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Professor Unrat Zusammenfassung
...n Sohn hat er sich losgesagt, da dieser viermal durchs Examen gefallen ist und sich angeblich mit zwielichtigen Frauen abgibt.
Für Professor Raath si... ... Schüler Gegner, die es darauf anlegen, gegen die bürgerliche Gesellschaft und deren Repräsentanten, wie er selbst einer ist, zu rebellieren. Deshalb tyrannisiert er seine Schüler und bestraft sie für angebliches Fehlverhalten. Aus diesem Grund wird er von seinen Schülern "Professor Unrat" genannt. Dieser Spitzname ist bereits stadtbekannt.
Besonders hat er es auf den Schüler Lohmann abgesehen, den Sohn des Konsuls Lohmann. Dieser ist zwar intelligent und belesen, aber weniger am Unterricht als am Verfassen von Gedichten interessiert. Während einer Klassenarbeit verweigern die Schüler Lohmann und Kieselack die Mitarbeit und hänseln den Professor mit seinem Spitznamen. Vor Zorn außer sich verweist sie der Professor aus der Klasse. Im Aufsatzheft des Schülers Lohmann findet er ein Gedicht mit einer Huldigung an die Künstlerin Rosa Fröhlich. Er erinnert sich daran, im Lehrerzimmer kürzlich diesen Namen in Zusammenhang mit einer barfuss auftretenden Tänzerin gehört zu haben.
Da er in ihr eine Bedrohung für seine Schüler sieht, macht sich Raath auf die Suche nach Rosa Fröhlich und findet sie in der Varieté-Bar "Zum Blauen Engel". Dort trifft er auf seine Schüler. Diese sind sehr erheitert, ihren biederen Professor in dieser Umgebung zu treffen. Wutentbrannt will sich der Professor auf die Schüler stürzen und richtet dabei einigen Tumult an. Die Schüler zerren ihn in die Künstlergarderobe, wo die leichtbekleidete Rosa Fröhlich ihn vor dem Wirt in Schutz nimmt und ihm Wein einschenkt, obwohl Raath sie auffordert, die Verführung seiner Schüler zu unterlassen und die Stadt zu verlassen.
Professor Unrat gerät immer mehr in den Bann der Künstlerin und fühlt sich bemüßigt, als ihr Beschützer aufzutreten. Den Kontakt seiner Schüler zu Rosa versucht er zu unterbinden, Besucher der Künstlerin werden von ihm abgewiesen. Professor Raath wird immer mehr zum Stadtgespräch. Aber weder ein Gespräch mit dem Schuldirektor noch die Beschwerden seiner Haushälterin, die an den Besuchen Rosas beim Professor Anstoß nimmt, lassen ihn von seinem Verhalten abbringen.
Als ein Naturdenkmal durch eine ausgelassene Feier verwüstet wird, die von seinen Schülern veranstaltet wird, wettert er lauthals gegen diese. Als sich herausstellt, dass auch Rosa bei der Feier anwesend war, wird Professor Raath vom Schuldienst entlassen. Dennoch hält er es für seine Pflicht, Rosa zu beschützen und heiratet sie. Als nach zwei Jahren seine Ersparnisse aufgebraucht sind und er nicht mehr in der Lage ist, offene Rechnungen zu begleichen, redet eine Freundin Rosa ein, dass Professor Unrat Unterricht geben solle. Aus dem Unterricht werden Trinkgelage, bei denen Rosa auserwählten Herren Gefälligkeiten erweist.
Als sie eines Tages Lohmann auf der Straße trifft, lädt sie ihn in die Wohnung ein. Lohmann erkennt die missliche finanzielle Lage der Raaths und bietet Rosa seine Brieftasche an. Rosa singt daraufhin eines der von Lohmann für sie verfassten Gedichte. Als Unrat das hört, stürzt er eifersüchtig ins Zimmer und versucht, Rosa die Kehle zuzudrücken. Kurze Zeit später wird das Ehepaar Raath verhaftet. Die Bürger, die bislang gerne Gast in deren Haus waren, haben jetzt nur noch Hohn und Spott für die Raaths übrig.
Professor Raath stellt symbolhaft die Doppelmoral des wilhelminischen Bürgertums dar. Die Unterdrückung seiner Leidenschaften durch die Zwänge der bürgerlichen Gesellschaft drückt er in tyrannischem Verhalten den Schülern gegenüber aus. Erst die faszinierende Gestalt Rosas lässt den Anarchen in ihm hervorkommen und bewirkt, dass alle bürgerlichen Zwänge negiert werden. Die zweifelhaften Gesellschaften, die er mit seiner Gattin veranstaltet, werden vom heuchlerischen Bürgertum zwar gerne angenommen, den Fall des ehrbaren Professors nehmen sie dennoch mit Spott und Schadenfreude zur Kenntnis.
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Weimarer Republik Zusammenfassung
... Demokratie umgesetzt. Zeitlich liegt sie zwischen
der wilheminischen Ära und dem Nationalsozialismus.
Die Gründung der Weimarer Republik ist im Kontext des 1.WK und der Novemberrevolution zu betrachten. Angesichts der hohen Belastung
durch den 4 Jahre anhaltenden Krieg und der vorraussichtlichen Niederlage wuchs der Unmut in der Bevölkerung gegenüber den
etablierten Mächten. Als Auslöser für die Novemberrevolution muss der Matrosenaufstand am Ende des Oktobers 1918 gesehen werden.
