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Zusammenfassung von Farm der Tiere

...beschrieben, bei der es zu einer Rebellion zwischen anthropomorphen Tieren und dem Besitzer kommt. Dieser flüchtet daraufhin und überlässt den Tieren die Herrschaft über die Farm. Jedoch erschaffen die schlauen Schweine schon bald eine Diktatur und beanspruchen immer mehr für sich. Zusammenfassung Schauplatz dieser Ereignisse ist die Farm von Bauer Jones in England. Der Farmer betrinkt sich oft, vergisst demnach seine Tiere zu füttern und behandelt sie im Großen und Ganzen sehr schlecht. Eines Abends stirbt das kluge Schwein namens „Old Major“, hat jedoch davor noch eine Vision. In der werden alle Tiere gleich behandelt und leben glücklich miteinander, befreit von Farmer Jones. Nach dem Tod von „Old Major“ arbeiten die drei Schweine Schneeball, Napoleon und Schwatzwutz eine Theorie aus, in der alle Tiere friedlich miteinander leben können und gleichgestellt sind. Dieses Konzept nennen sie „Animalismus“. Als sich der Bauer eines Tages wieder betrinkt und erneut vergisst, die Tiere zu füttern, bricht eine Revolution aus. Die Tiere vertreiben den Farmer und der Bauernhof wird in die „Farm der Tiere“ unbenannt. Die Schweine, welche mittlerweile lesen können, verfassen eine Form von sieben Geboten, die es einzuhalten gilt. Diese beinhalten, dass Tiere solidarisch miteinander umgehen, Zweibeiner Feinde sind, keine Betten und Kleider benutzt werden, kein Alkohol getrunken wird sowie niemand sich gegenseitig umbringt. Die Schweine wollen mit diesen Geboten Gleichberechtigung unter den Tieren schaffen. Anfangs klappt dieses Konzept sehr gut, mit der Zeit jedoch beanspruchen die Schweine immer mehr für sich und es kommt zu häufigeren Auseinandersetzungen zwischen ihnen. Bei einem heftigen Streit über den Bau einer Windmühle vertreibt Napoleon Schneeball und übernimmt die Herrschaft über die Farm. Das gelingt ihm jedoch nur, weil er im Geheimen Kampfhunde großgezogen hat, welche nur auf ihn hören. Die Tiere arbeiten mittlerweile ununterbrochen und werden wie Sklaven behandelt. Obwohl Napoleon früher gegen den Bau einer Windmühle war - eine Idee, welche von Schneeball kam - wurde der Bau trotz allem fortgesetzt. Diese Windmühle ist jedoch nicht lange von Dauer, da ein Unwetter sie vollkommen zerstört. Napoleon macht Schneeball dafür verantwortlich, obwohl dieser schon längst die Farm verlassen hat. Somit fordert der Diktator die Tiere erneut auf, die Windmühle zu bauen. Durch das ständige Arbeiten wird jedoch die Gesundheit der Tiere enorm verschlechtert. Für alle negativen Vorfälle, die auf der Farm geschehen, macht Napoleon Schneeball dafür verantwortlich. Napoleon geht mittlerweile soweit und lässt einige Schweine töten, da er Angst vor ihrer Intelligenz hat. Der Wunsch nach Macht kann ihn kaum stoppen. Das Leben auf der Farm pendelt sich zwar einigermaßen ein, jedoch werden die Tiere durch die harte Arbeit von Tag zu Tag schwächer. Auch weitere Streitigkeiten entstehen, unter anderem mit Mr. Frederick, einem Nachbarfarmer. Dies hat zur Folge, dass die Windmühle erneut zerstört wird. Es wird abermals der Bau der Mühle in Auftrag gegeben. Des Weiteren ändert Napoleon die Regierungsform in eine Republik, wo der Präsident gewählt wird. Jedoch tritt nur er selbst als Kandidat an, was das Ergebnis natürlich eindeutig macht. Die Farm hat zwar somit über die Jahre hinweg einen Erfolg verzeichnet, jedoch auf Kosten der Tiere. Der Großteil der Gesetzte wurde abgeschafft, eines bleibt jedoch bestehen und zwar dass alle Tiere gleich sind, aber manche gleicher. Fazit George Orwells Roman stellt auf diese satirische Art den Kommunismus dar. Der Marxismus mag zwar Gleichheit betonen, sobald jedoch Menschen an die Macht kommen wird diese sofort missbraucht. Wie die Geschichte zeigt, entwickelt sich auch hier eine Diktatur. Des Weiteren gibt Orwell bekannt, dass seine Fabel die Geschichte Russlands in gewisser Weise widerspiegelt. Karl Marx verkörpert den Big Major, welcher frühzeitig stirbt und Napoleon wird als Stalin dargestellt. Die Revolution auf der Farm wird der Oktoberrevolution gleichgestellt und Napoleon (Stalin) schafft es anfänglich den Animalismus (Marxismus) darzustellen. Jedoch wird dies mit der Zeit immer schwieriger, da Napoleon gierig nach Macht ist und das einst friedliche und gleichberechtigte Konzept verwandelt sich in eine Diktatur. ...

