude abgefunden hat.
Senoras tragisches Ende wird Andri zum Verhängnis, denn der Steinwurf, dem Senora zum Opfer fällt, wir ihm zu Lasten gelegt. Dieser Irrtum wird jedoch später aufgeklärt und der Wirt wird als der wahre Täter entlarvt.
Dann kommt es zur dramatischen Endszene. Die „Schwarzen“ besetzen Andorra und ziehen deren Bewohner auf ihre Seite. Andri nimmt endgültig die Rolle des leidigen Juden an und weist seinen Vater und Barblin zurück. Er will die Position des Märtyrers einnehmen, was ihm schließlich zum Verhängnis wird.
Er wird von dem „professionellen Judenschauer“ als Jude erkannt und zum Tode verurteilt. Erst als ihm die Finger abgetrennt werden, scheinen die Andorraner ihre Einstellungen zu überdenken.
Am Ende des Stückes erhängt sich der Lehrer und Barblin verliert vollkommen den Verstand. Hier wird eine Verbindung zur Anfangsszene geschaffen, in dem Barblin die Pflaster des großen Pflasters weißt.
Max Frisch will mit seinem Drama zeigen, zu welchen Auswirkungen antisemitische Vorurteile führen können. Die Andorraner sind sich der Schuld ihres Handelns nicht bewusst und halten das Vorgehen gegenüber der Juden für gerecht fertig.
Unbelehrbarkeit ist hier ein wesentliches Merkmal. Andri selbst verkörpert einen jungen Mann, welcher sich durch die Meinungen der Bewohner definieren lässt und am Ende tragisch zu Tode kommt, was die gravierende Schwere des Antisemiti...
Mutter Courage Zusammenfassung
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Das Drama "Mutter Courage und ihre Kinder" wurde 1939 von Bertolt Brecht geschrieben. Es behandelt die Geschichte der Mutter Courage, die sich als fa... ...s fahrende Händlerin den Lebensunterhalt im dreißigjährigen Krieg verdient und
ihre Kinder verliert.
Die Geschichte beginnt im Jahr 1624. Mutter Courage zieht mit ihrer Tochter Kattrin, welche stumm ist, und ihren Söhnen Eilif und Schweizerkas dem Regiment nach, das in Schweden Soldaten sucht. Ein Feldwebel des Regiments will Eilif und Schweizerkas als Soldaten anwerben. Obwohl Mutter Courage mit dem Krieg ihr Geld verdient, will sie ihre Söhne nicht als Soldaten sehen. Als Mutter Courage abgelenkt ist, wird Eilif fast unbemerkt mitgenommen. Kattrins Versuch, ihre Mutter zu warnen, bleibt erfolglos.
In den darauf folgenden zwei Jahren zieht Mutter Courage mit Schweizerkas und Kattrin durch Polen. Dort hört sie, wie Eilif als Held gefeiert wird, weil dieser Bauern getötet und deren Vieh gestohlen hat. Mutter Courage hat Angst um ihren Sohn und fürchtet um sein Leben.
Weitere drei Jahre vergehen. Schweizerkas wird zum Zahlmeister und hat die Aufgabe die Regimentskasse zu verwalten. Während dieser Zeit lernt Mutter Courage Yvette Pottier kennen. Diese wurde von ihrer großen Liebe, dem Koch "Pfeifen- Pieter", verlassen und ist seitdem eine Prostituierte. Des Weiteren trifft sie auf einen Koch und einen Feldprediger.
Es kommt zu einem Überfall auf das Lager. Weil Mutter Courage ihre Kinder schützen will, möchte sie, dass Schweizerkas die Regimentskasse fortschmeißt. Dieser versteckt die Kasse, wird aber entdeckt und schließlich erschossen, weil er den geheimen Ort nicht preisgeben will. Um ihr Leben zu retten, verleugnet Mutter Courage ihren Sohn, als man seine Leiche zu ihr bringt.