Dieser Aufstand weitete sich in kürzester Zeit auf viele deutsche Städte aus und wurde vor allem von der Arbeiterschaft und deren
stellvertretenden Parteien der SPD und der USPD getragen. Da einige Vertreter innerhalb der SPD eine sozialistische Revolution nach
russischem Vorbild fürchteten, beschloss man mit den etablierten Kräften zusammen zu arbeiten. Am Abend des 9. November rief
Philipp Scheidemann die Republik aus.
Die noch junge Republik entstand jedoch unter schlimmsten Vorzeichen. So war die Wirtschaftstätigkeit durch den langen Krieg stark
abgeschwächt worden und der Staat hatte sich hoch verschuldet. Der Versailler-Vertrag legte die alleinige Kriegsschuld des dt.
Reiches, den Diktat-Frieden und die Abrüstung fest. Wesentlich sind aber auch die immens hohen Reparationszahlungen an die
Siegermächte und die Gebietsabtretungen im Osten und Westen. Wichtig ist hierbei auch die Unterstellung des Ruhrgebietes unter
internationale Kontrolle, da das Ruhrgebiet eine Schlüsselposition innerhalb der Schwerindustrie einnahm, was somit eine weitere
Abschwächung der Wirtschaft bedeutete.
Doch die Weimarer Republik wurde auch durch innere Kräfte bedroht; sowohl von linksextremer als auch von rechtsextremer Seite.
Zunächst befand sich der Regierungssitz der jungen Demokratie in Berlin, aber da dort kaum ein Tag ohne Unruhen, Straßenschlachten
oder politische Attentate verging, wurde der Sitz in die ruhige Mittelstadt Weimar verlegt.
Das demokratische System wurde von Parteien getragen, deren politischen Vorstellungen sich teilweise stark gegenüber stehen. In
den Jahren von 1919-1929 muss sich eine regierungsbildende Koalition immer aus mindestens 3 Parteien zusammensetzen. Dazu gehören
immer die SPD, das Zentrum und die DDP.
Diese instabile Koalition hatte sich zunächst den Krisen-Jahren der frühen 20er zu stellen. Es gab immer wieder Aufstände und
Putschversuche. Die hohen Schulden der Weimarer Republik führten zu einer Hyperinflation. Unter der selben Koalition setzte sich
jedoch später eine Phase relativer politischer Stabilität und wirtschaftlicher Erholung durch, die man "die Goldenen Zwanziger"
nennt. Das Problem der Hyperinflation wurde durch die Rentenmmark-Einführung beseitigt und der amerikanische Dawes-Plan verlieh
dem dt. Reich Kredite.
Nach dieser Phase setzte jedoch erneut eine krisenhafte Zeit an. Die Weltwirtschaftskrise von 1929 traf alle industriellen Staaten
hart, insbesondere Deutschland. Armut und Massenarbeitslosigkeit waren die Folge.
Infolgedessen nahm der Unmut in der Bevölkerung zu, was zu einem starken Misstrauen gegenüber den etablierten Parteien führte. Die
Wählerschaft der Weimarer Koalition wanderte zunehmend in die rechts- und linksextremen Parteien ab. Darunter tat sich besonders
die NSDAP hervor, die mit Hitler einen charismatischen Führer hatte.
In den folgenden Jahren gelang es der NSDAP mit Hilfe von Hetze und Propaganda immer mehr Wähler an sich zu binden und schließlich
die Macht an sich zu reißen.
Am 30. Januar wurde Hitler von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt, was endgültig das Ende der Weimarer Republik bedeuten sollte.
Wow :) Also in meinem Geschichtsunterricht dieses Jahr verstehe ich überhaupt keine Zusammenhänge mehr. Sosehr ich es auch versuche, es klappt einfach nicht !!
Umso größer ist mein Dank für diese tolle Zusammenfassung :) Vielen Dank für diese Vielen Dank für diese Zusammenfassung, sie hat mir geholfen!
Doch ich musste viele Wörter nachschlagen, weil mir ihre Bedeutung nicht klar war.
Ein Tip für das nächste Mal: Verwenden Sie umgangssprachliche Wörter!
Trotzdem danke! :)
Kurz und gut! Schreibe in 6 Stunden eine Klausur (kann relativ gar nichts) und ich muss echt sagen, das war bisher eine der besten Zusammenfassungen zu dem Thema die ich finden konnte! Dankeschön! Das hat mir sehr geholfen. Das hat mir sehr geholfen. ..
Danke an den Verfasser :D
Großes Kompliment an den Großes Kompliment an den Verfasser, diese Zusammenfassung ist genial!! DANKE Einfach klasse! Morgen schreiben wir darüber einen Test & ich hatte einfach ein schlechtes Gefühl weil ich nichts konnte. Die Arbeitsblätter die wir darüber bekamen sind voller kleingedruckter Texte, von denen ich mir nichts einprägen konnte. Aber zum Glück gibt es das Internet!! Ich bin Erleichtert, Thumbs up!!! Das Wichtigste wurde auf den Das Wichtigste wurde auf den Punkt gebracht. Schreibe Morgen eine Klausur über das Thema und konnte mir durch die Zusammenfassung ein übersichtliches Bild machen, Danke ! Nachschlagen ist gut! Ich konnte keine schwierigen Wörter entdecken...?