Die Räuber Zusammenfassung

...elt es sich um Friedrich Schillers Debüt, das im Jahre 1781 veröffentlicht und nur 1 Jahr später in Mannheim uraufgeführt wurde. Es gilt als ein bedeutendes Werk der deutschen Sturm und Drang Epoche und wurde von der zeitgenössischen Rezeption auf Grund seines rebellischen und für damalige Verhältnisse recht vulgären Charakters als Schocker wahrgenommen. Die Handlung spielt vom Konflikt zweier Brüder adliger Herkunft, Karl und Franz Moor. Der charismatische und rebellische Karl studiert in Leipzig und wird von seinem Vater sehr geliebt, wohingegen er Franz, der das genaue Gegenteil seines Bruders zu sein scheint, nur wenig Liebe entgegen bringt. Von Neid auf seinen Bruder und durch Gier auf das Erbe seines Vaters getrieben, schmiedet Franz einen hinterlistigen Plan, um Bruder und Vater zu hintergehen. Franz übergibt seinem Vater einen gefälschten Brief, den er als Brief Karls ausgibt. In ihm berichtet Karl darüber, dass er sein Studium abgebrochen habe, ein Luderleben führe und mittlerweile ein gesuchter Krimineller sei. Über das Unglück ist der alte Moor so entsetzt, dass er seinen Sohn schweren Herzens enterbt. Als Karl die entsprechende Nachricht von seinem Vater erhält, trifft es auch ihn schwer und er entschließt sich tatsächlich dazu mit seinem Kameraden Spiegelberg eine Räuberbande zu gründen. Währenddessen fälscht Franz einen weitere Nachricht, diesmal von Karls Tod, um so seinen Vater in die Verzweiflung zu treiben. Dieser fällt ihn Ohnmacht und als alle glauben, dass er Tod sei, ergreift Franz die Chance und sperrt ihn in einen Turm, damit er das Alleinerbe antreten kann. Außerdem hält er um die Hand Amalias an, die mit Karl verlobt ist. Er scheitert jedoch an ihrem Unwillen. Bei den Räubern ist es inzwischen zu einem Streit gekommen. Karl will den Armen helfen und Unschuldige vergelten, genau wie er gleichermaßen verbrecherische Machthaber und korrupte Rechtssprecher strafen möchte. Sein Kamerad Spiegelberg hat dafür aber wenig übrig und sieht keinen Sinn darin eigenes Blut für fremde Angelegenheiten zu vergießen. Kosinsky, ein Fremder möchte sich den Räubern anschließen. Als er von seiner Lebensgeschichte erzählt, fühlt sich Karl an sein altes, glückliches Leben zurück erinnert, woraufhin er entscheidet in seine Heimat zurückzukehren. Er kehrt unter falscher Identität heim, doch sein Bruder Franz erkennt ihn und gibt seinem Diener den Befehl ihn umzubringen. Doch auch dieser erkennt Karls wahre Identität und gibt Franz' Intrigen preis, woraufhin Karl Rache schwört. Doch Franz ,von Schuldgefühlen und Todesangst geplagt, begeht Selbstmord. In dem Moment, in dem Karl die Nachricht vom Tod seines Bruders erhält, gibt er sich seinem Vater zu erkennen, der es nicht ertragen kann, dass sein Sohn ein Räuberhauptmann geworden ist, woraufhin er sich ebenfalls tötet. Karl bleibt nur noch Amalia, doch auf Grund des Treueschwurs, den er den Räubern geleistet hat, kann er nicht mit ihr zusammen bleiben. Auf ihren eigenen Wunsch hin bringt er sie mit seinem Schwert um und stellt sich schließlich der Justiz. ...