Als sie vor Ingolstadt einige Soldaten bewirtet, wird Kattrin überfallen und misshandelt. Dabei zieht sie sich eine Wunde an der Stirn zu, die ihr Gesicht entstellt.
Nach dem Tod des schwedischen Königs, verbreitet sich die Nachricht vom Ende des Krieges, was sich später als Gerücht herausstellt.
In ihrem Lager bekommt Mutter Courage Besuch von Yvette, die in der Zwischenzeit einen alten Oberst geheiratet hat, mittlerweile allerdings verwitwet ist. Auch der Koch taucht wieder im Lager auf und wird von Yvette als "Pfeifen- Pieter" entlarvt. Während Mutter Courage in die Stadt fährt, um Waren zu verkaufen, führt man Eilif zu ihrem Wagen. Dieser hat trotz Friedens weiter gemordet und gestohlen und soll mit dem Tode bestraft werden. Als Mutter Courage zurückkehrt, verschweigt ihr der Koch, dass Eilif zum Tode verurteilt worden ist und so kommt es zu keinem letzten Gespräch zwischen Mutter und Sohn. Mutter Courage zieht weiter, nun aber in Gesellschaft des Kochs anstelle des Feldpredigers.
Der Krieg schreitet fort und viele Deutsche kommen ums Leben. Auf der Suche nach Nahrung, kommen Mutter Courage, Kattrin und der Koch nach Utrecht. Dort besitzt der Koch eine Wirtschaft, die er von seiner Mutter geerbt hat und sie wollen sich niederlassen. Da der Koch Kattrin aber nicht aufnehmen will, ziehen die beiden Frauen ohne ihn weiter. Im Jahr 1636 finden Mutter Courage und Kattrin Unterschlupf auf einem Bauernhof. Schwedische Soldaten dringen in den Bauernhof ein und wollen die Bewohner der Stadt überraschen. Kattrin bekommt dies mit, steigt auf ein Dach und trommelt, um die Stadtbewohner vor der Gefahr zu warnen. Dies gelingt auch, Kattrin wird jedoch von den Soldaten erschossen. Mutter Courage findet Kattrins Leiche, hinterlässt dem Bauern Geld für ihre Beerdigung und zieht weiter in dem Glauben, Eilif sei noch am Leben.
Brecht schreibt "Mutter Courage und ihre Kinder" zu Beginn des Zweiten Weltkriegs. Er macht mit dem Drama deutlich, wie sehr er den Krieg hasst und jene verabscheut, die daraus Profit schlagen wollen....
Zusammenfassung der Literaturepoche Expressionismus (1910 - 1925)
...Die Literaturepoche des Expressionismus geht von 1910 bis 1925 und befasst sich mit dem Ausdruck. Der Begriff "Expressionismus" kommt aus dem Lateinis...
Der Vorleser Zusammenfassung
...ellers Bernhard Schlink, der erstmalig 1995 erschienen ist, seitdem in neununddreißig Sprachen übersetzt wurde und nicht nur in Europa, sondern vor allem in den USA (unter dem Titel "The Reader") einen erheblichen Bekanntheitsgrad erlangt hat und bis
heute rege und durchaus kontrovers rezipiert wird.
Der Plot des Romans lässt sich in drei Etappen unterteilen. In Etappe eins lernt der Leser den Ich-Erzähler, den fünfzehnjährigen Schüler Michael Berg kennen, der an Gelbsucht leidet. Dieser hat eine Begegnung mit einer erwachsenen Frau, der sechsunddreißigjährigen Hanna Schmitz, die ihm Hilfe zuteil werden lässt. Nachdem Michael wieder gesund ist, sucht er Hanna auf, um sich bei der älteren Frau für ihre Hilfe zu bedanken. Er sieht zu, wie sie sich auszieht und empfindet Erregung. Von dieser unerwarteten Regung überrascht und verwirrt verlässt der Protagonist fluchtartig die Wohnung. Bei einem zweiten Besuch bei Hanna kommt es dann unerwartet zum Sex zwischen dem pubertierenden Erzähler und der mehr als zwanzig Jahre älteren Frau, nachdem Michael von Hanna gebadet worden war.