Aber wenn du die Worte nachgeschlagen und behalten hast, dann ist das doch gut...? Die Zusammenfassung ist Die Zusammenfassung ist super, was mich etwas verwirrt ist, dass laut dir die Hauptstadt der Republik nach Weimar verlegt wurde? Soweit ich weiß ist das nämlich nie passiert Danke! Vieles wurde Danke! Vieles wurde ausführlich erkrärt doch trozdem war es kurz und knapp. Die informationen sind hilfreich und verständlich. Ich schreibe morgen einen Test und dies war als letzte übung sehr gut.
Danke! Super Zusammenfassung, Super ...
Zusammenfassung Anton taucht ab
...rwillig mit seinen Großeltern Urlaub auf dem Campingplatz macht. Doch nach und nach erkennt der Junge, dass Camping doch Spaß machen kann.
Anton ist ... ... Typ, zumindest ist er das in der virtuellen Welt, in seinem Computerspiel und auch in den Chatrooms hat er die besten Sprüche drauf. Doch als Anton m... ...ibt es im Urlaubsort nur einen "Ekel-See", der voller glitschiger Pflanzen und fieser Frösche ist. "Geht´s noch?" fragt sich der sonst so lässige Anto... ... Junge eigentlich ganz anders vorgestellt.
Den Traum von den Arschbombem und seinen Tauchgängen muss Anton nun vergessen. Warum die anderen Kinder sich fröhlich jauchzend in den See stürzen, dort springen und plantschen, kann Anton nicht verstehen. Er jedenfalls, will nicht mal den kleinen Zeh in diesen dunklen, ekligen See versenken.
Eigentlich will Anton nun lieber Chips essen und einen Actionfilm ansehen, doch Oma und Opa lassen nicht locker und so muss Anton doch mit an den See, wo die anderen Kinder im Wasser spielen.
Marie, die großen Spaß beim schwimmen und plantschen hat, ist verwundert warum Anton in kompletter Montur an den See kommt und keine Badehose trägt und Pudel, ein Junge mit merkwürdiger Frisur sorgt schon bald für Ärger. Doch Anton hat keine Lust auf Ärger, er will einfach seine Ruhe haben.
Am nächsten Urlaubstag begleitet Anton seinen Opa zum Angeln. Heute trägt der Junge zwar die Badehose, hat aber nicht vor, in das Wasser zu gehen. Auch hat er nur wenig Lust, das Angeln von seinem Opa zu erlernen, denn auch das findet er eklig. Um den Opa zu besänftigen, geht er aber auf dessen Vorschlag ein und versucht sich an der Angel.
Als der Opa einen kleinen Raubfisch fängt, der viel zu klein für das Abendessen der drei Camper ist, freundet sich Anton mit dem Fisch an. Er kann seinen Opa davon abhalten, seinen neuen Freund, den er "Piranha" nennt, als Köder für einen größeren Fang zu nutzen. Er nimmt ein altes Gurkenglas als Fischglas und fährt seinen kleinen Freund in seinem neuen Zuhause auf einem ferngesteuerten Geländewagen über den Campingplatz und zeigt ihm die Menschen, die hier Urlaub machen.
In dem kleinen Fisch hat Anton einen Vertrauten gefunden, dem er seine Ängste gestehen kann. Zwar gibt es vor, den See extrem eklig zu finden, doch im Geheimen hat der Junge einfach Angst. Angst vor dem Wasser und Angst vor anderen Kindern. Deshalb versucht er auch dem aggressiven "Pudel", einem Jungen, der sich mit Anton prügeln möchte, aus dem Weg zu gehen.
Eine große Klappe hat Anton nämlich nur in der virtuellen Welt. Der Junge gesteht seinem tierischen Freund, dass er sich selbst als Versager sieht, immerhin sagt auch sein Vater immer "Das schaffst du nieeeee!".
Als er sich im Waschraum plötzlich dem aggressiven Pudel gegenübersteht, muss Anton sich entscheiden. Kämpft er für seinen Freund, den kleinen Fisch "Piranha" oder traut er sich wieder nicht, obwohl er doch eigentlich davon träumt, ein echter Held zu sein.
Ein Held, der, wie in seinen Computerspielen alle schweren Level schaffen kann, doch im wahren Leben plötzlich Angst hat. Als dem Jungen plötzlich nichts mehr anderes übrig bleibt, als sich endlich auch im wahren Leben seinen Hürden zu stellen, springt Anton über seinen Schatten und traut sich sogar, in den dunklen See zu springen. Auf den nächsten Campingurlaub mit den Großeltern freut sich Anton jetzt schon.
Der Roman "Anton taucht ab" beschäftigt sich mit dem Erwachsen werden und dem damit verbunden entdecken der Welt. Sowie mit dem Unterschied zwischen Phantasie und der realen Welt.
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Sansibar oder der letzte Grund Zusammenfassung
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Alfred Andersch 1957 erschienener Roman „Sansibar oder der letzte Grund“ spielt in Rerik an der Ostsee im Jahre 1937. Kurz bevor die Nationalsozialis... ...in Judith, der Kommunist Gregor, der Pfarrer Helander, der Fischer Knudsen und sein Schiffsjunge.