Zusammenfassung von Gut gegen Nordwind

...el Glattauer handelt von einer Internetromanze der Protagonisten Leo Leike und Emmi Rothner. Was mit einer versehentlichen E-Mail beginnt, läuft auf i... ...enn nicht sogar Liebe hinaus. „Gut gegen Nordwind“ spielt in der Gegenwart und dauert ungefähr von Januar bis Juli nächsten Jahres. Handlungsort der G... ...e E-Mail in seinem Posteingang. Eine Frau namens Emmi Rothner scheint aufgrund eines Tippfehlers ihr Zeitschriften-Abonnement bei ihm kündigen zu woll... ...-Mail, dass sie wohl beim Eintippen der Adresse einen Fehler begangen habe und er kein Zeitschriftenverlag sei. Über den Lauf einiger Wochen landen n... ...derkehrenden E-Mails scheint Leo Interesse an Emmis pointierter Sprache gefunden zu haben. Beide Parteien sind zwar anfangs noch etwas zurückhaltend, ... ...t, scheinen aber trotzdem einen gewissen Gefallen an der anderen Person gefunden zu haben. Sie finden heraus, dass sie beide in derselben Stadt wohnen, Leo nach einigen gescheiterten Beziehungen wohl lieber alleine bleibt und Emmi anscheinend glücklich verheiratet ist. Je länger die beiden miteinand... ...r anderen Person gemacht haben, wohl mit der Realität übereinstimmt. Emmi und Leo entscheiden sich daher für ein Treffen im Café Huber. Dort wollen d... .... Zwischenzeitlich scheint es, dass Leo wieder allmählich mit seiner Exfreundin Marlene in Kontakt kommt. Emmi gefällt das natürlich gar nicht und sie reagiert äußerst eifersüchtig. Bei Fragen über Emmis Ehe zieht sie es ... ...h Nähe wünsche. Diese habe er weder bei seiner Mutter, noch bei Marlene gefunden. Er fordert daher Emmi explizit auf, zu ihm zu kommen. Die junge Frau... ...lene schildert, hat sich Emmi etwas in den Kopf gesetzt – Leo mit ihrer Freundin Mia zu verkuppeln. Wenn Emmi schon nicht mit ihm zusammen sein konnte, konnte sie ihm wenigstens indirekt nahe sein. Mia und Leo treffen sich zwar, von einer potenziellen Beziehung ist jedoch keineswegs die Rede. Beide haben die fiesen Absichten von Emmi durchschaut, freunden sich aber dennoch miteinander an. Zwei Wochen nach diesem unangenehmen Vorfall nähern sich Emmi und Leo wieder langsam an. Emmi will erneut ein Treffen miteinander vereinbaren, da sie endlich eine echte Vorstellung von Leo bekommen will. Der Sprachpsychologe ist anfangs nicht begeistert und reagiert zurückhaltend. Er fürchtet eine Ernüchterung und zugleich scheint ihm ein Treffen mit einer verheirateten Frau als überaus unangebracht. Um die immer wieder aufkommende Sehnsucht ein wenig zu lindern, sprechen sich die beiden in unterschiedlichen Zeitabständen auf den Anrufbeantworter. Ihr gegenseitiges Interesse wird dadurch jedoch nicht gemindert, sondern erreicht sogar ihren virtuellen Höhepunkt. Dennoch scheint dieses Glück nicht von langer Dauer zu sein. Bernhard, Emmis Ehemann, findet den gesamten Verlauf ihrer Konversation und wendet sich schockiert an Leo. In einer E-Mail teilt er ihm mit, dass er den Wunsch nach Abenteuern von seiner Frau verstehen könne. Damit er jedoch eine Möglichkeit hat, um seine Frau zu kämpfen, müsse Leo sich im realen Leben mit ihr treffen und mit ihr schlafen. Denn gegen einen virtuellen Widersacher habe er nicht den Hauch einer Chance. Dieser erste Kontakt bestürzt Leo, wodurch er sich spürbar von Emmi distanziert. Leo teilt ihr nach langem hin und her seine endgültige Entscheidung mit: Er würde nach Boston gehen und dort eine Stelle an der Universität annehmen. Außerdem wünscht er sich, auf normalem Wege eine Freundin zu finden. Dafür müsse er sich aber zuvor von Emmi lösen und wolle daher den Kontakt abbrechen. Dennoch möchte er sich vorher noch mit ihr treffen. Trotz verzweifelter Versuche, ihre Liebe umzustimmen, hält Leo an seiner Entscheidung fest. Emmi gibt nach und sie verabreden sich in Leos Wohnung. Sie visualisieren die Begegnung bis ins Detail. Leo würde in einem dunklen Zimmer auf sie warten und sie dort küssen, ohne jemals ihr Gesicht gesehen zu haben. Emmi scheint sich ihrer Sache sicher zu sein und verabschiedet sich von ihrem Ehemann. Dieser nennt sie jedoch bei ihrem Kosenamen „Emmi“, was die junge Frau äußerst schockiert. Sie bringt es einfach nicht übers Herz, ihren Mann zu verlassen und bleibt. Am nächsten Tag versucht sie Leo diesen Sachverhalt in einer E-Mail zu erklären. Zurück kommt jedoch nur eine automatische Antwort des Systemmanagers: Leos Postfach existiert nicht mehr. Mit über 2,5 Millionen verkauften Exemplaren zählt „Gut gegen Nordwind“ zu einem besonders erfolgreichen Roman. Das Buch ist einfach zu lesen, spannend, überaus unterhaltsam und in E-Mail-Form geschrieben. ...