Die sexuelle Beziehung zwischen beiden Figuren reißt nach diesem Vorfall nicht ab, sondern wird zunehmend ritualisert. In regelmäßigen Abständen wiederholt sich das Baden und der anschließende Geschlechtsverkehr. Zudem liest Michael Hanna regelmäßig aus Schulbüchern vor. Michael schwänzt Schulstunden, um die Zeit mit Hanna zu verbringen. Als diese von Michaels Verhalten erfährt, zeigt sie deutlich Missbilligung und verpflichtet den Jungen dazu, mehr Zeit in seine Schulbildung zu investieren und diese mit größerem Ernst zu verfolgen. Hanna zeigt nach diesem Vorfall außerdem aus Sicht des Jungen unberechenbares Verhalten und reagiert zwischenzeitlich mit Zorn und Abweisung. Michael nimmt die Schuld bereitwillig auf sich, um Hanna nicht zu verlieren, obwohl er seinen Fehler nicht einsehen bzw. nicht begreifen kann.
Der zweite Teil der Handlung setzt sieben Jahre später an. Michael Berg hat inzwischen sein Abitur gemacht und studiert Rechtswissenschaften. Er besucht einen Prozess gegen Kriegsverbrecher, die zu Zeiten des Nationalsozialismus im KZ Auschwitz als Wärterinnen gearbeitet und an den Verbrechen der Nazis aktiv beteiligt gewesen sein sollen. In einer der Angeklagten erkennt Michael Berg Hanna Schmitz wieder. Er verfolgt den Prozess aktiv und erfährt, dass Hanna an den Greueltaten der Nazis beteiligt gewesen sein soll und belastende Berichte verfasst haben soll. Bevorzugt hat sie bereits damals Insassen, die ihr vorgelesen haben. Michael erkennt, dass Hanna nicht lesen und schreiben kann. Entsprechend hat er einen Beweis, dass Hanna die ihr vorgeworfenen Taten nicht begangen haben kann. Er gerät in einen inneren Konflikt, entscheidet sich letztlich aber dazu, Hannas Analphabetismus geheim zu halten. Hanna Schmitz wird zu einer lebenslänglichen Gefängnisstrafe verurteilt.
In der dritten und letzten Etappe der Geschichte hat Michael Berg sein Referendariat begonnen und nimmt das Ritual des Vorlesens wieder auf, indem er Hanna im Gefängnis Kassetten zukommen lässt, auf denen er ihr vorliest. Auf diese Weise gelingt Hanna, sich selbst das Lesen und Schreiben beizubringen. Im Laufe der Zeit rückt Hannas vorzeitige Entlassung näher. Sie äußert den Wunsch, Michael vor ihrer Entlassung noch einmal zu treffen. Ihre Begegnung ist distanziert, sie haben sich vollständig entfremdet. Am Tag ihrer Entlassung nimmt Hanna Schmitz sich im Gefängnis das Leben.
Der Roman "Der Vorleser" reflektiert in einzigartiger Weise den Umgang der Nachkriegsgeneration mit dem Holocaust und der nationalsozialistischen Generation der Väter und Mütter. Sowohl Hanna Schmitz, die Analphabetin und potentielle Nazi-Verbrecherin, sowie der Ich-Erzähler Michael Berg werden als ambivalente und schwer fassbare Charaktere beschrieben. Entsprechend ist auch die Rezeption des Romans äußerst kontrovers. Literarisch betrachtet haben sich sämtliche Kritiker äußerst lobend geäußert. Was die Darstellung der Story und den Umgang mit der Geschichte durch Bernhard Schlink betrifft, sind die Meinungen aber geteilt: Es stellt sich die Frage, ob Hanna Schmitz zu Unrecht das Mitleid und die Sympathie des Lesers erzwingt und ob die Geschichte die Verbrechen der Nationalsozialisten nicht in ihrer ga...
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