Im Buch bittet der Pfarrer Helander Knudsen um Hil... ...r Liste der Nazis steht. Zur etwa gleichen Zeit erreichen die Jüdin Judith und Gregor die Stadt Rerik. Judith flieht, auf Rat ihrer Mutter, nach Rerik... ...
Gregor hingegen möchte dort für die kommunistische Partei werben. Knudsen und Gregor treffen sich in der Kirche, um über die Zukunft der kommunistisc... ...unft für sie gibt. Knudsen möchte nicht mehr im Auftrag der Partei handeln und Gregor hat den Glauben an die Partei verloren und möchte flüchten.
Gregor und der Pfarrer entschließen sich letztendlich die Skulptur mit dem Boot nach Schweden in Sicherheit zu bringen und versuchen Knudsen zur Mithilfe zu überreden. Dieser weigert sich aber vehement.
Mit der Ankunft eines schwedischen Dampfschiffes sieht Judith ihre Chance zur Flucht. Am Abend schmeißt sie sich an den Steuermann ran, in der Hoffnung auf dem Schiff arbeiten zu können und somit den Nationalsozialisten entfliehen zu können.
Der Steuermann macht ihr aber nur leere Hoffnungen. Gregor hat Judith den Abend über beobachtet und möchte ihr bei der Flucht helfen. Erst ist Judith noch skeptisch, aber stimmt dann doch zu und die beiden besprechen Weiteres in der Kirche, wo sie sich auch näher kommen.
Zum abgemachten Zeitpunkt holt Knudsens Schiffsjunge die beiden und die Skulptur ab und bringt sie zum Boot. Es bricht eine Schlägerei zwischen Gregor und Knudsen aus, weil Gregor Judith mitgebracht hat. Obwohl Gregor gewinnt, frägt er wegen seines Stolzes nicht um Hilfe zur Flucht.
In Rerik ist der Pfarrer deprimiert, weil er seit dem Krieg unter Schmerzen und Albträumen leidet. Als die Nazis an seine Tür klopfen, entscheidet er mit einer Pistole gegen sie zu kämpfen und stirbt im Kampf. Die Flüchtlinge im Boot erreichen sicher Schweden und Judith begibt sich in die nächste Stadt.
Mit dem Buch „Sansibar oder der letzte Grund“ vermittelt Andersch wie die Opfer von Terror handeln und empfinden. Er beschreibt im Buch den Terror durch Spitzel und Beamte, sodass dieser allgegenwertig scheint, aber gleichzeitig namenlos. ...
Im Westen nichts Neues Zusammenfassung
...marque (1898 - 1970) erschien 1929. Der Roman wurde zu einem großen Erfolg und gehört zu einer Reihe von Werken, die die "Urkatastrophe" des Zwanzigsten Jahrhunderts etwa zehn Jahre
nach Ende des Ersten Weltkrieges zum Thema machten. 1933 wurden Remarques Bücher öffentlich verbrannt. Seit 1929 lebte er überwiegend im Ausland und nach dem Zweiten Weltkrieg in der Schweiz, wo er 1970 starb. Der Roman wurde aus der Sicht des neunzehnjährigen Paul Bäumer geschrieben.
Paul Bäumer ist, wie viele aus seiner Klasse auch, kriegsbegeistert. Er meldet sich freiwillig zur deutschen Reichswehr und lässt sich dort ausbilden. Alle melden sich, gestärkt durch patriotische Motivationsreden des Klassenlehrers Kantorek, aus freiem Willen.
Die Ausbildung dauert zehn Wochen und erfolgt durch Unteroffizier Himmelstoss, der vorher Briefträger war. Himmelstoss wird schon nach kurzer Zeit von allen gehasst, weil sie von ihm mit sinnlosen und harten Bestrafungen gequält werden. Alle merken schnell, dass die bisher von ihnen vertretenen Ideale, die sie in der Schule erlernt hatten, nutzlos geworden sind.
Alle werden nach ihrer harten Ausbildung an die Westfront verlegt. Bäumer kommt zusammen mit den Kameraden Kropp, Müller und Leer aus seiner Ex-Klasse in die zweite Kompanie. Dort findet er noch weitere Freunde: Tjaden, Westhus und Detering. Hier kommen sie in eine Gruppe, die von dem kriegserfahrenen Soldaten Stanislaus Katczinsky ("Kat") geleitet wird. Kat bringt allen Neulingen richtige Verhaltensweisen für den Krieg bei. Die Gruppe wächst zu einer verschworenen Einheit zusammen, wobei sich zwischen Paul Bäumer und Kat eine sehr enge Bindung entwickelt.
Besonders schlimm sind die Angriffe, bei denen eines der Gruppenmitglieder verstirbt. Je länger der Krieg dauert, umso größere Verluste muss Bäumer mit ansehen. Besonders der Tod seines Freundes Kemmerich belastet ihn sehr. Innerhalb der Gruppe beginnt eine Diskussion, was Krieg aus Menschen macht und was nach dem Krieg noch bleibt.