Zusammenfassung von "Der Trafikant" von Robert Seethaler

...von Robert Seethaler erschien im Jahre 2012 im Verlag Kein & Aber, Zürich, und spielt vor dem Hintergrund der damaligen politischen Situation in den 30er Jahren in Wien. Am 7. Aug... ...aum erschlagen wird. Die Familie bewohnt ein einfaches Fischerhaus am See und der Junge verliert im Laufe seiner Kindheit die zweite Vaterfigur, den wohlhabenden Liebhaber seiner Mutter, der von einem Blitz getroffen wird und auch sehr plötzlich aus dem Leben scheidet. Nun schickt die Mutter ihren Sohn nach Wien zu Otto Trsnjek, einer ehemaligen Urlaubsaffäre, der Franz in seiner Trafik in Wien beschäftigt. Der Trafikant hat seit dem Weltkrieg nur mehr ein Bein und kann sich nur mit Hilfe von Krücken fortbewegen. Er schult Franz ein und sie arbeiten gemeinsam in der Trafik. In der Trafik kauft der alte Sigmund Freud ein, den Franz sofort interessant findet und der dem jungen Burschen drei Ratschläge erteilt: Erstens solle er viel an die frische Luft gehen, sich vergnügen und ein Mädchen anlachen. Der junge Franz befolgt nur allzu gerne die Ratschläge des erfahrenen Psychoanalytikers und lernt ein böhmisches Mädchen kennen, mit der er sich vergnügt und die dann jedoch verschwindet. Er kennt weder ihren Namen noch weiß er, wo sie wohnt oder was sie macht. Während an den Weihnachtsfeiertagen und Neujahr die Trafik geschlossen ist, begibt sich Franz auf die Suche nach der unbekannten Schönen. Ein Kellner, ebenfalls aus Böhmen, gibt ihm ihre Adresse und so findet er sie letztendlich. Ihr Name ist Anezka und sie lebt mit anderen böhmischen Frauen in einem sehr heruntergekommenen Haus. Nach einem gemeinsamen Essen verbringt sie die Nacht bei ihm in der Trafik und weiht ihn in die Geheimnisse der Sexualität ein, verlässt ihn jedoch schon frühmorgens. Etwas später täuscht Franz einen Arztbesuch vor, nur um vor Anezkas Haus auf sie zu warten, was ihm gelingt. Da entdeckt er, dass sie in einem Nachtklub ihre Nacktheit zur Schau stellt, was ihm missfällt. Er trifft wieder auf Freud, um sich bei ihm Rat zu holen. Die politische Situation in Wien spitzt sich zu und die Nazis gewinnen immer mehr an Einfluss, sodass die Trafik, in der viele Juden Konsumenten sind, mit Blut verschmiert wird. Trsnjek wird von der Gestapo abgeholt und verstirbt sehr bald danach unter mysteriösen Umständen. Franz will für Gerechtigkeit sorgen und stellt sich gegen die Nazis auf, wird jedoch immer wieder daran gehindert. Auch Anezka hat ihn verraten, sie sympathisiert mit SS-Soldaten. Er ist sehr enttäuscht. Noch bevor Freud Wien endgültig den Rücken kehrt, besucht Franz den Psychoanalytiker, um sich von ihm zu verabschieden. In der Nacht darauf hisst er an einem der Fahnenmasten vor dem Hotel Metropol an Stelle der Hakenkreuzfahne die Hose Trsnjeks, die ihm nach dem Tod des Trafikanten geblieben ist. In derselben Nacht leidet seine Mutter in Oberösterreich an Schlaflosigkeit und wandelt zum See. Am Morgen danach holt die Gestapo Franz ab. Am Ende sind 6 Jahre vergangen und die böhmische Liebe Anezka geht an der Trafik vorbei, die menschenleer ist, im Hintergrund sind Bombergeräusche der Alliierten wahrzunehmen. Seethaler gelingt es, historische Fakten mit dem literarischen Werk zu verbinden. Au s seiner Feder entsteht eine einfache Geschichte, die zutiefst berührt und der etwas Märchenhaftes anhaftet. Die Details der Geschichte sind so stimmig miteinander verbunden, dass sich der Roman sehr angenehm liest. Der Roman wird oft als Coming ...

Kleider machen Leute Zusammenfassung

...n wird, gilt als Beispiel für den "Poetischen Realismus" in der Literatur, und dient bis heute als Vorlage für Bühnenstücke und Fernsehproduktionen. Handlung Der Schneiderlehrling Wenzel Strapinski verliert seine Arbeitsstelle und muss seine Heimatstadt Seldwyla verlassen. Alles, was er noch besitzt, ist die schöne Kleidung die er trägt. Wenzel wird vom Kutscher einer leeren, herrschaftlichen Kutsche mitgenommen. Als die Kutsche in Goldach vor dem Gasthaus hält, erregt sie großes Aufsehen. Aufgrund seiner prächtigen Kleidung wird Wenzel von den Wirtsleuten für einen Edelmann gehalten. Wenzel wagt nicht, den Irrtum aufzuklären. Der Kutscher erlaubt sich einen Spaß, indem er den Umstehenden zuraunt, dass es sich bei seinem Fahrgast um den polnischen Grafen Strapinski handle. Die Herren der Goldacher Gesellschaft versammeln sich um den vermeintlichen Grafen, buhlen um seine Gunst und nehmen ihn auf das Landgut des Amtsrates mit. Buchhalter Böhni bezweifelt, dass Wenzel ein Edelmann ist, behält seine Vermutung jedoch für sich. Wenzel begibt sich mit seinem beim Spiel gewonnenen Geld in den Park und sucht nach einer Fluchtmöglichkeit. Da begegnet ihm der Amstrat mit seiner Tochter Nettchen. Wenzel bemüht sich um ihre Gunst, und beschließt, die Rolle des Grafen weiter zu spielen. Zurück im Gasthof bemerkt der Wirt, dass man Wenzels Gepäck vergessen habe. Als er darum schicken will, bedrängt ihn Wenzel, dies nicht zu tun, weil er ein Verfolgter sei, dessen Spur sich verlieren müsse. Die Bürger Goldachs überschütten ihn daraufhin mit teuren Geschenken. Weil ihn das Gewissen plagt, und ihm Gerüchte über sich und Nettchen zu Ohren kommen, beschließt Wenzel, Geld in verschiedenen Lotterien zu setzen, Goldach zu verlassen, und seine Schulden aus der Ferne zu begleichen. Als er einen beträchtlichen Betrag gewinnt, verkündet er auf einem Ball seine Abreise. Im Park fällt ihm das weinende Nettchen um den Hals. Wenzel schafft es nicht, zu widerstehen, und hält um Nettchens Hand an. Der Amtmann ist überglücklich, weil Nettchen ihre Verehrer stets abgewiesen hatte, zuletzt sogar Buchhalter Böhni. An Fastnacht wird Verlobung gefeiert, für die Wenzel sein ganzes Vermögen ausgibt. Er lädt zu einer Schlittenfahrt ein, an der auch Böhni teilnimmt, der soeben aus Seldwyla zurückgekommen ist. Vor dem Gasthaus trifft ein weiterer Schlittenzug ein; der Karnevalsumzug einer Schneiderzunft. Als Wenzel unruhig wird, verkündet Böhni jedoch laut einen anderen Herkunftsort des Zuges als Seldwyla. Die Karnevalsnarren führen für die Festgesellschaft einen Maskentanz auf. Allerlei Pantomime, das Schneiderhandwerk betreffend, wird dargeboten. Zuletzt tritt ein einzelner Darsteller auf, der imaginär an einem Grafenrock näht, wie Wenzel ihn trägt, diesen überzieht, und darin umherstolziert. Atemlos beobachtet die Festgesellschaft den Doppelgänger Wenzels. Als dieser vor Wenzel stehenbleibt, und ihn vor aller Augen entlarvt, erkennt Wenzel seinen ehemaligen Meister. Wenzel flieht. Nettchen folgt ihm, und bringt ihn zu einer befreundeten Bäuerin. Dort stellt Nettchen ihn zur Rede. Wenzel erzählt von seiner Mutter, bei der er in Armut aufgewachsen war, und die ihren Sohn stets edel kleidete, um ihm eine gute Zukunft zu ermöglichen. Nettchen verzeiht Wenzel. Rasend vor Eifersucht versucht Böhni, Nettchen zurückzugewinnen. Erst durch das Einschreiten hoher Ratsherren und die Hilfe der Seldwyler, die sich auf die Seite des Brautpaares geschlagen haben, gelingt es Wenzel und Nettchen, Hochzeit zu feiern. Wenzel lässt sich in Seldwyla als Schneider nieder, und entwickelt sich zum erfolgreichen Geschäftsmann. Schlussteil Keller entlarvt in seiner Novelle den Standesdünkel des leicht zu blendenden, auf Äußerlichkeiten bedachten Bürgertums. Am Ende siegt Nettchens Liebe, die sich über Zweifel und falschen Schein hinwegsetzt, und den wahren Menschen Wenzel erkennt. ...