Bäumer erhält zwei Wochen Urlaub und begibt sich nach Hause zu seiner Familie. Hier merkt er, dass dieses Leben ihm nicht mehr zusagt. Er kann sich nicht mehr mit allem, was ihm einmal wichtig gewesen war, identifizieren. Bäumer ist auch nicht in der Lage, jemanden von seinen Erlebnissen zu berichten. Er hat Angst, dass sie ihn wieder einholen und er daran zerbricht. Selbst mit seiner eigenen Familie kann er nicht über das Geschehene sprechen.
Nachdem er an die Front zurückgekehrt ist, wird Bäumer verletzt und muss in ein Lazarett gebracht werden. In einem christlichen Kloster wird seine Beinwunde gepflegt. Nachdem sie verheilt ist, kommt er erneut an die Front.
Als die Kriegslage immer hoffnungsloser zu werden scheint, kommen Gerüchte über ein baldiges Kriegsende auf. Nahrung, Munition und Nachschub an Soldaten werden zunehmend knapper. Die Gefechte zwischen Deutschen, Franzosen und Engländern werden jedoch immer brutaler. Bäumers Gruppe wird mehrfach an andere Orte verlegt und dadurch immer weiter reduziert.
Am Ende sind noch Bäumer und Kat die letzten Überlebenden der einst viel größeren Gruppe. Kat wird jedoch bei einem Angriff verwundet. Als Bäumer versucht, ihn mit seinen letzten Kräften in Sicherheit zu bringen, wird Kat während des Transportes von einem Splitter tödlich verwundet. Bäumer bleibt jetzt als Einziger zurück und verstirbt kurze Zeit später im Schützengraben. Dies geschah an einem Tag, "der so ruhig und still war ...". Der Heeresbericht beschränkt sich auf den Satz, dass "im W...
Tom Sawyer Zusammenfassung
... in welcher er aufwuchs.
Der Roman machte seinerzeit viel Aufhebens aufgrund der von Twain in seinem Werk verwendeten Gossensprache und wurde weltberühmt.
Bei der Romanfigur Tom Sawyer handelt es sich um einen Waisenjungen.
Er lebt gemeinsam mit seinem Halbbruder Sid, seiner Cousine Mary und dem schwarzen Sklaven Jim bei seiner Tante Polly in St. Petersburg im Staate Missouri am Rande des Flußufer des Mississppi.
Die meiste Zeit verbringt er mit seinem besten Freund, Huckleberry Finn, und nicht selten treiben diese Beiden ihren Spaß auf Kosten der Einwohner der Stadt St. Petersburg.
Tom versäumt absichtlich den Schulunterricht und verwickelt sich häufig in Prügeleien.
Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn reissen eines Tages aus und beschliessen, als Piraten zu leben. Sie beziehen eine kleine Insel mittem im Mississippi nahe St. Petersburg und lassen ihre Familienangehörigen in dem Glauben, sie seien mit dem selbstgebauten Floss untergegangen und schließlich ertrunken.
Tom hält es allerdings nicht lange aus auf der Insel und kehrt heimlich nach St. Petersburg zurück, um auszuspionieren, was dort geschieht. Er erfährt von der Trauerfeier für ihn und seinen Freund, und schließlich kehren sie gemeinsam zu ihrer Trauerfeier nach St. Petersburg zurück, was sehr zur Freude der Anwesenden ist.
In einer weiteren, folgenreichen Anekdote bricht Tom Sawyer seinen einst vor Indianer-Joe abgelegten Schwur vor Gericht und rettet Muff Potter vor dem Todesurteil. Von nun an lebt Tom Sawyer in der Gefahr, Rache von Indianer-Joe erfahren zu müssen.
Die wohl berühmteste Anekdote von Tom Sawyer und Huckleberry Finn ist die, in der sie sich als Schatzsucher versuchen und in einem spukenden, alten Haus nach einem Schatz suchen, als Indianer-Joe und sein Komplize dort erscheinen, um ein Versteck für ihr geräubertes Geld zu finden.
Schließlich entdecken die beiden Freunde Tom Huckleberry wirklich eine Schatztruhe voller Münzen und verstecken diese. Sie teilen die Beute gerecht untereinander auf.
Die Witwe des Richters adoptiert Huckleberry Finn in einer weiteren Episode, dieser flüchtet aber, um gemeinsam mit seinem Freund Tom Sawyer weiterhin ein Leben in Freiheit führen zu können.
Der Roman erschien ebenfalls im Jahr 1876 in der Erstausgabe in Deutsch, 1954 in einer weiteren Übersetzung von Lore Krüger. Eine weitere, neue Übersetzung von Andreas Nohl wurde im Jahr 2010 veröffentlicht.
Zudem wurde der Romanstoff mehrfach als Spielfilm sowie für die TV-Serie "Die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn" im Jahr 1979 verfilmt.
Sehr umstritten und als rassistisch bezeichnet wurde der Roman aufgrund der Bezeichnung von Schwarzen als "Nigger", bis eine bereinigte Fassung er...
Gedicht - Der Panther - Zusammenfassung und Erklärung
... in Paris sitzt. Die Gefangenschaft hat ihm seine Freiheit, seine Wildheit und seinen Lebenswillen genommen. Er ist im Grunde genommen nur noch ein Schatten seiner selbst. In den drei Strophen werden der Blick, der Gang und die Wahrnehmung des Panthers behandelt.
Erklärung
In der ersten Strophe beschreibt Rilke, wie ein Panther in einem Käfig seine Runden dreht und sich die Stäbe an ihm vorbei bewegen. Die Welt des Panthers wird von den Gitterstäben eingegrenzt.
In der zweiten Strophe wird der Gang des Panthers beschrieben. Es wird deutlich, dass er sich stets im Kreis dreht. Der Panther wird als betäubt beschrieben, ohne jeglichen Lebenswillen.
In der dritten Strophe wird beschrieben, wie der Panther seine Augen öffnet und seine Umgebung wahrnimmt. Die wahrgenommenen Bilder dringen jedoch nicht mehr bis ins Bewusstseins des Panthers vor.
Der Panther stellt sinnbildliche dar, wie ein Lebewesen in Gefangenschaft leidet. Gefangenschaft kann einerseits vorliegen, wenn man tatsächlich eingesperrt ist, andererseits kann sie auch durch gesellschaftliche Grenzen entstehen.
Im Gedicht ist der Panther der Gefangenen. Er nimmt seine Umwelt sowie die Außenwelt nur noch passiv wahr. Dies wird vor allem daran deutlich, dass das Gedicht keine Handlung, sondern nur eine Situation beschreibt. Der Panther könnte zwar handeln, ist aber so von der Außenwelt isoliert, dass er nur mehr ein passiver Teilhaber ist.
Dass die Situation sehr passiv ist lässt sich auch daran erkennen, dass der Panther im Gedicht das Gefühl hat, die Stäbe würden an ihm vorbeiziehen. Daraus lässt sich erkennen, dass unbelebte Stäbe lebendiger sind als der Panter, das Lebewesen, selbst.
Das Gedicht gleicht einem Stillstand. Zudem kommt es zu einer Auflösung von Raum und Zeit. Für den Panther scheint es, als liege hinter den Stäben keine Welt.
Der vorhandene Stillstand bringt das Lebendige in Gefahr, weswegen auch der große Wille des Panters betäubt ist. Dadurch rückt nochmals die Gefangenschaft des Tieres in den Vordergrund. Der Panther hat nimmt nichts mehr aktiv wahr, sondern kennt nur noch seinen Käfig und seine Gefangenschaft.
Der Gefangene, also der Panther, im Käfig kann nicht einmal mehr von äußeren Impulsen berührt werden. Es löst in ihm kein Gefühl mehr aus. Das lässt darauf schließen, dass er nur noch eine Hülle seiner selbst ist.
Der Panther von Rainer Maria Rilke (6.11.1902, Paris):
„Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stillen -
und hört im Herzen auf zu sein.“
...
Was ist eine Elegie?
...stgelegten Versmaß. Ihren Ursprung hat die Elegie vermutlich in Kleinasien und im griechischen Altertum.
Ein Wandel des Inhalts von Alltagsthemen hi... ...ütigen Klagelied vollzieht sich über die Epochen schrittweise. Im 18. Jahrhundert wird erstmals die Diskrepanz zwischen der idealen Welt und der Wirklichkeit in den Elegien als Anlass zur Trauer thematisiert.
Die griechische Elegie ist in ihrer frühen Zeit gekennzeichnet durch Alltagsthemen der Antike. Sie singt unter anderem Loblieder auf den Wein und die Kriegsführung oder beinhaltet Liebeslieder und Totenklagen. Im 5. Jahrhundert v. Chr. wird bei Euripides bereits der trauernde und klagende Charakter der Elegie erkennbar, der sich sehr deutlich in seinem Drama Iphigenie auf Tauris offenbart.
Dies mag jedoch eher in der Tragik der griechischen Mythologie begründet liegen, an die das Drama angelehnt ist, als auf die generelle Einleitung eines Wandels in den Inhalten der Elegie.
Ein größerer Wandel hin zum Klagelied vollzieht sich in der Periode der römischen Liebeselegie des ersten Jahrhunderts v. Chr. Eine sehnsuchtsvolle, überwiegend leidende Grundstimmung tritt in den Vordergrund.
Die Verse der Liebespoesie ergehen sich in dramatischen Szenerien von Leidenschaft und Verlust. Eine Emotionalität, die bis dato in der Literatur unbekannt ist, tritt zutage. Die römischen Elegiker Tibull, Properz und Ovid sind bedeutende Vertreter dieser Strömung. Sie zeigen in ihren Elegien eine unterschiedliche Herangehensweise an die innere Bewegtheit und den Umgang mit Gefühlen.
Ab dem 16. Jahrhundert bezeichnet der Begriff Elegie in der englischen Poesie in erster Linie die Lyrik über den Tod. In der englischen Gräberpoesie findet auf sehr drastische Weise eine Auseinandersetzung mit dem Thema Tod in Versform statt.
Der Übergang zum Tod wird als düster und beängstigend dargestellt. Die Unausweichlichkeit und die Schrecken des Todes rücken in den Mittelpunkt. In die deutsche Literatur des 18. Jahrhunderts hält die englische Todespoesie in der Weise Einzug, dass sich Dichter wie Ludwig Hölty in Elegien auf melancholische Weise mit dem Tod beschäftigen.
Allerdings auf einer neutraleren und distanzierteren Ebene als in der englischen Lyrik. Man bezeichnet Höltys und Kloppstocks Form der literarischen Darstellung als Elegie der Empfindsamkeit.