Inhaltsangabe von Ein ungezähmtes Leben (Half Broke Horses)

... Großmutter der Autorin, die für die damalige Zeit ein sehr eigenständiges und selbstbestimmtes Leben führte. Der Roman erschien 2009 und ist in neun Abschnitte unterteilt. Die Romanhandlung beginnt damit, dass ... ...it zeigt sich bereits hier, da sie ihre beiden jüngeren Geschwister Buster und Helen vor dem Ertrinken rettet. Sie leben alle mit ihren Eltern auf e... ...as Internat ist 200 Kilometer entfernt, jedoch genießt Lily ihre Zeit hier und beschließt Lehrerin zu werden. Sie besteht die Prüfung als Hilfslehrerin und bekommt eine Anstellung. Um diese antreten zu können muss sie jedoch 500 M... ...ich auf die Ranch nach New Mexico zurück. Ihr Bruder ist nun verheiratet und Lily wird nicht mehr für die Farmarbeit gebraucht. So zieht es sie nach Chicago. Hier arbeitet sie als Dienstmädchen und besucht abends die Highschool. Nach einiger Zeit heiratet sie Ted Conover. Es stellt sich jedoch heraus, dass dieser eine weitere Frau und drei Kinder hat. Deshalb lässt Lily die Ehe annullieren. Sie zieht nach Arizona und besucht dort das Teacher’s College. Nach dem ersten Studienjahr wird Lily eine Stelle in Red Lake angeboten, welche sie annimmt. Neben dem Unterricht nimmt Lily an Pferderennen teil und spielt Poker. Sie gewinnt häufig und kauft sich von den Gewinnen eine rote Seidenbluse. Ein Bekannter namens Jim Smith bringt ihr außerdem das Fahren bei. Lilys Schwester wird unehelich schwanger und kommt bei ihr unter. Lily versucht ihrer Schwester Mut zu machen. Jedoch erhängt sich Helen. Lily begräbt sie daraufhin in der roten Seidenbluse. Lily heiratet Jim Smith. Die beiden betreiben fortan eine Autowerkstatt. Sie bekommen eine Tochter, namens Rosemary und einen Sohn, namens Little Jim. Die Weltwirtschaftskriese lässt die Einnahmen einbrechen und Lily hält die Familie mit selbst gebranntem Whiskey über Wasser. Jim erhält das Angebot in Arizona eine Ranch zu leiten, welches er annimmt. Die Familie lebt nun auf der Ranch. Lily möchte jedoch auch finanziell mehr für die Familie beisteuern und nimmt Flugstunden, um als Buschpilotin arbeiten zu können. Außerdem arbeitet sie wieder als Lehrerin und fährt den Schulbus. Die Kinder werden auf ein Internat geschickt und Lily macht ihren College Abschluss. Zurück auf der Farm verliebt sich Rosemary in Fidel Hanna. Er stammt aus dem Reservat, welches Rosemary vorkommt wie der Garten Eden. Lily heißt dies nicht gut und schickt sie zurück ins Internat. Jim wird als Farmer entlassen. Die Familie muss die Farm verlassen. Sie ziehen nun nach Phoenix, können sich jedoch mit dem Stadtleben nicht anfreunden. Jim bekommt seinen Job als Farmer schnell zurück. Lily hat Angst, dass Jim sie betrügen könnte. Jedoch stellt sich ihr Verdacht als falsch heraus. Die Familie zieht ein weiteres Mal um. Der kleine Ort liegt östlich von Phoenix. Lily arbeitet wieder als Lehrerin, Jim beim Amt für Landgewinnung. Die Kinder lernen an der Universität ihre zukünftigen Partner kennen. Der Roman ist ausschließlich in der Ich-Form geschrieben. Es handelt sich jedoch nicht um eine Autobiografie. Der Roman ist vielmehr eine Zusammensetzung aus alten Familiengeschichten und Fiktion. ...