Friedrich Schiller entwickelt in der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts eine abgewandelte Auffassung über das Wesen und den Inhalt der Elegie. Schiller versteht unter der Trauer, die sich in elegischen Werken äußerst, nicht mehr den Verlust vergangenen Glücks. Vielmehr sieht er den Anlass zur Melancholie in einem Bruch zwischen dem Ideal und der Wirklichkeit begründet.
Die Elegie thematisiert fortan die Traurigkeit über den Verlust der Natur oder die sehnsuchtsvolle Auseinandersetzung mit der Unerreichbarkeit des Ideals.
Johann Wolfgang von Goethe wiederum lehnt seine elegische Dichtung an die römische Liebeselegie an. Bei ihm stehen die Erotik und Sinnlichkeit im Vordergrund, während Schiller geschichtsphilosophisch Verluste alter Ideale reflektiert.
Die Elegie durchlief ab der griechischen Antike und der vorchristlichen Literatur in Asien mehrfach einen Wandel. Die Inhalte und das Wesen dieser lyrischen Darstellungsform änderten sich entsprechend der vorherrschenden philosophischen Grundstimmungen der jeweiligen Zeit. In der Neuzeit verlor die Elegie schließlic...
Inhaltsangabe von Die Entdeckung der Currywurst
...deckung der Currywurst“ wurde im Jahre 1993 von Autor Uwe Timm geschrieben und veröffentlicht.
Allerdings gibt der Titel grundsätzlich nicht vom eigentlichen Inhalt der Novelle Preis, da es in dieser v... ...t in Hamburg kennt, im Altersheim besucht, um mehr über das Leben der Dame und das Geheimnis der Currywurst in Erfahrung zu bringen.
Der Inhalt der N... .... Dieser bleibt dort mehrere Nächte, in denen sich beiden sehr nahe kommen und miteinander schlafen.
Da Hermann nicht mehr zurück zum Militär gehen will und sich deshalb nicht mehr auf der Straße blicken lassen kann, sitzt er Tag für Tag in Lena's Wohnung und hört Radio am Fenster. Durch laute Geräusche in der Nacht fliegt Hermann beinahe durch den Blockwart Lammers auf, weshalb die beiden von nun an in der Küche schlafen.
Da nach einigen Tagen das Radio kaputt geht, wächst die Langeweile bei Hermann immer mehr. Daraufhin durchsucht dieser die Wohnung von Lena und findet dabei eine Fotoalbum ihrer Familie. Auch Lena findet zufällig ein Foto von Hermann auf dem auch ein Kind und eine Frau zu sehen sind.
Eines Abends spricht Hermann mit Lena über ein Currygewürz, welches er in Indien entdeckt hat.
Obwohl der Krieg nach dem Tod Hitlers inzwischen beendet ist, verheimlicht Lena dies Hermann, sodass dieser bei ihr in der Wohnung bleibt. Er bemerkt zwar selbst, dass sich viele Engländer auf der Straße aufhalten, denkt dabei allerdings nicht an ein Kriegsende. Um Hermann Bremer zusätzlich auf andere Gedanken zu bringen, erzählt Lena von ihrem Mann Gary. Außerdem wird bekannt, dass sich der Blockwart Lammers aufgrund der Kapitulation der Deutschen selbst erhängt.
Die Kantine von Lena wird von den Engländern übernommen. Allerdings erfährt Hermann weiterhin nichts vom Ende des Krieges, da das Radio nicht repariert wird und Lena auch keine Zeitung mitbringt.
Am 17. Tag der Kapitulation hält Bremer die Langeweile in der Wohnung nicht mehr aus, weshalb es zwischen Lena und ihm zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung kommt. Dennoch vertragen sich die beiden wenig später wieder. Allerdings verliert Hermann plötzlich seinen Geschmackssinn.
Zu späterer Zeit sieht Bremer einige Bilder von polnischen und deutschen Konzentrationslagern, die dieser allerdings für Propaganda hält. Lena ist sich allerdings inzwischen bewusst, dass sie vor Hermann das Ende des Krieges nicht länger geheim halten kann und erzählt ihm in einem Gespräch davon. Daraufhin verschwindet Bremer spur- und wortlos.
Wenig später kommt Lena's Mann aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause, wird jedoch von ihr nach einigen Tagen vor die Tür gesetzt. Durch den Verlust ihrer Kantine wird Lena bewusst, dass sie sich ein neues Standbein aufbauen muss und eröffnet daher eine eigene Imbissbude. Dort entdeckt sie zufällig die Currywurst, welche anschließend zu ihrem Markenzeichen wird. Hermann Bremer kommt einige Zeit später an ihrer Imbissbude vorbei und isst dort eine Currywurst, die ihm seinen verlorenen Geschmackssinn zurückgibt. Dennoch verschwindet er erneut wortlos.
Einige Monate nach seinem letzten Besuch erfährt der fiktive Ich-Erzähler völlig überraschend durch einen Anruf im Altenheim, in dem Lena gelebt hat, vom Tod dieser. Daraufhin fährt er zum Altenheim und erhält dort ein Paket, in dem sich ein blauer Pullover und ein Zettel mit den Zutaten für die Currywurst befinden. Den Pullover hat Lena Brücker während den gemeinsamen Gesprächen gestrickt, weshalb dieser für die enge Verbindung der beiden steht.
Insgesamt lässt sich sagen, dass der Inhalt der Novelle viele Leser überraschen wird, da die Currywurst in dem Buch nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Vielmehr wird der Leser zurück in die Kriegszeit versetzt, welche durch die Handlung, die einer Erzählung entspricht, sehr detailliert dargestellt wird. Genau das macht die Novelle jedoch einzigartig und sehr vielseitig.
...
Biografie Bertolt Brecht
...g geboren. Er gilt als einer der einflussreichsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts.
Brecht wuchs in einem bürgerlichen Elternhaus auf, auch wenn seine Eltern keine höhere Bildung hatten. Dennoch war es ein gesichertes und behütetes Aufwachsen für Brecht. Die Mutter starb früh an Krebs.
Seine ersten Veröffentlichung als Dichter und Autor erschienen in der Schülerzeitung und in verschiedenen lokalen Medien. Für einen zu pazifistischen Aufsatz sei er in der Zeit des Ersten Weltkrieges sogar beinahe von der Schule verwiesen worden sein. Es habe an Pathos gefehlt, so die Kritik. Geschichte aus dieser Zeit fanden später Eingang in Gedichtsammlungen Brechts.
Brecht schrieb sich für Medizin und Philosophie ein, interessierte sich aber rasch vor allem für Literaturvorlesungen wie von Artur Kutscher, der zu Gegenwartsliteratur lehrte. Der erste eigene Dramenentwurf entsteht zu dieser Zeit aus den Inspirationen der Seminare und Vorlesungen und der durchgenommenen Stoffe.
Von Oktober 1918 und Januar 1919 war er im Militärdienst, verbrachte die Zeit als Militärkrankenwärter in einem Lazarett.
In den kommenden Jahren kommen Kontakte zu Kulturschaffenden in der Berliner Szene hinzu und erste Erfolge können Anfang der 20er-Jahre gefeiert werden.
Kurz vor dem Exil ließ sich Brecht von seiner ersten Frau scheiden, die bald darauf das zweite Kind zur Welt brachte, und heiratete erneut.
Politisch ging es für Brecht auf den Kommunismus zu und er erklärte sich selbst auch zu einem solchen, trat aber nie der KPD bei. Er fühlte sich einer undogmatischen Auslegung des Marxismus nahe.
Es entstanden kurz vor dem Exil noch weitere Kritiken, genreübergreifende Werke und epische Dramen.
Schon 1930 empfanden die Nationalsozialisten Brechts Aufführungen als Zumutung. Sie störten deshalb immer wieder Aufführungen. Am 28. Februar 1933 flüchtete Brecht ins Ausland ins Exil, um nach dem einen Tag vorher stattfindenden Reichstagsbrand einer wahrscheinlichen Verhaftung zu entgehen, denn dieser Brand wurde den Kommunisten zugeschoben.
In Paris richtete Brecht den sogenannten "Deutschen Autorendienst" ein, um anderen geflohenen Autoren eine Möglichkeit der Veröffentlichung zu vermitteln.
1941 reiste Brecht in die USA, das Einreisevisum wurde genehmigt, musste sich aber nach dem Kriegsausbruch als "feindlicher Ausländer" registrieren lassen. Auch eine Überwachung durch das FBI wurde ihm nicht erspart.
Am 30. Oktober 1947 wurde Brecht vom Ausschuss für unamerikanische Umtriebe befragt. Unter anderem, ob er jemals den Kommunisten angehört habe, was er verneinte und auch nicht der Partei in Deutschland habe er nie angehört.
Wenige Stunden später reiste er über Paris nach Zürich, wo er zunächst blieb, dann aber kehrte er nach Deutschland zurück, wenn ihm auch die Einreise in die westlichen Besatzungszonen untersagt blieb.
In Berlin konnte er auch bei Verlagen Fuß fassen, auch beim DDR-Aufbau Verlag. Er konnte auch endlich wieder seine Stücke inszenieren, ein eigenes Ensemble wurde gegründet, während Brecht sich nochmals kurz in Zürich aufhielt.
Nach der Gründung der DDR führte Brecht weitere Stücke auf, teilweise unter großem Erfolg.
Bein Volksaufstand 1953 hielt Brecht der SED die Treue, erwartete aber scheinbar auch ein Zugehen auf die Massen von Menschen, die ihrem Protest starken Ausdruck verleihen wollten. Wie sehr er unter Druck gestanden haben mag oder ob er es ernst gemeint hat, ist bis heute nicht ganz geklärt, aber besonders die Treueschwüre haben ihm geschadet.
Brecht starb bereits am 14. August 1956 nach einer Grippe, die seinen lebenslangen Herzbeschwerden nur Verschlechterung brachten. Bei der Beerdigung wurde, seinem Wunsch gemäß, nicht gesprochen, viele Menschen des öffentlichen Lebens und normale Bürger nahmen Abschied.
Er hinterließ mit seinem Tod etliche Theaterstücke und Werke der Lyrik und das sogenannte und von ihm entwickelte Epische Theater, welches als eine Art analytisches Theater dienen sollte und einen Kontrast zum klassischen Theater bildete.
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