Zusammenfassung von Der Hessische Landbote

...bote” ist eine politische Kampfschrift des deutschen Autoren Georg Büchner und zählt zu den wichtigsten Werken des Vormärz. In dem Pamphlet richtet sich Büchner gegen die feudale Oberschicht und die Unterdrückung der armen Landbevölkerung. In der Nacht zum 31. Juli 1834 wurde die Der Hessische Landbote in unbekannter Auflage heimlich und ohne Autorennennung verbreitet. Der Hauptteil beginnt mit einer Analogie zur biblischen Schöpfungsgeschichte. Bauern und Handwerker, schreibt Georg Büchner dort, seien gar nicht am sechsten Tage von Gott geschaffen worden, sondern an Tag 5 der Schöpfung. Somit gehören sie nicht zu den Menschen, sondern sind zu den Tieren zu zählen. So werden sie auch durch die adelige Oberschicht behandelt. Um das zu belegen führt der Text im Anschluss eine Liste auf, die die Steuerlast darstellt, die auf der Landbevölkerung liegt. In einer Tabelle werden die exakten Werte genannt, die jedes Jahr an den Staat und somit an den herrschenden Adel entrichtet werden müssen. Daraufhin fragt der Text, was dieser Staat eigentlich sei und schiebt die Antwort gleich hinterher: “Der Staat also sind alle.” Daher sollten Steuern, die an den Staat gezahlt werden auch allen dienen. Doch das ist in der erwähnten Lage nicht der Fall. Einziger Profiteur der Ausbeutung von Bauern und Handwerkern ist die Großherzogliche Familie. Der Text beschreibt dann die Verfassung dieses großherzoglichen Staates und stellt die derzeitige Lage dem oben formulierten Sollen entgegen. Die biblische Analogie wird hier wieder aufgegriffen, indem der Text herausstellt, dass Bauern und Handwerker durch den herrschenden Adel nicht anders behandelt würden, als das Vieh im Stall. Gegen diese Analogie besteht der Text dann darauf, dass der Fürst, gegen alle Ehrwürdigung, auch nur ein Mensch ist, mit den gleichen Schwächen und Bedürfnissen wie jeder andere Mensch auch. Zum Beweis, dass die Gelder, für die Bauern und Handwerker schuften nicht zum Wohl aller verwendet werden, zählt Der Hessische Landbote anschließend auf, wohin die Gulden fließen. Da gibt es die Ministerien des Innern und der Finanzen, das Militär, die Pensionen und das Staatsministerium. Für alle diese Institutionen zählt Georg Büchner im Hessischen Landboten auf, wie die Gelder verschwendet werden und dass nichts davon dem Wohle des einfachen Volkes dient. Dabei kritisiert Der Hessische Landbote nicht nur die Strukturen des Staates, sondern auch die gierigen Beamten und die Fürstenfamilie, die ihr gutes Leben auf Kosten von Bauern und Handwerkern finanzieren. Der folgende Abschnitt erläutert, warum das einfache Volk trotz dieser Ausbeutung dem Fürsten folgt. Der Adel hat sich den Titel von Gottes Gnaden gegeben und beansprucht, von Gott zum Herrschen gemacht zu sein. Hier knüpft der Text auch wieder an die eingangs verwendete Bibelgeschichte an. Die Fürsten, so beschreibt es Georg Büchner hier, haben sich den Anspruch auf gottgegebene Macht unberechtigter Weise genommen. Ursprünglich ist dieser Anspruch nur dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zugestanden worden. Im Anschluss kommt Der Hessische Landbote wieder auf die Ausgaben des Staates zurück und erwähnt als letzten Posten die Landstände. Diese haben die Fürsten nur deshalb eingesetzt, um den Anschein von Mitbestimmung zu erwecken. Eigentlich kommt diesen Landständen keinerlei Macht zu. Der Hessische Landbote endet mit einer Beschreibung der Geschichte, in der der Weg vom Kaiserreich direkt zur Demokratie führt. Die Kleinstaaterei und die Macht der Fürsten, die Georg Büchner kritisiert, sind dagegen nur eine...

Die Vermessung der Welt Zusammenfassung

...lag, avancierte in der Folge zur Nummer Eins der deutschen Bestsellerliste und zum Weltbestseller. Insgesamt wurde der Roman weltweit etwa sechs milli... ...childert in zwei Erzählsträngen die fiktiven Biographien des Mathematikers und Carl Friedrich Gauß (1777–1855) und des Naturforschers Alexander von Humboldt (1769–1859). Die Handlung setzt 1828 ein, als Humboldt seinen Wissenschaftskollegen Gauß nach Berlin zu einer wissenschaftlichen Tagung einlädt. Das Zusammentreffen der beiden Forscher in Berlin nimmt Kehlmann zum Anlass, deren jeweiligen Werdegang nachzuzeichnen: Die folgenden Kapitel erzählen chronologisch von Gauß`und Humboldts Jugend, Studium und Forscherkarriere. Gauß ist das Kind einer alleinerziehenden Mutter und wächst in entsprechend ärmlichen Verhältnissen auf. Ein Stipendium ermöglicht es ihm zu studieren, jedoch kommt er aufgrund seiner Intelligenz mit anderen Menschen schlecht zurecht und widmet sich daher der Mathematik. In Ermangelung eines Auskommens muss Gauß trotz seiner wissenschaftlichen Ambitionen als Landvermesser arbeiten. Neben seiner Arbeit gelingt es ihm, sein mathematisches Hauptwerk, die Disquisitiones Arithmeticae, zu vollenden. Humboldt hingegen stammt aus einer angesehenen preußischen Familie, derer es an Geldmitteln nicht mangelt. Daher erfährt Humboldt, der ebenfalls ohne Vater aufwächst, eine exzellente Ausbildung auf allen Gebieten. Ihm stehen alle Möglichkeiten der preußischen Gesellschaft offen. Der Forschung verschreibt er sich vollends nach dem Tod seiner Mutter. Er reist zunächst nach Frankreich, um von dort aus nach Südamerika aufzubrechen und Flora und Fauna des Kontinents zu erforschen. Noch während seiner Reisen wird Humboldt in Berlin gewissermaßen zum Wissenschaftsstar seiner Zeit. Im Anschluss an die alternierend erzählten biographischen Kapitel kehrt der Roman auf die Ebene der Erzählgegenwart und damit zum Forschungskongress nach Berlin zurück. Humboldt empfängt Gauß auf seinem Familienanwesen und die beiden tauschen Forschungsmeinungen, Lebensansichten und Erfahrungen aus. Schließlich kommt es zum Streit über das wahre Wesen der Wissenschaft. Der Empiriker Humboldt und der Theoretiker Gauß werden jedoch durch die Nachricht unterbrochen, dass der Sohn des letzteren während Studentenprotesten verhaftet worden sei. Humboldt bemüht sich Kraft seiner Beziehungen um dessen Freilassung, dieweil Gauß den Naturforscherkongress bereits verlassen hat, der großen Gruppen und Menschenansammlungen überdrüssig. Humboldt verfehlt dadurch sein Ziel, den verkannten Mathematiker dem preußischen König vorzustellen. Auch nach der Trennung bleiben beide Forscher in engem Kontakt und tauschen sich weiterhin brieflich aus. Humboldt reist nach Russland, Gauß beschäftigt sich mit Magnetismus, beide kommen überein, dass ihre Wirkungszeit vorüber sei und eine neue Generation an Wissenschaftlern hinfort übernehmen würde. Kehlmanns auktoriale Erzählweise ermöglicht es dem Autor, die fiktiven Biographien zweier realer historischer Persönlichkeiten in Verbindung zu setzen. Tatsächliche Berührungspunkte gibt es wenige, die Treffen in Berlin samt der wissenschaftlichen Diskussionen sind historisch nicht verbürgt. Vielmehr handelt es sich bei Humboldt wie Gauß um Repräsentanten ihrer Wissenschaften und Denkweisen sowie der gemeinsamen Überzeugung, die Welt könne vermessen werden. Humboldt betreibt diese Vermessung als Forscher und Weltreisender, Gauß in der stillen Kammer als Theoretiker und Mathematiker. ...

Bahnwärter Thiel Zusammenfassung

...s Mannes, der nach dem Tod seiner geliebten Frau eine Vernunftehe eingeht und dadurch in einem Strudel aus Selbstvorwürfen und Unterwerfung landet, bewegt die Menschen auch heute noch und könnte durchaus auch in der Gegenwart spielen. Thiel ist seinem äußeren Erscheinungsbild nach das, was man wohl einen "ganzen Kerl" nennen würde. Er ist groß und stämmig. Seine erste Frau Minna dagegen ist blass, kränklich und scheint so gar nicht zu ihm zu passen. Aber sie ist seine große Liebe, bei... ...mt, umso mehr gerät Thiel in einen Strudel aus Abhängigkeit, Wehrlosigkeit und Schuldgefühlen. Er beginnt sogar krankhaft von Minna zu fantasieren, si... ...en kann, dass es früher oder später zu einem weiteren Unglück kommen muss. Und tatsächlich nimmt das Schicksal schon sehr schnell seinen Lauf. Thiel bekommt ein Grundstück neben seinem Bahnhäuschen zugeteilt und Lene beschließt drauf Kartoffeln anzubauen. Für eine Familie mit geringem Einkommen eine vernünftige und nachzuvollziehende Entscheidung. Thiel aber verliert dadurch seine letzte Rückzugsmöglichkeit. Sein Bahnhäuschen ist eine Art Altar für Minna. Häufig sitzt er dort in ein Foto von ihr vertieft, liest aus der Bibel, singt und spricht schließlich mit ihr. Dass Lene nun in diese zweite Welt, den einzigen Ort, wo er mit seiner großen Liebe zusammen sein kann, eindringt, passt ihm gar nicht. Aber wieder einmal schafft er es nicht, sich gegen Lene durchzusetzten. Das Tobias während der Arbeit bei ihm ist, gefällt Thiel, er genießt die Bewunderung seines Sohnes. Allerdings weigert sich Lene, auf Tobias aufzupassen, während Thiel arbeiten muss. So befindet sich der unbeaufsichtigte Junge auf den Gleisen, als sich ein Schnellzug nähert. Tobias wird erfasst und schwer verletzt. Der Zug bringt ihn und Lene zur nächsten Station, doch schon bald kehrt Lene mit Tobias Leichnam zu Thiel ins Bahnwärterhäuschen zurück. Vor Kummer und Schmerz bricht Thiel bewusstlos zusammen. Die Familie wird nach Hause gebracht. Als Helfer am nächsten Morgen nach dem Rechten sehen wollen, finden sie Lene und den Säugling mit durchgeschnittenen Kehlen. Thiel finden sie wenig später an der Unglücksstelle auf den Schienen sitzend, in der Hand Tobias Mütze, die er unablässig streichelt. Er wird verhaftet und schließlich in die Nervenklinik eingewiesen. Die tragische Geschichte des Bahnwärter Thiel nimmt so ein noch tragischeres Ende. Typisch für die Zeit des Naturalismus ist dabei die starke Symbolik, in deren Mittelpunkt die Eisenbahn steht. Zur damaligen Zeit hatten viele Menschen vor den neuen technologischen Entwicklungen nicht nur jede Menge Respekt, sondern regelrecht Angst. Selbst Thiel sieht in ihnen immer wieder teufelsähnliche, unheilvolle Gefährte. Und auch sein eigenes Leben verläuft wie auf Schienen, ohne eine Chance auszubrechen oder schlimmeres zu verhindern. Er kann den Tod seiner ersten Frau nicht verwinden, fügt sich in eine zweite Ehe, der er eigentlich nie wollte und die von Anfang an aus Abhängigkeit besteht. So stark er auch körperlich ist, psychisch ist er krank und schwach. Der Ärger über sich selbst, dass er sich nicht gegen Lene durchsetzen, ja noch nicht einmal ihre Misshandlungen an Tobias verhindern kann, lösen bei ihm zum einen starke Schuldgefühle, gleichzeitig aber auch immer größer werdenden Hass aus. Als Lene dann schließlich durch ihre Unachtsamkeit Tobias Tod verursacht, gibt es Für Thiel keine andere Möglichkeit als sie und auch den gemeinsamen Sohn im Wahn zu töten. ...

Zusammenfassung Zweier Ohne

...chienene Novelle „Zweier Ohne“ von Dirk Kurbjuweit, politischer Journalist und Schriftsteller, thematisiert die Freundschaft zweier heranwachsender Jungen, Johann und Ludwig, mit all ihren Höhen und Tiefen. Mit ruhigem Erzählton beginnt die Novelle, aus der Perspektive J... ...ettkampfkonkurrenz war ein Zwillingspaar aus Potsdam weshalb die beiden Freunde beschlossen wie Zwillinge werden zu wollen: Jede freie Minute wollen sie miteinander teilen, ihre Gedanken austauschen und sogar das gleiche Essen. Die Zwillingsbrüderschaft solle sogar so weit gehen, dass wenn der eine über die Autobahnbrücke - ein zentraler Ort in Kurbjuweits Novelle - springen solle, der andere folgen müsse. Die nächsten sieben Jahre waren die ihren. Sie wuchsen unzertrennlich gemeinsam auf, verbrachten die Zeit beim Rudern und Trainieren, dem Restaurieren eines alten Motorrads, teilten ihre ersten sexuellen Erfahrungen und wurden erwachsen. Untermalt wird diese idyllische Freundschaft von der verzwickten Liebesbeziehung zwischen Johann und Vera, die nicht nur von ihm ein Kind erwartet, sondern auch ihn als den Hauptschuldigen an dem Tod ihres Bruder sieht. Ebenso verzwickt erscheint die Entwicklung der Beziehung der zwei Männerfreunde, was in Abhängigkeit und Hörigkeit des einen und Machtansagen des anderen zum Ausdruck kommt. Immer wieder wechselt der Erzählrahmen zwischen vergangener Jugendfreundschaft und dem gegenwärtigen Johann, der auf die Ankunft Veras wartet. Der tragischen Tod Ludwigs bildet den Anfang der Dinge für die konfliktreiche Beziehung zwischen Johann und Vera - Ludwigs Schwester. Das Werk weise, nach Aussage Kurbjuweits, zwar autobiographische Züge auf, doch habe sich sowohl die Geschichte als solche als auch die Charaktere im Schreibfluss selbst geformt und entwickelt. Durch den Stil der Novelle wird der Leser zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her geführt, wodurch die emotionale Aufgeladenheit Johanns untermalt wird und die Geschichte schließlich im Novellen typischen offenen Schluss den Leser mit offenen persönlichkeitsentwickelnden Fragen verabschieden kann. Kurbjuweit schafft mit seiner modernen Novelle ein zeitgenössisches Bild der schwierigen Phase des Erwachsenwerdens. Geschickt greift er Emotionen wie Ängste, Sehnsüchte und Liebe auf und verflechtet sie zu einem düsteren, bedrohlichen Schauplatz seiner zwei Hauptcharaktere. Das bewusste offen lassen auf zentrale Fragestellungen, die zur Klärung und Lösung der angestauten Konflikte führen würde, ist strategisch von Kurbjuweit gewählt und überlässt ganz dem Leser das Füllen eben dieser Leerstellen. ...

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